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Jeder fünfte Brite hortet aus Angst vor einem No-Deal-Brexit
International 12.08.2019

Jeder fünfte Brite hortet aus Angst vor einem No-Deal-Brexit

Jeder fünfte Brite hortet aus Angst vor einem No-Deal-Brexit

Dinendra Haria/SOPA Images via Z
International 12.08.2019

Jeder fünfte Brite hortet aus Angst vor einem No-Deal-Brexit

Aus Sorge vor einem ungeregelten Brexit haben die Briten einer Studie zufolge bereits Waren im Wert von vier Milliarden britischen Pfund (etwa 4,3 Milliarden Euro) gehortet.

(dpa) - Aus Sorge vor einem ungeregelten Brexit haben die Briten einer Studie zufolge bereits Waren im Wert von vier Milliarden Britischen Pfund (etwa 4,3 Milliarden Euro) gehortet. Fast jeder Fünfte habe damit begonnen, seinen Vorrat an Nahrungsmitteln, Getränken oder Arzneimitteln aufzustocken, teilte der Finanzdienstleister Premium Credit am Montag in London mit. Für die Studie wurden 1052 Verbraucher befragt, die einen Job haben.


ARCHIV - 23.06.2015, Berlin: Blick durch eine vom Regen benetzte Autoscheibe auf eine britische Fahne vor dem Schloss Bellevue. (zu dpa-Berichterstattung zum Brexit am 17.01.2019)) Foto: Wolfgang Kumm/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Zukunft ungewiss: Hängepartie Brexit
Am 23. Juni 2016 wählten 52 Prozent der Briten den Abschied aus der EU. Doch 2019 herrscht immer noch Uneinigkeit über das "Wie".

Wer hortet, versorgt sich demnach vor allem mit Lebensmitteln (74 Prozent), gefolgt von Arzneiprodukten (50) und Getränken (46). Im Falle eines EU-Austritts ohne Abkommen rechnen viele Experten mit vorübergehenden Lieferengpässen, ausgelöst vor allem durch lange Wartezeiten für Lastwagen an den Grenzen bei Zollkontrollen.


A Union flag flies from a pole near the Elizabeth Tower, commonly known as Big Ben, at the Houses of Parliamnet in central London on January 28, 2019. - Despite the humiliating rejection of Prime Minister Theresa May's Brexit deal, Britain is no closer to knowing the end result of its vote to leave the European Union. A raft of amendments to be voted on by MPs on Tuesday threaten to further muddy the waters as the clock ticks down to Britain's scheduled departure from the EU on March 29. (Photo by Tolga AKMEN / AFP)
Britische Wirtschaft schrumpft erstmals seit dem Jahr 2012
Die hohe Unsicherheit dürfte laut Ökonomen vor allem die Investitionen belasten.

Premierminister Boris Johnson will Großbritannien am 31. Oktober aus der Europäischen Union führen - „komme, was wolle“. Er droht mit einem Austritt ohne Abkommen, sollte sich Brüssel nicht auf seine Forderung nach Änderungen an dem mit seiner Vorgängerin Theresa May ausgehandelten Austrittsabkommen einlassen. Die lehnt die EU aber strikt ab. Damit wächst die Gefahr eines No-Deal-Brexits, der die Wirtschaft und viele andere Lebensbereiche schädigen würde.

Auch viele Unternehmen fürchten Lieferengpässe. So hatte in der vergangenen Woche die britische Pizzakette Domino's angekündigt, ihre Vorräte aufzustocken. Rund ein Drittel der Zutaten bezieht das Unternehmen aus dem Ausland, darunter Tomatensoße und Ananas.


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Schlagabtausch im britischen Parlament zwischen Premierministerin May und Oppositionschef Jeremy Corbyn. Der Labour-Politiker wirft May vor, auf Zeit zu spielen, um das Parlament zu erpressen.
A video grab from footage broadcast by the UK Parliament's Parliamentary Recording Unit (PRU) shows Britain's Prime Minister Theresa May reacting to a comment shouted out by The Scottish National Party (SNP) leader in Westminster, Ian Blackford as he responded to an answer given by Britain's Prime Minister Theresa May after her statement on Brexit in the House of Commons in London on February 12, 2019. - May updated parliament on her latest meetings in Brussels and Dublin aimed at securing a divorce agreement with the EU, with Britain due to leave the bloc on March 29. (Photo by HO / PRU / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT " AFP PHOTO / PRU " - NO USE FOR ENTERTAINMENT, SATIRICAL, MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS