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Juncker wird wieder operiert - SREL-Prozess droht Verschiebung
International 2 Min. 31.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Juncker wird wieder operiert - SREL-Prozess droht Verschiebung

Der frühere Staatsminister Juncker soll als Zeuge im SREL-Verfahren aussagen.

Juncker wird wieder operiert - SREL-Prozess droht Verschiebung

Der frühere Staatsminister Juncker soll als Zeuge im SREL-Verfahren aussagen.
Foto: AFP/Kenzo Tribouillard
International 2 Min. 31.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Juncker wird wieder operiert - SREL-Prozess droht Verschiebung

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker unterzieht sich wegen eines Aneurysmas am 11. November einer Operation. Dies könnte den Zeitplan für den SREL-Prozess durcheinanderbringen.

(dpa/AFP/jt) - EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker wird wegen eines Aneurysmas am 11. November operiert. Das teilte seine Sprecherin am Donnerstag in Brüssel mit.

Wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag meldet, könnte der SREL-Prozess wegen Junckers Operation erneut verschoben werden. Der Prozess gegen drei frühere Mitarbeiter des luxemburgischen Geheimdienstes sollte am 19. November beginnen. Bis 6. Dezember waren zwölf Verhandlungstage vorgesehen. Angeklagt sind die ehemaligen Mitarbeiter des Service de renseignement de l'État (SREL), Marco Mille, André Kemmer und Frank Schneider. Juncker sollte als Zeuge vor Gericht aussagen. 

Die Staatsanwaltschaft Luxemburg sei dabei, die verschiedenen Parteien zu kontaktieren, um ihnen eine Verschiebung vorzuschlagen, so AFP. Man hoffe aber, dass der Prozessauftakt trotzdem noch dieses Jahr stattfinden könne. Ursprünglich hätte die Affäre um eine illegale Abhörmaßnahme bereits im November 2017 vor Gericht verhandelt werden sollen. Der EU-Kommissionschef, der zwischen 1995 und 2013 als Staatsminister die politische Verantwortung für den Geheimdienst trug, war damals allerdings verhindert.

Operation mit Risiko

Ein Aneurysma, wie sie bei Juncker festgestellt wurde, ist eine mit Blut gefüllte sackartige Ausstülpung einer Arterie, die plötzlich aufreißen kann. Die meisten Aussackungen bilden sich an der Hauptschlagader (Aorta), der Herzwand oder im Gehirn. Eine derartige Fehlbildung kann angeboren sein. Sie kann aber auch auf eine Entzündung von Arterien, eine schwere Infektionskrankheit oder eine Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) folgen.


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Platzt ein Aneurysma, droht der Mensch innerhalb von Minuten zu verbluten. Beim Platzen eines meist angeborenen Aneurysmas einer Hirnarterie kann es zum plötzlichen Hirntod kommen. Eine Operation ist oft mit hohem Risiko behaftet.

Juncker und seine 27 Kommissare sind ab diesem Freitag nur noch geschäftsführend im Amt. Grund sind Verzögerungen beim Nominierungsprozess der neuen EU-Kommission von Ursula von der Leyen.

Keine Pause 

Die Befugnisse beschränkten sich dabei weitgehend darauf, bestehende Initiativen und Projekte zu verwalten und fortzuführen, ohne politische Entscheidungen der künftigen Kommission vorwegzunehmen, erklärte die Sprecherin weiter. Die Behörde werde zudem weiter ihre Aufgabe als Hüterin über die Einhaltung von EU-Recht in den einzelnen Staaten wahrnehmen. Wann Juncker zurückkomme, hänge davon ab, wie schnell er sich erhole.


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Bis zur Operation werde Juncker noch arbeiten, hieß es. In der kommenden Woche soll er unter anderem das wöchentliche Treffen der Kommissare am Mittwoch leiten.

Der 64-jährige Juncker hatte im August seinen Urlaub für eine dringende Operation an der Gallenblase abgebrochen. Anschließend erholte er sich einige Tage zu Hause in Luxemburg, bevor er seine Arbeit in Brüssel wieder aufnahm.


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