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Juncker empfängt von der Leyen mit offenen Armen
International 04.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Juncker empfängt von der Leyen mit offenen Armen

Bitte, wie? Ursula von der Leyen und Jean-Claude Juncker beantworteten am Donnerstag keine Journalistenfragen.

Juncker empfängt von der Leyen mit offenen Armen

Bitte, wie? Ursula von der Leyen und Jean-Claude Juncker beantworteten am Donnerstag keine Journalistenfragen.
Foto: AFP/François Walschaerts
International 04.07.2019 Aus unserem online-Archiv

Juncker empfängt von der Leyen mit offenen Armen

"Hand in Hand zusammenarbeiten": Der Noch-Kommissionspräsident rollt seiner möglichen Nachfolgerin Ursula von der Leyen den roten Teppich aus.

(dpa) - EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat am Donnerstag seine mögliche Nachfolgerin Ursula von der Leyen in Brüssel empfangen. Juncker umarmte und herzte die CDU-Politikerin bei einem Fototermin, doch beantworteten die beiden keine Fragen.

Von der Leyen war auf dem Gipfel am Dienstag überraschend als Junckers Nachfolgerin nominiert worden. Schon am Mittwoch reiste die deutsche Verteidigungsministerin nach Straßburg, um bei Europaabgeordneten um Unterstützung zu werben.


Outgoing European Commission president Jean-Claude Juncker gestures as he addresses the media after the EU leaders struck a deal on the bloc's top jobs during the third day of a EU summit, in Brussels on July 2, 2019. - EU leaders on July 2 neared a hard-fought summit compromise to put women in two of the bloc's most important jobs for the first time. After three days of bitter wrangling, German Defence Minister Ursula von der Leyen emerged as a serious candidate to replace Jean-Claude Juncker at the head of the European Commission. (Photo by Bertrand GUAY / AFP)
Juncker: "Spitzenkandidaten-System ist tot"
Der scheidende Kommissionspräsident begrüßt das Personalpaket, das die EU-Staats- und Regierungschefs am Dienstag präsentierten. Die aktuelle Nominierungsprozedur sei damit jedoch passé.

Ihre Wahl könnte Mitte Juli über die Bühne gehen. Allerdings ist eine Mehrheit im Europaparlament für die CDU-Politikerin noch nicht sicher. Etliche Abgeordnete kritisieren, dass nicht einer der Spitzenkandidaten der Europawahl Kommissionschef wird, sondern völlig unerwartet eine Kandidatin von außen.

EU-Ratschef Donald Tusk hat die Nominierung von Ursula von der Leyen indes verteidigt und Kritik an der Auswahl hinter verschlossenen Türen zurückgewiesen. Der Rat der Staats- und Regierungschefs sei genauso demokratisch legitimiert wie das Europaparlament, sagte Tusk am Donnerstag vor den Abgeordneten in Straßburg.

„Letztlich müssen wir uns gegenseitig respektieren und miteinander arbeiten, denn nur dann können wir Vertrauen aufbauen und Europa zum besseren verändern“, sagte Tusk. Vor der Entscheidung über die EU-Spitzenjobs habe er sich viele Male mit Vertretern des Parlaments getroffen, „um sicherzustellen, dass die Entscheidungen wirklich gemeinsam sind“.

Tusk umwarb besonders die Grünen im Parlament. Er werde sich dafür einsetzen, dass die Grünen bei den Nominierungen berücksichtigt würden, und hoffe, dass auch von der Leyen diese Botschaft aufnehme.



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