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Kramp-Karrenbauer stellt Machtfrage - Parteitag stützt sie
International 22.11.2019

Kramp-Karrenbauer stellt Machtfrage - Parteitag stützt sie

Annegret Kramp-Karrenbauer ließ den Parteitag entscheiden - und erhielt die geforderte Unterstützung.

Kramp-Karrenbauer stellt Machtfrage - Parteitag stützt sie

Annegret Kramp-Karrenbauer ließ den Parteitag entscheiden - und erhielt die geforderte Unterstützung.
Foto: AFP
International 22.11.2019

Kramp-Karrenbauer stellt Machtfrage - Parteitag stützt sie

„Dann lasst es uns heute aussprechen. Dann lasst es uns heute auch beenden. Hier und jetzt und heute“, erklärte die Parteichefin zum Schluss ihrer Rede auf dem Leipziger Parteitag der CDU.

(dpa) - Die Vorsitzende der deutschen CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat angesichts andauernder Kritik die Machtfrage gestellt - und sie vorerst für sich entschieden.

Wenn die Partei nicht bereit sei, ihren Kurs mitzugehen, solle sie dies auf dem Parteitag entscheiden, sagte sie am Freitag in Leipzig vor etwa 1.000 CDU-Delegierten.

Dann lasst es uns heute aussprechen. Dann lasst es uns heute auch beenden. Hier und jetzt und heute.  

„Dann lasst es uns heute aussprechen. Dann lasst es uns heute auch beenden. Hier und jetzt und heute“, erklärte die Parteichefin zum Schluss ihrer Rede. Sie riss die Delegierten damit von ihren Plätzen: Diese applaudierten ihr stehend rund sieben Minuten. Kramp-Karrenbauer war wegen Wahlschlappen und schwachen Umfragewerten für sie persönlich und die Partei heftig in die Kritik geraten. Die CDU regiert in Deutschland mit ihrer bayerischen Schwesterpartei CSU und den Sozialdemokraten.


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Zuvor hatte Kramp-Karrenbauer ihre Kritiker in die Schranken gewiesen. Es dürfe nicht sein, dass die CDU sich selbst und die von ihr geführte Bundesregierung schlechtrede. „Das ist keine erfolgreiche Wahlkampfstrategie“, sagte Kramp-Karrenbauer unter großem Applaus. Sie reagierte damit vor allem auf Kritik ihres Rivalen Friedrich Merz, der das Erscheinungsbild der CDU-geführten Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel als „grottenschlecht“ bezeichnet hatte.

Kramp-Karrenbauer sagte dagegen über die bisherige Regierungszeit von Merkel: „Es waren 14 gute Jahre für Deutschland und darauf können wir alle miteinander stolz sein.“


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