Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Klimaprotest: Festnahmen in London und Amsterdam
International 25 2 Min. 07.10.2019

Klimaprotest: Festnahmen in London und Amsterdam

Eine Demonstrantin wird in Amsterdam von Polizisten aus einer Sitzblockade entfernt.

Klimaprotest: Festnahmen in London und Amsterdam

Eine Demonstrantin wird in Amsterdam von Polizisten aus einer Sitzblockade entfernt.
AFP
International 25 2 Min. 07.10.2019

Klimaprotest: Festnahmen in London und Amsterdam

Klima-Aktivisten in aller Welt gingen am Montagmorgen auf die Straßen. Nicht überall verliefen die Proteste friedlich.

(dpa) - Zum Auftakt der Klimaproteste der Bewegung Extinction Rebellion hat es in Amsterdam und London zahlreiche Festnahmen gegeben. In Berlin besetzten mehrere Hundert Aktivisten zwei zentrale Plätze in der Hauptstadt, die Auswirkungen auf den Verkehr hielten sich jedoch zunächst in Grenzen. Am Mittag sprach die als Flüchtlingsretterin bekannt gewordene Kapitänin Carola Rackete an der Berliner Siegessäule zu den Demonstranten.

Die Amsterdamer Polizei nahm etwa 50 Demonstranten bei einer Blockade-Aktion fest. Die Demonstranten hatten am frühen Montagmorgen eine wichtige Durchgangsstraße blockiert und Dutzende kleine Zelte aufgestellt.

Mit „zivilem Ungehorsam“ solle die Regierung gezwungen werden, mehr für den Klimaschutz zu tun, sagte ein Sprecher der Demonstranten im niederländischen Radio. Die Stadt hatte die Protestaktion aber an dieser Stelle verboten.


Everyday For Future
Für eine positive Klimapolitik der Anreize statt der Verbote!

In London legten Teilnehmer des Klimaprotests teilweise den Verkehr in der britischen Hauptstadt lahm. Mehrere Gruppen von Demonstranten blockierten am Morgen die Westminster Bridge und mehrere Straßen im Regierungsviertel.

Bereits wenige Stunden nach Beginn des Protests hatte es am Montag in London mehr als 20 Festnahmen gegeben.

In Berlin liefen am frühen Morgen Hunderte Anhänger vom Regierungsviertel zur Siegessäule im Tiergarten und besetzten dort kurz vor Beginn des Berufsverkehrs den Kreisverkehr an der Siegessäule.

Wenige Stunden nach dem Start waren laut Polizei rund 1000 Aktivisten auf der Straße. Die Veranstalter sprachen von 1200. Die Polizei hatte Autofahrer aufgerufen, den Bereich zu umfahren.

Berlins Innensenator Andreas Geisel hatte zudem ein Vorgehen „mit Augenmaß“ gegen die Umweltschützer angekündigt. Am Mittag blockierten laut Polizei 300 Demonstranten auch den Potsdamer Platz. Sie stellten Blumentöpfe, Sofas, Tische und Stühle auf die Kreuzung.


Klimaschutzdemonstration - United for Climate Justice - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Nachlese: Das war der Klimastreik in Luxemburg-Stadt
Am Freitag gingen erneut Klimaaktivisten in aller Welt auf die Straße. In Luxemburg nahm spontan die Musikerin Amanda Palmer teil.

Aktionen sollte es unter anderem auch in Paris, Madrid, New York, Buenos Aires sowie in den australischen Städten Sydney, Melbourne und Perth geben. Extinction Rebellion (auf Deutsch etwa: Rebellion gegen das Aussterben) kommt ursprünglich aus Großbritannien.

Dutzende Festnahmen auch bei Klima-Protesten in Australien und Neuseeland

Auch in Australien und Neuseeland haben Hunderte Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion für mehr Klimaschutz demonstriert. Dutzende Menschen seien bei den Protestaktionen am Montag festgenommen worden, wie die Polizei mitteilte.

In der neuseeländischen Hauptstadt Wellington blockierten die Klima-Demonstranten zentrale Straßen sowie Ministerien und besetzten eine Bankfiliale, wie die Organisatoren mitteilten. Mehr als 30 Aktivisten seien laut Polizeiangaben vorübergehend festgenommen worden. Insgesamt hatten sich Hunderte an den Protestaktionen beteiligt.

Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern äußerte sich kritisch zu den Blockade-Aktionen: „Ich werde nie dagegen sein, dass jemand seine Meinung äußern und seine Stimme erheben kann. Aber Menschen daran zu hindern, ihrer täglichen Arbeit nachzugehen, bringt uns dem Klimaschutz, den sie fordern, nicht unbedingt näher“, zitierte das Webportal „Stuff“ die Regierungschefin.

Auch in mehreren australischen Städten blockierten Klima-Demonstranten Straßen. In Sydney nahm die Polizei 30 Menschen fest, die sich geweigert hatten, eine Straße nahe dem Hauptbahnhof zu räumen. Demonstrationen in Melbourne und Brisbane verliefen laut Medienberichten dagegen größtenteils ohne Zwischenfälle.

Ziel sei es, die Regierung dazu zu bringen, entschlossenere Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, sagte die Aktivistin Miriam Robinson der australischen Nachrichtenagentur AAP. Die Gruppe habe sich bei den Menschen für die Unannehmlichkeiten entschuldigt. „Aber das ist nichts im Vergleich zu den Unannehmlichkeiten, die uns erwarten, wenn uns Nahrung und Wasser ausgehen“, fügte sie hinzu.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Protest in Berlin - Aktivisten proben die Klimarebellion
Sie fordert eine sofortige Umkehr in der Klimapolitik: Um dies zu unterstreichen, will die Umweltgruppe Extinction Rebellion in dieser Woche zentrale Plätze in Metropolen weltweit besetzen. In Berlin versammelten sich die ersten Rebellen schon am Wochenende.
Teilnehmer am Protestcamp der Klimabewegung Extinction Rebellion am Reichstag stehen Schlange vor einem Crêpes-Stand.
Klima: Afrika hat andere Probleme
Die halbe Welt war auf den Beinen. Insgesamt sollen mehr als vier Millionen Erdenbürger in den sieben Kontinenten dieses Globus auf den Straßen gewesen sein. So auch in Afrika.
CORRECTION - People take part in a protest for climate action on September 20, 2019 in Durban, as part of a Global Climate action day. (Photo by RAJESH JANTILAL / AFP) / �The erroneous mentions appearing in the metadata of this photo by RAJESH JANTILAL has been modified in AFP systems in the following manner: [People take part in a protest for climate action on September 20, 2019 in Durban, as part of a Global Climate action day.] instead of [Demonstrators led by the Pakistan South Africa Association Durban and the South African Kashmir Action Group protest outside of the Consulate General of India in central Durban on September 20, 2019, to protest against India's government decision to impose direct rule on the Indian held portion of Kashmir.]. Please immediately remove the erroneous mentions from all your online services and delete them from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute them to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require.�
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.