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Junckers kleiner Seitenhieb für Greta Thunberg
International 21.02.2019

Junckers kleiner Seitenhieb für Greta Thunberg

Greta Thunberg (2.v.r.) mit Unterstützern in Brüssel.

Junckers kleiner Seitenhieb für Greta Thunberg

Greta Thunberg (2.v.r.) mit Unterstützern in Brüssel.
Foto: AFP/Aris Oikonomou
International 21.02.2019

Junckers kleiner Seitenhieb für Greta Thunberg

Für die globalen Schülerproteste gegen den Klimawandel hat EU-Kommissionschef Juncker einiges übrig. Die Aktivistin Greta Thunberg ist trotzdem unzufrieden.

(dpa) - Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg sieht im Streit über das Schuleschwänzen für Klimademonstrationen einen Ablenkungsversuch vom eigentlichen Thema. „Viele Politiker, die über die Schulstreiks zum Klima reden, reden über fast alles außer der Klimakrise“, sagte die 16-Jährige am Donnerstag in Brüssel. „Viele versuchen, aus den Schulstreiks eine Frage zu machen, ob wir Schulschwänzen fördern oder ob wir zur Schule zurückgehen sollten oder nicht.“ Dies sei ein verzweifelter Versuch, den Fokus von der Klimakrise abzuwenden.

Küss die Hand: EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker begrüßt Greta Thunberg.
Küss die Hand: EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker begrüßt Greta Thunberg.
Foto: AFP/Aris Oikonomou

Thunberg demonstriert seit August jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm dafür, dass Schweden stärker gegen seinen CO2-Ausstoß vorgeht und das Klimaabkommen von Paris einhält. Ihrem Beispiel folgen inzwischen regelmäßig Tausende in etlichen anderen Ländern. Doch erhitzt nun die Frage die Gemüter, ob dies die Schulpflicht infrage stelle. Eltern fürchten Sanktionen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker lobte die Schülerbewegung. „Ich begrüße sehr, was junge Menschen zurzeit in Europa bewirken“, sagte er bei einer Konferenz, bei der auch Thunberg sprach. „Ich habe die letzten Jahre oft bedauert, dass junge Menschen sich eigentlich nicht ins Zeug werfen, wenn es darum geht, wichtige Dinge von der Stelle zu bewegen.“

Greta Thunberg führt eine Schülerdemo durch Brüssel an.
Greta Thunberg führt eine Schülerdemo durch Brüssel an.
Foto: AFP/Emmanuel Dunand

Er erkenne sich in der Protestbewegung wieder. „Ich habe das auch gemacht, als ich jung war“, sagte Juncker. Er selbst habe jedoch immer samstagnachmittags demonstriert und nicht während der Schulzeit. „Das ist der Unterschied zu heute.“

Thunberg will ihren Protest nach eigenen Worten fortsetzen. Am Donnerstag schloss sie sich in Brüssel rund 7500 Schülern bei einer Klimademonstration an. Es war bereits der siebte Marsch für das Klima in der belgischen Hauptstadt.



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