Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Kirche ruft zu ehrgeiziger Klimapolitik auf
Der Aufruf basiert auf den Prinzipien der Dringlichkeit, Generationengerechtigkeit, Menschenwürde und den Menschenrechten.

Kirche ruft zu ehrgeiziger Klimapolitik auf

Foto: Comece
Der Aufruf basiert auf den Prinzipien der Dringlichkeit, Generationengerechtigkeit, Menschenwürde und den Menschenrechten.
International 3 Min. 26.10.2018

Kirche ruft zu ehrgeiziger Klimapolitik auf

Erzbischof Jean-Claude Hollerich ruft als Präsident der COMECE, die politischen Entscheidungsträger auf, eine ehrgeizige Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu verfolgen.

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht betonten die Vereinten Nationen die Notwendigkeit für politische Maßnahmen, die die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen. Vor diesem Hintergrund und zusammen mit allen anderen Vorsitzenden der kontinentalen Bischofskonferenzen ruft Erzbischof Jean-Claude Hollerich SJ, Präsident der COMECE, die politischen Entscheidungsträger auf, eine ehrgeizige Umsetzung des Pariser Klimaabkommens zu verfolgen. Gemeinsam erhoffen sie sich, dass die COP24 ein Meilenstein der globalen Anstrengungen für die Bewältigung des Klimawandels wird.

Mit Verweis auf die Enzyklika Laudato Si’ermutigen die Kirchenführer aus aller Welt die Politik, ehrgeizige und sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um die verheerenden Auswirkungen der Klimakrise zu bewältigen und zu überwinden. In ihrer gemeinsamen Erklärung fordern die Bischofskonferenzen aus allen Teilen der Welt die politischen Entscheidungsträger auf, der Versuchung zu widerstehen, nach kurzfristigen Lösungen zu suchen. Stattdessen sollten sie sich der Ursachen des Klimawandels und der Abmilderung der langfristigen Folgen widmen.

Der Aufruf basiert auf den Prinzipien der Dringlichkeit, Generationengerechtigkeit, Menschenwürde und den Menschenrechten. Das Schreiben fordert die Politik auf, an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten, die die folgenden Elemente beinhalten:

  • Reduzierung der globalen Erwärmung auf unter 1,5 ° C;
  • Übergang zu nachhaltigen Lebensstilen;
  • Achtung des Wissens indigener Gemeinschaften;
  • Umsetzung eines Paradigmenwechsels im Einklang mit dem globalen Klimaabkommen;
  • Neuausrichtung des Energiesektors, sodass dieser nicht mehr von fossilen Brennstoffen abhängig ist, sondern allein auf erneuerbare Energiequellen setzt;
  • Neuausrichtung der Landwirtschaft, um sicherzustellen, dass diese gesunde und zugängliche Lebensmittel für alle bereitstellt und dabei im Einklang mit der Umwelt steht.