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Jäger erschießt versehentlich eigene Tochter
International 25.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Jäger erschießt versehentlich eigene Tochter

Der Jagdunfall ereignete sich in der Nähe von Karlsruhe.

Jäger erschießt versehentlich eigene Tochter

Der Jagdunfall ereignete sich in der Nähe von Karlsruhe.
Symbolfoto: riso Gentsch/dpa
International 25.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Jäger erschießt versehentlich eigene Tochter

Alles deutet auf ein tragisches Unglück in der Wohnung eines Jägers hin: Der 56-Jährige will zur Jagd aufbrechen - ein unbeabsichtigter Schuss tötet seine Tochter. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln.

(dpa) - Ein Jäger hat bei Karlsruhe in der eigenen Wohnung seine 19 Jahre alte Tochter erschossen. Gegen den Mann wird nun wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Das Unglück habe sich am Donnerstagabend bei Jagdvorbereitungen in Ettlingen ereignet, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Karlsruhe am Freitag mit.

Der 56 Jahre alte Mann habe gerade die Wohnung verlassen wollen, als sich aus ungeklärter Ursache ein Schuss aus einem Gewehr löste und die junge Frau traf. Sie sei noch schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, dort aber wenig später gestorben.

Der 56-Jährige habe die Waffe legal besessen. Weitere Einzelheiten erwähnte eine Sprecherin der Karlsruher Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Privatsphäre zunächst nicht.

Warum der Jäger die Bockbüchsflinte in geladenem Zustand in der Wohnung hatte, werde untersucht. Nach dem Waffengesetz ist das verboten. Waffen und Munition müssen getrennt voneinander im Waffenschrank aufbewahrt werden.

Der Landesjagdverband Baden-Württemberg reagierte entsetzt auf das Unglück. Jeder Unfall mit einer Schusswaffe sei einer zu viel, sagte Pressesprecherin Verena Menauer. Offenbar seien Regeln der sicheren Waffenhandhabung missachtet worden. Grundsätzlich dürften Schusswaffen erst bei der Jagd oder auf dem Schießstand geladen werden.

Die Zahl der Jagdunfälle durch Schusswaffen schwanke von Jahr zu Jahr. Nach Zahlen des Deutschen Jagdverbands sind 2017 zwei Menschen getötet und zwei verletzt worden - bei fast 384.000 Jagdscheininhabern.

Im Jahr 2016 gab es im Hohenlohekreis einen ähnlichen Fall. Am Neujahrsabend erschoss ein 52 Jahre alter Jäger zu Hause versehentlich seine 16-Jährige Tochter beim Hantieren mit einer Schrotflinte. 2015 hatte in Brandenburg ein Jäger versehentlich auf zwei Menschen in einem Maisfeld geschossen. Ein 31 Jahre alter Mann starb, seine 23-Jährige Freundin wurde verletzt.

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