Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Juncker kämpft mit den Tränen
International 18.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Juncker kämpft mit den Tränen

International 18.10.2019 Aus unserem online-Archiv

Juncker kämpft mit den Tränen

Der EU-Kommissionspräsident war bei seinem letzten Auftritt vor der europäischen Gipfelpresse sichtlich bewegt.

(TJ) - "Ich werde bis ans Ende meines Lebens stolz sein, Europa gedient zu haben", mit diesen Worten, die er nur mehr schluchzend hervorbrachte, beendete der scheidende EU-Kommissionspräsident Jean-Claude einen Auftritt vor europäischen Journalisten nach dem Abschluss des Gipfels in Brüssel.

Zuvor hatte er Donald Tusk für das freundschaftliche Verhältnis an der EU-Spitze gedankt. Nicht zuletzt dankte er auch den treuen Journalisten, die ihn "teilweise seit Ewigkeiten" begleiten. 

Es war wohl sein letzter EU-Gipfel, der 147. insgesamt in seiner jahrzehntelangen Karriere als luxemburgischer Premierminister und seit 2014 im jetzigen Amt. Fast 150 Gipfel, wer sonst könne das wohl von sich sagen?  



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Luxemburg profitiere wirtschaftlich sehr viel vom EU-Binnenmarkt, so der Premier. Deswegen sei es am wichtigsten gewesen, Italien und Spanien unter die Arme zu greifen, um den Zusammenhalt der EU nicht zu gefährden.
Xavier Bettel nimmt zurzeit am EU-Sondergipfel in Brüssel teil.
Juncker will nicht noch einmal ran
Ihre Anhänger feiern die Europäische Union als Friedensprojekt. Sogar den Nobelpreis hat sie bekommen. Und dennoch sind ihre Gegner laut wie nie. EU-Kommissionschef Juncker hält dagegen - aber auch seine Geduld ist begrenzt.
Juncker strebt keine zweite Amtszeit an der Spitze der Kommission an.
EU-Gipfel in Brüssel
Gipfelchef Donald Tusk will die Treffen der EU-Chefs künftig früher beginnen lassen, um nächtliche Dramen zu verhindern. Heute soll es aber noch einmal bis spät dauern...
Gipfelchef Donald Tusk will keine Nachtdramen mehr
In seiner Regierungserklärung in der Chamber schlug Premier Xavier Bettel versöhnlichere Töne an. Bei einem Brexit würde Luxemburg in der EU einen wichtigen Verbündeten in wirtschaftspolitischen Fragen verlieren.
Xavier Bettel bedauert einen möglichen EU-Austritt Großbritanniens und drängt dennoch auf eine schnelle Lösung der Krise.
Der EU-Sondergipfel in Brüssel hat den polnischen Regierungschef Donald Tusk (57) zum neuen EU-Ratspräsidenten bestimmt. Die italienische Außenministerin Federica Mogherini (41) solle neue EU-Außenbeauftragte werden, teilte EU-Gipfelchef Herman Van Rompuy am Samstag in Brüssel mit.
Helle Thorning Schmidt, Donald Tusk, Martin Schulz und Francois Hollande beim EU-Sondergipfel in Brüssel.