Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Kreml informiert USA über vereiteltes Attentat auf Lukaschenko
International 19.04.2021

Kreml informiert USA über vereiteltes Attentat auf Lukaschenko

Während ausländische Geldhäuser Lukaschenkos Machterhalt mitfinanzieren, gehen die Proteste gegen das Regime weiter.

Kreml informiert USA über vereiteltes Attentat auf Lukaschenko

Während ausländische Geldhäuser Lukaschenkos Machterhalt mitfinanzieren, gehen die Proteste gegen das Regime weiter.
Foto: AFP
International 19.04.2021

Kreml informiert USA über vereiteltes Attentat auf Lukaschenko

Der russische Präsident informierte seinen US-Kollegen bei einem Telefonat über ein vereiteltes Attentat auf den Machthaber von Belarus.

(dpa) - Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben aus Moskau seinen US-Kollegen Joe Biden bei einem Telefonat über ein vereiteltes Attentat auf den Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko, informiert. Das bestätigte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge. Einer der festgenommenen Verdächtigen soll auch die US-Staatsbürgerschaft haben. 


US President Joe Biden delivers remarks on Russia at the White House in Washington, DC on April 15, 2021. (Photo by JIM WATSON / AFP)
US-Präsident: Wollen Spannungen mit Russland nicht verschärfen
Trotz der neuen Sanktionen gegen Russland will US-Präsident Joe Biden die Spannungen mit Moskau nach seinen Worten nicht weiter verschärfen.

Nach Darstellung Lukaschenkos sollen etwa ausländische Geheimdienste hinter dem geplanten Umsturz stecken. Putin und Biden hatten vor gut einer Woche miteinander telefoniert.

Der belarussische Geheimdienst KGB wirft dem Mann und einem anderen Verdächtigen vor, einen bewaffneten Aufstand vorbereitet zu haben. Sie sollen demnach auch geplant haben, Lukaschenko und seine Familie zu töten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Machthaber Alexander Lukaschenko kämpft seit den höchst umstrittenen Präsidentschaftwahlen aus dem vergangenen Jahr mit allen Mitteln gegen die belarussische Opposition und scheut dabei keine Gewalt.
Machthaber Alexander Lukaschenko kämpft seit den höchst umstrittenen Präsidentschaftwahlen aus dem vergangenen Jahr mit allen Mitteln gegen die belarussische Opposition und scheut dabei keine Gewalt.
Foto: AFP

Die Opposition in Belarus nannte diese Darstellung „Anzeichen einer Provokation“ der Geheimdienste. Der Kreml in Moskau verurteilte Pläne, den Staatschef des Nachbarlandes töten zu wollen.


Belarus President Alexender Lukashenko looks at the media in the Grand Kremlin Palace at the start of the Euro Asian Economic Union summit, a Russia-dominated economic alliance, in Moscow on Monday, March 19, 2012. Medvedev said that its members plan to expand their cooperation by setting up the Eurasian Union by 2015. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)
Geschenk für Lukaschenko
Namhafte Geldhäuser - darunter auch eine in Luxemburg ansässige Tochtergesellschaft - haben in Belarus-Staatsanleihen investiert und so zum Machterhalt von Alexander Lukaschenko beigetragen.

Lukaschenko hatte immer wieder Angst in der Bevölkerung geschürt und der Opposition vorgeworfen, einen gewaltsamen Umsturz zu planen. Mit Blick auf die Massenproteste gegen ihn hatte er auch mal gesagt, es sei eine Revolution wie im Nachbarland Ukraine verhindert worden.

Nach der weithin als gefälscht geltenden Präsidentenwahl im August vergangenen Jahres hatten zeitweise Hunderttausende Menschen den Rücktritt Lukaschenkos und Neuwahlen gefordert. Die EU erkennt Lukaschenko nicht als Präsidenten an. Er stützt sich aber nach wie vor auf Russland als wichtigsten Verbündeten.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Geschenk für Lukaschenko
Namhafte Geldhäuser - darunter auch eine in Luxemburg ansässige Tochtergesellschaft - haben in Belarus-Staatsanleihen investiert und so zum Machterhalt von Alexander Lukaschenko beigetragen.
Belarus President Alexender Lukashenko looks at the media in the Grand Kremlin Palace at the start of the Euro Asian Economic Union summit, a Russia-dominated economic alliance, in Moscow on Monday, March 19, 2012. Medvedev said that its members plan to expand their cooperation by setting up the Eurasian Union by 2015. (AP Photo/Alexander Zemlianichenko)