Wählen Sie Ihre Nachrichten​

„Journalisten sind nicht der Feind“
International 16.08.2018 Aus unserem online-Archiv

„Journalisten sind nicht der Feind“

Rund 350 Medien nehmen an der Aktion teil.

„Journalisten sind nicht der Feind“

Rund 350 Medien nehmen an der Aktion teil.
AFP
International 16.08.2018 Aus unserem online-Archiv

„Journalisten sind nicht der Feind“

Zeitungen aus den ganzen USA wehren sich in Leitartikeln gegen die Attacken von Präsident Donald Trump.

(dpa) - In ihren am Donnerstag und teils bereits am Mittwoch veröffentlichten Beiträgen beziehen sie Position gegen die Anschuldigung Trumps, „Fake News“ zu verbreiten. Aufgerufen hatte die Zeitung „Boston Globe“ zu der Aktion.


Die türkische Lira hat sich nach den heftigen Kursverlusten wieder etwas erholt. Experten warnen jedoch, dass es noch zu früh sei, um Entwarnung zu geben.
Lira-Krise und Streit mit den USA verschärfen sich weiter
Der türkische Präsident nennt die USA „Kraftmeier“ und will US-Elektronik boykottieren, aber sein Außenminister schlägt versöhnlichere Töne an. Wohin steuert die Krise?

Nach Angaben des „Globe“ beteiligten sich bislang etwa 350 Medien an der Aktion. Freie Medien durch staatlich kontrollierte zu ersetzen, sei stets eine der ersten Ziele eines korrupten Regimes bei der Machtübernahme in einem Land, schrieb der „Globe“. Trump verbreite unter anderem die Lüge, dass Medien, die seine Regierungspolitik nicht unterstützen, „Feinde des Volkes seien“. Dieser unerbittliche Angriff auf die freie Presse habe gefährliche Folgen, schrieb das Blatt.

„Wir sind nicht der Feind des Volkes. Wir sind das Volk. Wir sind nicht Fake News. Wir sind Ihre Nachrichten und wir arbeiten Tag und Nacht hart, damit wir die Fakten richtig berichten“, schrieb etwa die „Syracuse New Times“ aus dem Bundesstaat New York.


US President Donald Trump signs the �John S. McCain National Defense Authorization Act for Fiscal Year 2019� at Fort Drum, New York, on August 13, 2018. (Photo by Brendan Smialowski / AFP)
716 Milliarden Dollar fürs Militär
US-Präsident Donald Trump hat den neuen Verteidigungshaushalt seines Landes im Umfang von 716 Milliarden Dollar (rund 635 Milliarden Euro) bewilligt.

Die renommierte „New York Times“ forderte in ihrem Kommentar die Leser auf, Lokalzeitungen zu abonnieren. Einige Medienhäuser zeigten sich jedoch auch kritisch. Das konservative „Wall Street Journal“ etwa warnte in einem Kommentar in den Tagen vor Veröffentlichung der Leitartikel, dass eben eine solche abgestimmte Aktion nicht den Eindruck von Unabhängigkeit der Redaktionen erwecke.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

„New York Times“-Herausgeber warnt Trump
US-Präsident Trump nennt kritische Reporter „Volksfeinde“, das kennt man sonst aus autoritären Regimen. Der Herausgeber der „New York Times“, Sulzberger, warnt vor den Gefahren einer solchen Rhetorik.
US President Donald Trump prepares to board Air Force One at Morristown Municipal Airport on July 29, 2018 in Morristown, New Jersey after spending the weekend at Trump National Golf Club in Bedminster, New Jersey.   / AFP PHOTO / JIM WATSON
Staatliche Medienförderung: Zum Sterben zu viel ...
Am Dienstagnachmittag debattiert das Parlament über die Zukunft der Medienförderung. Lesen Sie hier einige Überlegungen, wie und wie weit die öffentliche Hand sich in die Gestaltung der Medienlandschaft einmischen sollte.
Was soll Vorrang haben: Die Anzahl verschiedener Medien oder ihre Fähigkeit, auch tiefgründig zu arbeiten?