Wählen Sie Ihre Nachrichten​

IS zwingt Kinder zu Exekutionen in Afghanistan
International 14.03.2018 Aus unserem online-Archiv

IS zwingt Kinder zu Exekutionen in Afghanistan

Das Propagandavideo zeigt, wie Kinder an einer Erschießung von Gefangenen teilnehmen.

IS zwingt Kinder zu Exekutionen in Afghanistan

Das Propagandavideo zeigt, wie Kinder an einer Erschießung von Gefangenen teilnehmen.
Foto: Twitter/@moh86_Zeeshan
International 14.03.2018 Aus unserem online-Archiv

IS zwingt Kinder zu Exekutionen in Afghanistan

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Afghanistan hat für die Exekution von drei Männern offenbar Kinder benutzt.

(dpa) - Eine am Mittwoch über das Internet verbreitete Fotoserie mit dem Logo von IS-Khorasan - dem IS-Namen für ihre Afghanistan-Pakistan-Provinz - zeigt Szenen mit drei Gefangenen in orangefarbenen Overalls und zwei Kindersoldaten. Die Jungen könnten zwischen acht und zehn Jahre alt sein und tragen Pistolenholster um den Oberkörper geschnallt.

In einem Bild führen die Kinder je einen Gefangenen am Nacken, den sie auf ihre Höhe niederdrücken. In einem weiteren Bild stehen sie mit gezogenen Waffen hinter zwei der drei Gefangenen. Im letzten liegen die drei Gefangenen mit blutüberströmten Köpfen am Boden, die Kinder jubeln offenbar, ihre Waffen in die Luft gestreckt.

Bildunterschriften besagen, dass es sich um die „Liquidierung von Elementen der afghanischen Armee und eines Spions, der für sie (die Armee) arbeitet, in Nangarhar“ handele. In der ostafghanischen Provinz Nangarhar hat der IS in Afghanistan seine einzige größere territoriale Basis. Die Szenerie mit Bäumen und Felsen im Hintergrund könnte mit ostafghanischen Winterlandschaften übereinstimmen.

Der IS hat schon im Irak und in Syrien Tausende Kinder rekrutiert und unter anderem als Kämpfer oder Selbstmordattentäter eingesetzt. Die UN warnen in ihrem neuen Jahresbericht zu den zivilen Opfern in Afghanistan, sie hätten im Jahr 2017 Berichte über 643 Kindersoldaten erhalten. Verifizierbar sei gewesen, dass 19 Jungen vom IS rekrutiert worden seien. In Wirklichkeit seien die Zahlen vermutlich höher.

Der IS war in Afghanistan erst Anfang 2015 aufgetaucht. Die USA und die afghanischen Sicherheitskräfte greifen seine Stellungen in Nangarhar seitdem mitunter mehrmals wöchentlich an. Trotzdem verübt der IS weiter schwere Anschläge, intensiviert die Rekrutierung und versucht, auch in Nordafghanistan Fuß zu fassen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Fassbomben, Luftangriffe und Artilleriebeschuss: Die Kämpfe in Syrien gehen weiter - trotz der UN-Forderung nach einer Feuerpause. Doch das Ausmaß der Kämpfe nimmt etwas ab. Hunderttausende warten weiter auf Hilfslieferungen.
TOPSHOT - A picture taken on February 25, 2018, shows a Syrian man walking next to damaged buildings following regime air strikes in the Syrian rebel-held town of Douma, in the besieged Eastern Ghouta region on the outskirts of the capital Damascus.
New regime air strikes and heavy clashes shook Syria's rebel enclave of Eastern Ghouta on Sunday despite a UN demand for a ceasefire to end one of the most ferocious assaults of Syria's civil war. / AFP PHOTO / HAMZA AL-AJWEH
Europa will verstärkt in die Sicherheitspolitik in der Sahelzone investieren. Dazu soll in eine multinationale Truppe investiert werden, die jedoch vor gewaltigen Herausforderungen steht.
(FILES) In this file photo taken on March 10, 2016, French soldiers involved in the regional anti-insurgent Operation Barkhane patrol on March 10, 2016 in Timbamogoye.
Two French soldiers were killed and another was hurt when their armoured vehicle struck a mine in Mali, a military source told AFP on February 21, 2018. Around 4,000 French troops are deployed in Mali and neighbouring countries to combat jihadists.
 / AFP PHOTO / PASCAL GUYOT
Der Krieg in Syrien eskaliert weiter. Dabei geht es den Konfliktparteien um weit mehr als die Bekämpfung des sogenannten „Islamischen Staates“, die oft nur vorgeschoben wird. Eine Analyse.
Der Zwischenfall mit einer Rakete im Libanon zeigt, dass der Konflikt in Syrien weit über die Grenzen des Staates hinausgeht.
Eine Ambulanz voller Sprengstoff, ein Knall, der stadtweit zu hören ist, dann Pandämonium - es ist der zweite schwere Anschlag in Kabul in einer Woche und der dritte im Januar. Taliban und Islamischer Staat haben Kabul zu ihrem Lieblingsziel gemacht.
Verletzte werden am 27.01.2018 in Kabul (Afghanistan) nach einem Anschlag in einem Krankenhaus medizinisch versorgt. Bei dem schweren Anschlag im Zentrum der afghanischen Hauptstadt hat es nach offiziellen Angaben bisher mindestens 40 Tote und 140 Verletzte gegeben. Die radikalislamischen Taliban haben den Anschlag f¸r sich reklamiert. Foto: Rahmat Gul/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Tausende Menschen sind auf der Flucht aus der kurdischen Enklave Afrin. Trotzdem will Ankara die „Operation Olivenzweig“ in Nordsyrien noch ausweiten. Das sorgt international für Besorgnis.
A Turkish soldier takes a selfie in the area of Mount Bersaya, north of the Syrian town of Azaz near the border with Turkey, on January 22, 2018.
The Turkish military on January 20 launched operation "Olive Branch", its second major incursion into Syrian territory during the seven-year civil war. The operation, with Turkish war planes and artillery backing a major ground incursion involving Ankara-backed Syrian rebels and Turkish tanks, aims to oust the People's Protection Units (YPG) militia from its Afrin enclave. / AFP PHOTO / Saleh ABO GHALOUN
Belgien hat erstmals seit den Pariser Anschlägen vom November 2015 die Terrorwarnstufe gesenkt. Die Entscheidung teilte Ministerpräsident Charles Michel am Montag bei einer Pressekonferenz mit.
Eines der Attentate in Belgien hatte dem Flughafen Zaventem gegolten.
In Syrien und im Irak haben sich auch viele Ausländer der Terrormiliz IS angeschlossen - als Kämpfer oder Unterstützer. Darunter waren auch Deutsche. Nun ist eine von ihnen im Irak zum Tode verurteilt worden.
Gefängnis
Immer wieder verübt die Terrormiliz Al-Shabaab Anschläge in Somalia. Unter US-Präsident Donald Trump hat das US-Militär seine Angriffe auf die Gruppe rapide verstärkt. Kann das die Extremisten schwächen?
Neben Al-Shabaab griffen die USA im Herbst 2017 auch erstmals einen Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an, der vor allem in der halbautonomen nordöstlichen Region Puntland aktiv ist.
Junge Dschihadisten
Nicht nur Männer töten im Namen des Terrors. Der IS trainiert auch Minderjährige als Kämpfer. Der deutsche Verfassungsschutz warnt vor einer neuen Dschihadisten-Generation und indoktrinierten Kindern deutscher Extremisten, die zurückkehren könnten.
IS-Propagandavideos berichteten immer wieder über die Kindersoldaten des „Kalifats”.