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Kreml will Ostsee-Pipeline trotz US-Drohungen zu Ende bauen

(dpa) - Russland hält trotz neuer Drohungen mit Sanktionen aus den USA am Bau der umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 fest. Die Pläne hätten sich nicht geändert, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. „Unsere Haltung zu solchen Sanktionsübungen ist bekannt. Sie ist äußerst negativ.“ Peskow reagierte damit auf Äußerungen des scheidenden US-Botschafters in Deutschland, Richard Grenell. Dem Botschafter zufolge gibt es in den USA eine „überparteiliche Zustimmung“ für neue Strafmaßnahmen.

Peskow sagte dazu: „Wir glauben, dass solche Bestrebungen nichts anderes sind als eine Fortsetzung von unlauterem Wettbewerb und Handlungen, die gegen internationales Recht verstoßen.“ Ähnlich hatte sich auch die Nord Stream 2 AG geäußert und von einer „rechtswidrigen Diskriminierung europäischer Unternehmen“ gesprochen. Washington will das Bauprojekt stoppen und hat bereits Sanktionen verhängt. Auch die Ukraine und mehrere EU-Staaten wollen die Fertigstellung verhindern. Ursprünglich sollte die Pipeline Ende vorigen Jahres fertig sein. Deutschland, wo Nord Stream 2 anlanden soll, hatte die Sanktionen der USA kritisiert.

Die USA warnen seit langem vor zu großer Abhängigkeit der EU von russischem Gas. Sie wollen eigenes Flüssiggas, das mehr kostet als russisches Leitungsgas, in Europa verkaufen.

Gestern

Kurzmeldungen Lokales 24.01.2021

Tankstelle überfallen - Täter auf der Flucht

(DL) - Unter Vorzeigen einer Handfeuerwaffe haben zwei maskierte Täter am Sonntagabend gegen 19.30 Uhr eine Tankstelle in Rollingergrund überfallen. Dies meldet die Polizei auf Facebook.

Den Männern sei es gelungen, Bargeld und Zigaretten zu erbeuten und anschließend in Richtung Eich zu flüchten.

Beide trugen schwarze Kleidung, sind von schlanker Statur und etwa 1,70 Meter groß. Sie sprachen Französisch. Einer der Männer trug eine schwarze Maske, der andere eine blaue.

Die Polizei warnt davor, Anhalter mitzunehmen. Zeugen sollen umgehend den Notruf 113 kontaktieren.

Im September 2020 steigt nach einem russischen Luftangriff Rauch über einem Gebiet am Rande der Provinz Idlib auf. Auch im Januar 2021 kommt es in der Region im Norden Syriens zu kriegerischen Auseinandersetzungen.

Tote und Verwundete in Nordsyrien

(dpa) - Bei einem Angriff der Türkei in Nordsyrien, wo türkische Truppen bereits Grenzgebiete beherrschen, sind eine Frau und zwei Kinder getötet worden. Die Truppen hätten nach Störfeuern in der Region Tal Rifat sieben Kämpfer der Kurdenmiliz YPG außer Gefecht gesetzt, teilte das Verteidigungsministerium in Ankara am Sonntag mit. Die syrische Staatsagentur Sana berichtete, eine Frau und zwei Kinder seien getötet und sieben weitere Zivilisten verletzt worden. Tal Rifat liegt zwischen Aleppo und der türkisch-syrischen Grenze.

Die Türkei ist mehrmals in Syrien einmarschiert und war zuletzt im Herbst 2019 mit verbündeten syrischen Milizen gegen die YPG vorgegangen. Vergangenen Oktober hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zudem mit einem weiteren Militäreinsatz in Syrien gedroht, wenn „Terroristen“ sich nicht wie versprochen aus der Grenzregion zurückziehen würden. Ankara sieht in der YPG einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekämpft sie als Terrororganisation.

Türkei unterstützt islamistische Rebellen

Tal Rifat ist eine der verbleibenden Gegenden in Nordsyrien, die noch von der YPG kontrolliert wird. Die Türkei hat ihren Einfluss in der benachbarten Provinz Idlib mit eigenen Truppen und verbündeten Milizen zunehmend ausgeweitet. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Sonntag, dass weitere türkische Militärfahrzeuge und Lastwagen die Grenze nach Idlib überquert hätten. Darunter seien unter anderem Panzer und Mannschaftswagen.

Die Türkei unterstützt in der Region Rebellen, darunter islamistische Gruppen. Ankara hatte mit Russland als Schutzmacht der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad ein Abkommen geschlossen, um in der Provinz Idlib eine Deeskalationszone einzurichten. Die Menschenrechtsaktivisten zählten in dieser Zone zuletzt 65 türkische Beobachtungsposten. Eigentlich gilt dort auch eine Waffenruhe.

Kurzmeldungen Lokales 24.01.2021

Zeugenaufruf: Anhänger stürzen in Bach

MaH - Die Polizei hat einen Zeugenaufruf lanciert. In der Nacht vom 22. auf den 23. Januar haben im Wasserwee in Medernach Unbekannte die hölzernen Bremsklötze von drei landwirtschaftlichen Anhängern entfernt, die nahe einer Scheune standen, woraufhin zwei Anhänger in einen angrenzenden Bach stürzten. Alle zweckdienlichen Informationen sind über die Telefonnummer +352 244 80 1000 oder die E-Mail-Adresse Police.DIEKIRCHVIANDEN@police.etat.lu weiterzuleiten.

Herthas Manager Michael Preetz (l.) und Trainer Bruno Labbadia müssen gehen.
Kurzmeldungen Sport 24.01.2021

Bericht: Hertha BSC entlässt Preetz und Labbadia

(SID) - Bei Hertha BSC ist das Doppel-Aus von Trainer Bruno Labbadia und Manager Michael Preetz angeblich beschlossene Sache. Die „Bild am Sonntag“ berichtete, dass beide im kommenden Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt nicht mehr in der Verantwortung stehen werden, nur der Zeitpunkt der Verkündung sei noch offen. Wenig später berichtete auch die Berliner Morgenpost von der Doppel-Trennung, laut Sky hat sich Labbadia bereits vom Team verabschiedet. 

Als Interims-Trainer wird Pal Dardai gehandelt, der Herthas Profimannschaft bereits von 2015 bis 2019 betreut hatte. Nach einem Sabbatjahr übernahm der Ungar im vergangenen Sommer die U16 des Hauptstadtklubs. 

Labbadia ist seit April 2020 Trainer der Berliner, in der Vorsaison führte er den Klub in einer schwierigen Lage zum Klassenerhalt. Die 17 Punkte aus 18 Spielen in dieser Spielzeit sind angesichts der Ambitionen und Transferausgaben bei Hertha aber zu wenig. Hertha wollte dank der Millionen von Investor Lars Windhorst nach Europa, steckt aber erneut im Abstiegskampf. Preetz ist seit 25 Jahren im Verein, erst als Spieler, dann als Assistent von Dieter Hoeneß und schließlich als Geschäftsführer Sport. Unter der Leitung des Rekord-Torjägers erlebte der Klub zwei Ab- und zwei Aufstiege. Aktuell wird ihm vor allem eine unglückliche Spieler- und Trainerauswahl vorgeworfen.

Am Samstag vor der bitteren 1:4 (1:2)-Niederlage gegen Werder Bremen gab es einen im Vorfeld bei der Polizei genehmigten Protest von rund 250 Hertha-Fans gegen Preetz und dessen großen Fürsprecher, Präsident Werner Gegenbauer.  

Mehr Sportnachrichten

Erstes Telefonat mit Europäer: Biden spricht mit Johnson

(dpa) - Als erster europäischer Regierungschef hat der britische Premierminister Boris Johnson mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden telefoniert. „Großartig, mit Präsident Joe Biden zu sprechen“, twitterte Johnson am Samstagabend. „Ich freue mich darauf, das langjährige Bündnis zwischen unseren beiden Ländern zu vertiefen, während wir eine umweltfreundliche und nachhaltige Erholung von Covid-19 vorantreiben.“

Ein britischer Regierungssprecher sagte, Johnson habe Bidens Entscheidung begrüßt, dem Pariser Klimaschutzabkommen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wieder beizutreten. Die Politiker hätten zudem über die Rolle der Nato und die Möglichkeit eines bilateralen Handelsabkommens gesprochen. „Der Premierminister hat seine Absicht bekräftigt, bestehende Handelsprobleme so schnell wie möglich zu lösen“, sagte der Sprecher.

Das Weiße Haus bestätigte das Gespräch später und teilte mit, Biden habe seinen Willen bekräftigt, das besondere Verhältnis zu Großbritannien weiter zu stärken und den transatlantischen Verbindungen zu neuem Schwung zu verhelfen. Zudem habe Biden die Bedeutung der Nato als Verteidigungsbündnis betont, hieß es weiter. Biden, der seit Mittwoch Präsident ist, hatte zuvor nur mit seinen Amtskollegen in den Nachbarländern Kanada und Mexiko gesprochen.

Die von den USA und Großbritannien stets betonte „spezielle Beziehung“ könnte nach Ansicht von Politologen mit dem Duo Biden/Johnson auf eine Probe gestellt werden. Der Brite hatte stets seine enge Zusammenarbeit mit Bidens Vorgänger Donald Trump betont, diesen aber nach den Unruhen rund um das Kapitol in Washington Anfang Januar kritisiert. Biden wiederum hatte im Wahlkampf häufig den von Johnson vorangetriebenen Brexit kritisiert.

Weitere Auslandsnachrichten

Marcelo Rebelo de Sousa.

Präsidentenwahl in Portugal hat begonnen

(dpa) - Im besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffenen Portugal hat am Sonntag die Präsidentenwahl begonnen. Der konservative Amtsinhaber Marcelo Rebelo de Sousa gilt als großer Favorit. Nach allen Umfragen wird der 72-jährige frühere Jura-Professor und TV-Journalist schon in der ersten Runde die nötige absolute Mehrheit erringen. Mit dem Ergebnis wird in der Nacht zum Montag gerechnet. Gleich nach Schließung der Wahllokale am Abend soll es erste Prognosen geben.

Portugal wurde von Deutschland gerade zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt. Wegen der Pandemie gab es zahlreiche Forderungen, die Präsidentenwahl zu verschieben. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag zuletzt bei etwa 750 - einer der höchsten Werte weltweit.

Vorgestern

Kurzmeldungen Lokales 23.01.2021

Ein Verletzter bei Unfall

MaH - Um 14:21 Uhr wurde in der rue du Parc eine Person bei einem Unfall verletzt, als ein Auto in ein Blumenbeet gefahren ist. Kurz vor 12:00 Uhr war es in einem Haus in Medernach zu einer Rauchentwicklung gekommen. Hier kam jedoch niemand zu Schaden.

Kurzmeldungen Lokales 23.01.2021

Ein Verletzter bei Verkehrsunfall in Hollerich

Bei einem Verkehrsunfall in der Rue de Hollerich in Luxemburg-Stadt ist am Samstagmorgen eine Person verletzt worden. Das meldet der CGDIS in seinem Bulletin. Der Unfall geschah kurz nach 8 Uhr. Vor Ort war die Berufsfeuerwehr der Hauptstadt im Einsatz.

Ryan Cochran-Siegle (USA) während der Abfahrt am Freitag.
Kurzmeldungen Sport 23.01.2021

Ski alpin: Kitzbühel-Abfahrt auf Sonntag verschoben

(dpa) - Wegen schlechter Witterung ist die Weltcup-Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel am Samstag abgesagt und auf Sonntag (10.20 Uhr/ZDF und Eurosport) verschoben worden. Regen im unteren Streckenabschnitt habe die Piste auf der legendären Strecke zu stark in Mitleidenschaft gezogen, hieß es von den Veranstaltern. Der eigentlich für Sonntag als Abschluss des Hahnenkamm-Wochenendes geplante Super-G soll am Montag (10.45 Uhr) ausgefahren werden.

Am Freitag war das Rennen nach 30 Startern und mehreren Zwangspausen wegen schlechter Sicht und teilweise gefährlicher Winde abgebrochen worden. Der Sieg ging an den Schweizer Beat Feuz, dahinter landeten der Österreicher Matthias Mayer und der Italiener Dominik Paris.  

Das Rennen, das wie fast alle Weltcups ohne Zuschauer stattfand, wurde überschattet von zwei schweren Stürzen. Der Schweizer Urs Kryenbühl kam beim umstrittenen Zielsprung zu Fall und zog sich dabei eine Gehirnerschütterung, einen Bruch des rechten Schlüsselbeines sowie einen Riss des Kreuz- und Innenbandes im rechten Knie zu. Ryan Cochran-Siegle aus den USA krachte in der schwierigen Traverse durch ein Fangnetz und erlitt dabei eine leichte Halswirbelfraktur. Beide Fahrer wurden mit dem Rettungshubschrauber weggeflogen.

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Deutschland stuft mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete ein

(dpa) - Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen hat die deutsche Bundesregierung erstmals mehr als 20 Länder als Hochrisikogebiete mit verschärften Einreiseregeln eingestuft. Wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte, gehören dazu das Nachbarland Tschechien, die Urlaubsländer Spanien, Portugal und Ägypten sowie die USA und Israel. Für Einreisende aus diesen Ländern mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland gilt ab Sonntag eine strengere Testpflicht und auch die Ausnahmeregeln für die Quarantäne können von den Bundesländern verschärft werden.

Am Donnerstag hatten sich bereits die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union darauf verständigt, wegen der Gefahr durch neue Varianten des Corona-Virus vermeidbare Reisen weitestgehend auszubremsen, die Grenzen für Waren und Pendler aber offen zu halten. Es ging dabei unter anderem um Test- und Quarantänepflichten für Menschen aus „dunkelroten Zonen“ mit sehr hohen Corona-Fallzahlen. Diese Kategorie soll auf EU-Ebene neu eingeführt werden. In Deutschland gibt es dazu bereits seit dem 14. Januar eine neue Einreiseverordnung, auf deren Grundlage jetzt die Hochrisikogebiete benannt wurden.

Luxemburg wird von Deutschland wie die meisten anderen EU-Staaten als „normales“ Risikogebiet eingestuft.

Kurzmeldungen Lokales 23.01.2021

Feuerwehr eilt zu Autobrand nahe Redingen

Auf der Strecke zwischen Redingen und Beckerich ist in der Nacht auf Samstag ein Auto in Brand geraten. Laut Angaben des CGDIS wurde dabei niemand verletzt. Weitere Informationen zu dem Vorfall auf dem CR304 fehlen derzeit noch. Im Einsatz waren Helfer des CIS Redingen.

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