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Keine "Hintertür" nach Brexit: Britische Minister schlagen Übergangsphase vor
International 13.08.2017

Keine "Hintertür" nach Brexit: Britische Minister schlagen Übergangsphase vor

Der Bruch mit der EU soll endgültig, aber nicht zu abrupt sein.

Keine "Hintertür" nach Brexit: Britische Minister schlagen Übergangsphase vor

Der Bruch mit der EU soll endgültig, aber nicht zu abrupt sein.
AFP
International 13.08.2017

Keine "Hintertür" nach Brexit: Britische Minister schlagen Übergangsphase vor

In den Austrittsverhandlungen mit der EU muss Großbritannien langsam Farbe bekennen. Vor allem soll der Bruch abgefedert und so negative Folgen für die britischen Unternehmen verhindert werden.

(dpa) - In die Brexit-Verhandlungen könnte Bewegung kommen: Zwei zuvor zerstrittene britische Minister haben überraschend eine Übergangsphase nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union vorgeschlagen. Eine solche zeitlich begrenzte Interimsphase könnte der Wirtschaft mehr Sicherheiten geben, schrieben Schatzkanzler Philip Hammond und der Minister für den internationalen Handel, Liam Fox, in einem Beitrag für den „Sunday Telegraph“. Das Brexit-Ministerium kündigte für die nächsten Tage „detaillierte Positionspapiere“ für die Verhandlungen mit Brüssel an.

Fox und Hammond machten keine Angaben zur Länge der Übergangsphase Ihr Land werde im März 2019 die EU aber „ohne Hintertür“ verlassen, betonten sie. Das bedeute auch den Austritt aus dem europäischen Binnenmarkt und der Zollunion. Die beiden Konservativen hatten in den vergangenen Wochen ihren Streit über Brexit-Fragen öffentlich ausgetragen. Hammond steht dem Austritt seines Landes aus der EU kritisch gegenüber, Fox ist hingegen für einen klaren Bruch.

EU setzt Frist Ende August

In den angekündigten Positionspapieren geht es nach Angaben des Brexit-Ministeriums sowohl um die Trennung von der EU als auch um die künftige Partnerschaft zur Staatengemeinschaft. Die Papiere zeigten, dass Großbritannien die Verhandlungen mit Brüssel ausweiten wolle. Ein wichtiges Thema soll darin die künftige EU-Außengrenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland sein. Sie könnte, so wird auf der Grünen Insel befürchtet, zu wirtschaftlichen Einbußen führen und alte Wunden in der Ex-Bürgerkriegsregion aufreißen.

Bislang verliefen die Verhandlungen zur Scheidung Großbritanniens von der EU ohne greifbares Ergebnis. Brüssel verlangt von London bis Ende August Klarstellungen zu allen wichtigen Brexit-Fragen.


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