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Irma, Katrina, Matthew und Mitch: Fakten über Tropenstürme
Ein Hurrikan entsteht immer über dem Meer und schwächt sich über Land ab.

Irma, Katrina, Matthew und Mitch: Fakten über Tropenstürme

Foto: Wikimedia Commons
Ein Hurrikan entsteht immer über dem Meer und schwächt sich über Land ab.
International 2 Min. 08.09.2017

Irma, Katrina, Matthew und Mitch: Fakten über Tropenstürme

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Die Hurrikan-Saison ist in vollem Gang, die Karibik und der Süden der USA werden innerhalb kurzer Zeit von schweren Tropenstürmen heimgesucht. Wissenswertes zu Hurrikanen im Atlantik.
  • Die Hurrikan-Saison im Nordatlantik reicht vom 1. Juni bis zum 30. November.   

  • Tropische Wirbelstürme entstehen über dem Meer, wenn das Wasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Je nach Stärke unterscheiden Meteorologen zwischen tropischen Depressionen (schwacher Wind), tropischen Stürmen (mittel) und tropischen Orkanen (stark). Letztere werden im westlichen Atlantik und im östlichen Pazifik Hurrikane genannt.

  • Ihre Stärke wird nach der von den Meteorologen Herbert Saffir und Robert Simpson entwickelten Skala je nach Windgeschwindigkeit eingeteilt.
    < 63 km/h: Tropentief 
    64 bis 118 km/h: Tropensturm
    119 bis 153 km/h: Hurrikan Kategorie 1 
    154 bis 177 km/h: Hurrikan Kategorie 2 
    178 bis 208 km/h: Hurrikan Kategorie 3
    209 bis 251 km/h: Hurrikan Kategorie 4
    > 251 km/h: Hurrikan Kategorie 5  

  • "Irma" ist der stärkste Sturm, den das "National Hurricane Center" jemals im Atlantischen Becken (außerhalb des Golfs von Mexiko und der Karibik) gemessen hat. 

  • "Irma" wurde am 5. September in die Kategorie 5 klassiert und am 8. September in die Kategorie 4 zurückgestuft. 

  • Sollte Irma als Sturm der Kategorie 4 in Miami eintreffen, wäre es das erste Mal, dass zwei Stürme der Hurrikan-Kategorie 4 oder 5 innerhalb eines Jahres in den USA auf Land treffen - der letzte war Harvey in Texas (Kategorie 4).  

  • Der "Große Hurrikan von 1780", auch bekannt als "San Calixto", ist der verheerendste bislang verzeichnete Atlantik-Hurrikan. Zwischen dem 10. und dem 16. Oktober starben auf den Kleinen Antillen rund 22.000 Menschen. Unter den Opfern waren zahlreiche französische und britische Marinesoldaten. 

  • Weitere bemerkenswerte Tropenstürme seit Einführung der Saffir/Simpson-Skala sind "Mitch" (26. bis 28. Oktober 1998, Mittelamerika und Südflorida, über 11.000 Todesopfer, rund 5 Milliarden US-Dollar Schaden), "Katrina" (28./29. August 2005, Bahamas US-Golfküste, vor allem Louisiana/New Orleans, knapp 2.000 Todesopfer, 90 Milliarden Euro Schaden) und "Matthew" (1. Oktober 2016, Kleine Antillen, Haiti, Kuba, Dominikanishe Republik, rund 600 Todesopfer, knapp 13 Milliarden Euro Schaden).

  • Seit 1953 werden Hurrikane mit Frauennamen benannt, seit 1979 werden männliche und weibliche Namen abwechselnd verwendet. Es existieren aktuell sechs Namenslisten mit je 21 Namen, die im Turnus verwendet werden, alle sechs Jahre wird von vorne begonnen. Die World Meteorological Organization kann aus Pietätsgründen Namen streichen, wenn ein Hurrikan besonders schlimmen Schaden angerichtet hat. Der Name "Katrina" wird beispielsweise nicht mehr vergeben. Für atlantische Stürme sind die Saisonlisten alphabetisch geordnet, so dass anhand des Namens abzuleiten ist, wieviele Stürme es in der Saison bereits gegeben hat. 

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