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Junckers Kabinettschef lobt neue Vorschläge Athens
International 22.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Schuldendrama in Griechenland

Junckers Kabinettschef lobt neue Vorschläge Athens

Über der griechischen Flagge ziehen sehr düstere Wolken auf - in manchem Sinne des Wortes.
Schuldendrama in Griechenland

Junckers Kabinettschef lobt neue Vorschläge Athens

Über der griechischen Flagge ziehen sehr düstere Wolken auf - in manchem Sinne des Wortes.
Foto: REUTERS
International 22.06.2015 Aus unserem online-Archiv
Schuldendrama in Griechenland

Junckers Kabinettschef lobt neue Vorschläge Athens

Die rechte Hand von Kommissionspräsident Juncker begrüßt vor dem Eurozonen-Gipfel neue Vorschläge aus Athen zur Beilegung der Schuldenkrise. Weiteren Krisen soll ein Zwei-Stufen-Plan vorbeugen.

(dpa) - Vor dem Sondergipfel der Eurozone hat die EU-Kommission die neuen Vorschläge Griechenlands zur Beilegung des Schuldenstreits begrüßt. Sie seien eine gute Basis für Fortschritte bei dem Treffen am Montag in Brüssel, schrieb der Kabinettschef von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Martin Selmayr, in der Nacht bei Twitter. 

Neben Juncker hätten auch die Europäische Zentralbank (EZB) und die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, die Vorschläge erhalten. Selmayr fügte in dem Tweet an: „In German: „eine Zangengeburt““. Zum Inhalt der Vorschläge machte er keine Angaben. Der Erhalt der Liste war in Brüssel erst später bestätigt worden.

  • In Brüssel wollen am Montagmittag zunächst die Finanzminister der Eurozone zusammenkommen, um nach Auswegen aus der Krise zu suchen.
  • Am Abend folgen die Staats- und Regierungschefs der 19 Länder der Währungsgemeinschaft. Die Regierung in Athen dringt auf eine „ehrenvolle“ Einigung.
  • In der griechischen Hauptstadt demonstrierten am Sonntagabend Tausende gegen die Sparpolitik und für eine harte Haltung gegenüber den Gläubigern.

Doch die Zeit drängt. Das aktuelle europäische Hilfsprogramm für Griechenland läuft Ende des Monats aus. Wenn bis dahin keine Einigung über die Auszahlung von Hilfsgeldern in Höhe von 7,2 Milliarden Euro erzielt wird, droht dem Land die Staatspleite - zumal Athen bis zum 30. Juni 1,6 Milliarden Euro an den IWF zahlen muss.


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