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„Irma“: Zehn Tote durch Hurrikan auf Kuba
International 11.09.2017

„Irma“: Zehn Tote durch Hurrikan auf Kuba

Irma hinterließ auch auf der größten Karibikinsel Kuba ein Bild der Verwüstung.

„Irma“: Zehn Tote durch Hurrikan auf Kuba

Irma hinterließ auch auf der größten Karibikinsel Kuba ein Bild der Verwüstung.
Foto: AFP
International 11.09.2017

„Irma“: Zehn Tote durch Hurrikan auf Kuba

Michel THIEL
Michel THIEL
Die Kubaner sind sturmerprobt, der Zivilschutz funktioniert gut. Trotzdem sterben Menschen im heftigen Tropensturm „Irma“. Vor allem in der Hauptstadt Havanna hält die marode Bausubstanz den Naturgewalten oft nicht stand.

(dpa) - Der Hurrikan „Irma“ hat in Kuba zehn Menschen in den Tod gerissen. Sieben Menschen seien in der Provinz Havanna ums Leben gekommen, wie der Zivilschutz am Montag mitteilte. Drei weitere Menschen wurden demnach in Matanzas, Ciego de Ávila und Camagüey getötet.

In der Hauptstadt Havanna erlitten zwei Männer tödliche Stromschläge von zerrissenen Kabeln. Zwei Frauen wurden im Zentrum getötet, als ein Balkon im vierten Stock abbrach und auf einen Bus stürzte, wie es im Bericht des Zivilschutzes hieß. Eine Frau wurde vor ihrem Haus in einer überschwemmten Straße entdeckt.

„Irma“ hatte Havanna hart getroffen. Hohe Wellen überspülten die Uferpromenade Malecón. Das Wasser drang über 500 Meter ins Stadtzentrum vor. „Soweit kam das Wasser bisher noch nie“, sagte die Chefin des Zivilschutzes in der Hauptstadt, Mercedes López.

10.000 Menschen wurden allein in Havanna in Sicherheit gebracht. Kuba ist hurrikanerprobt, der Zivilschutz funktioniert gut. Allerdings sind vor allem im historischen Zentrum von Havanna zahlreiche Gebäude baufällig und halten extremen Wetterbedingungen nicht stand.

Die Opfer außerhalb Havannas kamen ums Leben, als ihre Häuser einstürzten. Sie hätten den Anweisungen der Behörden nicht Folge geleistet und seien daheim geblieben, statt sich in Notunterkünften in Sicherheit zu bringen, teilte der Zivilschutz mit.

Im Norden Kubas richtete der Tropensturm erhebliche Schäden an. Besonders schlimm wurde unter anderem die Provinz Villa Clara getroffen. In dem Fischerort Caibarién wurden reihenweise Hausdächer abgedeckt, Bäume entwurzelt, es kam zu schweren Überschwemmungen.

„Irma“ war in der Nacht zum Samstag mit Windgeschwindigkeiten von rund 200 Kilometern pro Stunde auf Kuba getroffen. Tausende Menschen wurden in Notunterkünfte gebracht. Die Regierung rief Hurrikan-Warnungen für mehrere Provinzen aus.


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