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Japanischer Milliardär soll mit Raumschiff um den Mond fliegen
SapceX-Chef Elon Musk (links) mit dem Auserwählten, dem Milliardär Yusaku Maezawa.

Japanischer Milliardär soll mit Raumschiff um den Mond fliegen

Foto: AFP
SapceX-Chef Elon Musk (links) mit dem Auserwählten, dem Milliardär Yusaku Maezawa.
International 2 Min. 18.09.2018

Japanischer Milliardär soll mit Raumschiff um den Mond fliegen

Mehr als 40 Jahre ist der letzte bemannte Raumflug zum Mond her. Mit viel Spektakel hat SpaceX-Chef Elon Musk jetzt den möglicherweise nächsten Mond-Reisenden präsentiert: Den japanischen Milliardär Maezawa. Bis zu seinem Start könnte es aber noch eine Weile dauern.

(dpa) - Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa (42) soll als erster Weltraumtourist den Mond umrunden. „Endlich kann ich euch sagen, dass ich ausgewählt wurde, zum Mond zu fliegen“, sagte Maezawa bei der Ankündigung seiner Reise am Montagabend (Ortszeit) im Hauptquartier des Raumfahrtunternehmens SpaceX in der Nähe von Los Angeles. „Das ist mein Lebenstraum. Seit ich ein Kind bin, liebe ich den Mond.“

Der Flug mit dem Raumschiff „Big Falcon Rocket“ werde ungefähr eine Woche dauern und solle - „wenn alles gut geht“ - im Jahr 2023 stattfinden, sagte SpaceX-Chef Elon Musk bei der Veranstaltung. Das Raumschiff, das zunächst ausgiebig getestet werden soll, werde um den Mond fliegen und sich ihm dabei auf etwa 200 Kilometer nähern, so Musk. Die Entwicklung des rund 118 Meter hohen Raumschiffs werde etwa 5 Milliarden Dollar (4,3 Mrd Euro) kosten.

Wie der mit 47 Jahren nur wenig ältere Musk ist auch Maezawa nicht nur Träumer sondern Geschäftsmann. Begonnen hatte er 1998 mit dem Versand von CDs. Inzwischen macht der Japaner sein Geld vor allem mit dem Verkauf von Kleidung im Internet über die 2004 gegründete Webseite Zozotown.

Alleine fliegen will Maezawa aber nicht. Er werde sechs bis acht Künstler aus aller Welt mitnehmen, die nichts bezahlen müssten, sagte der Japaner. An welche Künstler er denke, verriet er zunächst nicht. Die Reise solle ihre Kunst inspirieren.


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Wenn Künstler wie Pablo Picasso, John Lennon, Michael Jackson und Coco Chanel zum Mond geflogen wären und ihn aus der Nähe gesehen hätten, dann würde die Welt heute vielleicht anders aussehen, schrieb Maezawa später bei Instagram. „Menschen sind kreativ und haben eine große Vorstellungskraft. Wir haben alle die Fähigkeit, Träume zu träumen, die nie geträumt wurden; Lieder zu singen, die nie zuvor gesungen wurden; Dinge zu malen, die nie zuvor gesehen wurden“, so der zukünftige Weltraumtourist.

„Er ist der mutigste Mensch, derjenige, der es am meisten will und der größte Abenteurer“, sagte Musk über Maezawa. Der Japaner bezahle „sehr viel Geld“ für die Reise, einen genauen Betrag wollten aber weder Musk noch Maezawa verraten.

SpaceX hatte bereits 2017 angekündigt, Menschen auf Reisen um den Mond schicken zu wollen. Damals war von zwei Kandidaten die Rede, die bereits eine „bedeutende Anzahlung“ geleistet hätten.

Der bislang letzte bemannte Raumflug zum Mond oder in seine Nähe war 1972 die „Apollo 17“-Mission der US-Raumfahrtbehörde NASA. Mehrere Unternehmen haben bereits Touristen ins Weltall gebracht - eine Mondumrundung aber wurde mit Raumfahrt-Laien bisher nicht vorgenommen.

Die USA planen einen bemannten Flug auf den Mond für das Jahr 2021. Auch Russland möchte Astronauten zum Mond bringen, touristische Mondumrundungen könnten bei der Finanzierung seines kostspieligen Mondprogramms helfen. Esa-Chef Jan Wörner wirbt für die Idee eines „Moon Village“ - einer Basis auf dem Trabanten.

Der erste Tourist im Weltall war der US-Unternehmer Dennis Tito, der 2001 eine Woche auf der Internationalen Raumstation ISS verbracht hatte. Der Inhaber einer Investmentfirma hatte dafür 20 Millionen Dollar bezahlt. Insgesamt waren bislang sieben Touristen auf der ISS, darunter als einzige Frau Anousheh Ansari, eine US-Unternehmerin iranischer Abstammung.


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