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Juncker zu US-Zöllen: „Werden unsere Industrie verteidigen“
International 13.03.2018

Juncker zu US-Zöllen: „Werden unsere Industrie verteidigen“

Die EU will noch erreichen, dass sie von den Zöllen ausgenommen wird. Gelinge dies nicht, werde man sich mit einer Dreifach-Strategie wehren, sagte Juncker.

Juncker zu US-Zöllen: „Werden unsere Industrie verteidigen“

Die EU will noch erreichen, dass sie von den Zöllen ausgenommen wird. Gelinge dies nicht, werde man sich mit einer Dreifach-Strategie wehren, sagte Juncker.
Foto: AFP
International 13.03.2018

Juncker zu US-Zöllen: „Werden unsere Industrie verteidigen“

Michel THIEL
Michel THIEL
Der Kommissionspräsident hat vor dem EU-Parlament in Straßburg seine Verteidigungsstrategie gegen die von Donald Trump beschlossenen Schutzzölle vorgestellt. Geplant sind unter anderem Importabgaben auf Whiskey, Motorräder und Erdnussbutter.

(dpa) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat angesichts von US-Zöllen auf Aluminium und Stahl seine Drohung mit Gegenmaßnahmen bekräftigt. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wenn unsere Industrie von unfairen Handelsmaßnahmen getroffen wird, die europäische Jobs gefährden“, sagte Juncker am Dienstag vor den Abgeordneten des EU-Parlaments in Straßburg. „Wir werden unsere Arbeiter verteidigen, wir werden unsere Industrie verteidigen.“

US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche Zölle von 25 Prozent auf Stahl und 10 Prozent auf Aluminium zum Schutz der heimischen Industrie verhängt. Zudem drohte er der EU mit höheren Abgaben auf Autoimporte.

Die EU will noch erreichen, dass sie von den Zöllen ausgenommen wird. Gelinge dies nicht, werde man sich mit einer Dreifach-Strategie wehren, sagte Juncker. Erstens habe die EU nach den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) das Recht, Schritte zu unternehmen, um diese Zölle auszugleichen. Die EU-Kommission prüft etwa Importabgaben auf US-Waren wie Whiskey, Motorräder und Erdnussbutter.

Zweitens werde die EU Schutzmaßnahmen ergreifen, für den Fall, dass Europa wegen der US-Zölle selbst von Importen überschwemmt werde. Und drittens werde die Union gemeinsam mit anderen betroffenen Ländern die WTO um ein Schlichtungsverfahren ersuchen.


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