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Korruptionsindex: Luxemburg schneidet gut ab
International 2 Min. 23.01.2020

Korruptionsindex: Luxemburg schneidet gut ab

Der Korruptionswahrnehmungsindex stuft 180 Länder und Gebiete nach ihrer wahrgenommenen Korruptionsrate im öffentlichen Sektor ein.

Korruptionsindex: Luxemburg schneidet gut ab

Der Korruptionswahrnehmungsindex stuft 180 Länder und Gebiete nach ihrer wahrgenommenen Korruptionsrate im öffentlichen Sektor ein.
Foto: Carsten Koall/dpa
International 2 Min. 23.01.2020

Korruptionsindex: Luxemburg schneidet gut ab

Bei Bestechung und Korruption denkt man oft zuerst an Lateinamerika oder Afrika. Aber auch in Europa gibt es Nachholbedarf. Luxemburg hingegen kann sich positiv behaupten.

(dpa/jt) - Schmiergelder, bezahlte Luxusurlaube, Finanzspritzen für den Wahlkampf und zwielichtige Absprachen: Im Kampf gegen Bestechung und Korruption kommen weltweit nur wenige Länder voran.

Transparency International veröffentlicht jedes Jahr einen globalen Korruptionsindex, ein Ranking von 180 Ländern weltweit. Gemessen wird die in Wirtschaft, Politik und Verwaltung wahrgenommene Korruption im öffentlichen Sektor.

Dänemark und Neuseeland belegen mit 87 Punkten den ersten Platz, andere skandinavische Länder, die Schweiz und Singapur folgen in der Rangliste. Luxemburg findet sich wie im Vorjahr auf Platz neun, gemeinsam mit Deutschland. Syrien, Südsudan und Somalia rangieren als fragile Staaten und Konfliktregionen wie im vergangenen Jahr auf den unteren Plätzen.

Nur in 22 Ländern verbessert sich die Situation

Zwei Drittel der Staaten erreichten in dem Index nicht einmal die Hälfte der möglichen 100 Punkte. In vielen Ländern am unteren Ende des Rankings kontrollierten einige wenige, vermögende Personen die Politik, die Bevölkerung sei eher der Meinung, dass Wahlen gekauft seien, erklärte Transparency.


ARCHIV - 10.01.2018, Brandenburg, Sieversdorf: ILLUSTRATION - Mehrere Eurobanknoten liegen in einem Briefumschlag auf einem Tisch. (zu dpa-Berichterstattung zum Korruptionswahrnehmungsindex CPI 2018 vom 28. und 29.01.2019) Foto: Patrick Pleul/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Korruption: Luxemburg unter zehn saubersten Ländern
Das Großherzogtum belegt im neuen Korruptionsranking von Transparency International den neunten Platz. Die USA sind deutlich abgerutscht.

In den meisten Ländern verbessert sich die Situation trotz aller internationalen Anstrengungen gefühlt kaum. So konnten in den vergangenen acht Jahren nur 22 Länder ihre Bewertung signifikant steigern, darunter Griechenland, Guyana und Estland. 21 Länder wurden deutlich schlechter eingestuft, darunter Kanada und Australien.

„Der Mangel an wirklichen Fortschritten gegen Korruption in den meisten Ländern ist enttäuschend und hat tief greifende negative Folgen für die Bürger auf der ganzen Welt“, sagte Transparency-Geschäftsführerin Patricia Moreira.

Auffällig ist, dass die Bürger der EU-Staaten Rumänien, Kroatien und der Slowakei laut Index stärker unter staatlicher Korruption leiden als Menschen etwa in Ruanda, Saudi-Arabien und dem Oman. Auch in allein vier der G7-Staaten verschlechterte sich die Situation: in Kanada, Frankreich, Großbritannien und den USA.

USA mit schlechtester Bewertung seit 2012

Die Vereinigten Staaten erreichten die schlechteste Bewertung seit 2012. Das Vertrauen der Amerikaner in die Regierung sei auf einem historischen Tief, erklärte Transparency. Skandale und Rücktritte deuteten darauf hin, dass sich die Kultur des „Pay to Play“ unter Präsident Donald Trump weiter verfestigt habe.

Die Organisation wertet für ihren Index Daten von zwölf unabhängigen Institutionen aus, Grundlage sind unter anderem Befragungen von Geschäftsleuten etwa durch das Weltwirtschaftsforum oder die Weltbank. Deren Eindruck kann auf persönlichen Erfahrungen beruhen oder von Medienberichten über das und der konjunkturellen Lage in dem Land beeinflusst sein.

Objektive Indikatoren zur Messung von Korruption gebe es nicht, erklärte Transparency. „Korruption geht normalerweise mit illegalen Vorgängen einher, die nur durch Skandale und polizeiliche oder strafrechtliche Ermittlungen ans Licht kommen“, hieß es. Die Dunkelziffer sei groß.

Link zum Transparency-Report

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