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Knapp 900 Migranten vor spanischer Küste gerettet - Schwangere tot
International 23.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Knapp 900 Migranten vor spanischer Küste gerettet - Schwangere tot

Flüchtlinge gehen am Hafen von Malaga von Bord des Rettungsschiffes "Mastelero" zu einem Zelt vom Spanischen Roten Kreuz.

Knapp 900 Migranten vor spanischer Küste gerettet - Schwangere tot

Flüchtlinge gehen am Hafen von Malaga von Bord des Rettungsschiffes "Mastelero" zu einem Zelt vom Spanischen Roten Kreuz.
Foto: Jesus Merida/SOPA Images via ZUM
International 23.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Knapp 900 Migranten vor spanischer Küste gerettet - Schwangere tot

894 Menschen sind am Donnerstag aus 18 Booten vor der Küste Südspaniens gerettet worden. Eine schwangere Frau starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Auch im Ärmelkanal wurde ein Schlauchboot mit Migranten aufgegriffen.

(dpa) - Der Zustrom von Migranten ebbt in Spanien auch kurz vor Winterbeginn nicht ab. Allein am Donnerstag seien im Mittelmeer vor der Südküste des Landes insgesamt 894 Menschen aus 18 Booten gerettet worden, darunter 44 Minderjährige und 112 Frauen, teilte der spanische Seerettungsdienst am Freitag auf Twitter mit. Eine schwangere Migrantin sei zwar lebend aus dem Wasser geborgen worden, nachdem ihr Boot in Seenot geraten war, die Frau sei aber auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, hieß es. 13 weitere der 56 Insassen dieses Bootes würden noch vermisst.


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Die Rettungsaktionen von Schiffen und Hubschraubern liefen im Alborán-Meer und in der Straße von Gibraltar im westlichen Mittelmeer bis spät in die Nacht. Die Geretteten seien in den andalusischen Städten Málaga, Motril und Almería und in der spanischen Nordafrika-Exklave Melilla an Land gebracht worden. Die meisten seien zur ersten Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden. Wie ein Sprecher des Seerettungsdienstes auf Anfrage mitteilte, handelte es sich bei den geretteten Migranten erneut vorwiegend um Afrikaner aus Ländern südlich der Sahara.


Das deutsche Seenotrettungsschiff  "Lifeline" liegt im Hafen von Malta, wo es seit Ende Juni festgehalten wird. Die Rettungswesten erinnern an die vorerst letzte Mission der "Lifeline", die Europaweit für Schlagzeilen sorgte.
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In Europa hat Spanien dieses Jahr Italien als Hauptziel illegaler Migranten abgelöst. Bis zum 21. November kamen nach einer jüngsten Bilanz der Internationalen Organisation für Migration (IOM) knapp 51 000 Männer, Frauen und Kinder über die westliche Mittelmeer-Route in Europa an. Das sind mehr als dreimal so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Straße von Gibraltar zwischen Marokko und Spanien ist an ihrer engsten Stelle lediglich 14 Kilometer breit.

Flüchtlinge aus Schlauchboot im Ärmelkanal gerettet  

Eine Gruppe von Flüchtlingen ist am Freitag vor der englischen Küste aus einem Schlauchboot im Ärmelkanal gerettet worden. Das teilte das britische Innenministerium mit. Die acht Männer, die eigenen Angaben zufolge aus dem Iran stammen, seien wohlauf und zur Befragung durch die Grenzbehörde nach Dover gebracht worden. Von wo sie mit ihrem Boot gestartet waren, blieb zunächst unklar. Insgesamt wurden den Behörden zufolge in dieser Woche 42 Migranten aufgegriffen, die den Ärmelkanal per Boot überquert hatten, um nach Großbritannien zu gelangen.  



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