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Juncker zur Flüchtlingskrise: "Europa ist in keinem guten Zustand"
Jean-Claude Juncker lässt die Flüchtlingskrise auch nicht kalt. Der Kommissionspräsident wird versuchen, die EU-Staaten zu einigen.

Juncker zur Flüchtlingskrise: "Europa ist in keinem guten Zustand"

Foto: AFP
Jean-Claude Juncker lässt die Flüchtlingskrise auch nicht kalt. Der Kommissionspräsident wird versuchen, die EU-Staaten zu einigen.
International 09.09.2015

Juncker zur Flüchtlingskrise: "Europa ist in keinem guten Zustand"

Jean-Claude Juncker hat die Staaten zum Handeln in der Flüchtlingskrise aufgefordert: „Es ist jetzt nicht an der Zeit, erschrocken dazustehen“.

(dpa) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Mitgliedstaaten der Europäischen Union eindringlich aufgefordert, einen Mechanismus zur fairen Verteilung schutzbedürftiger Flüchtlinge zu akzeptieren. 

„Ich rufe die Mitgliedstaaten auf, die Vorschläge der Kommission zur Notumsiedlung von insgesamt 160 000 Flüchtlingen beim Innenministertreffen am 14. September anzunehmen“, sagte EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker am Mittwoch in Straßburg in seiner Rede zur Lage der Europäischen Union. Griechenland, Ungarn und Italien könnten mit der Last nicht alleine gelassen werden. Bislang gebe es zu wenig Solidarität.

Juncker forderte die Staaten zum Handeln in der Flüchtlingskrise auf. „Es ist jetzt nicht an der Zeit, erschrocken dazustehen“, sagte Juncker am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg. „Es ist an der Zeit, entschlossen und wagemutig zu handeln.“ Die EU-Staaten hätten die Mittel und Möglichkeiten, den Migranten zu helfen. Dies sei „eine Frage der Menschlichkeit und der menschlichen Würde.“ Juncker verwies darauf, dass Flüchtlinge lediglich 0,11 Prozent der europäischen Bevölkerung ausmachten.

Angesichts der Streitigkeiten in der EU resümierte Juncker, dass Europa sich in keinem guten Zustand befinde. Er sagte: „Es fehlt an Europa in dieser Europäischen Union und es fehlt an Union in dieser Europäischen Union.“

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