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Iran warnt EU: Trump will Atomabkommen torpedieren
EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini und Irans Präsident Hassan Rouhani.

Iran warnt EU: Trump will Atomabkommen torpedieren

Foto: AFP
EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini und Irans Präsident Hassan Rouhani.
International 05.08.2017

Iran warnt EU: Trump will Atomabkommen torpedieren

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Bei einem Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini hat Irans Außenminister die EU gewarnt, US-Präsident Donald Trump wolle das Atomabkommen von 2015 torpedieren und dafür dem Iran die Schuld geben.

(dpa) – Bei einem Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini hat Irans Außenminister die EU gewarnt, US-Präsident Donald Trump wolle das Atomabkommen von 2015 torpedieren und dafür dem Iran die Schuld geben. „Das ist es, was Trump vorhat, und die EU muss daher diesbezüglich sehr achtsam sein“, sagte Mohammed-Dschawad Sarif bei dem Treffen am Samstag in Teheran.

Laut Webportal des iranischen Außenministeriums versicherte Mogherini, dass die EU konsequent an dem Wiener Atomabkommen festhalten werde. In der Zwischenzeit werde auch die EU versuchen, die USA von den Vorteilen des Deals zu überzeugen. Bis dahin müssten jedoch alle Seiten besonnen handeln.

Atom-Technologie zu zivilen Zwecken

Das Atomabkommen zwischen den UN-Vetomächten, der EU sowie Deutschland mit dem Iran soll sicherstellen, dass die Islamische Republik ihre Atom-Technologie nur zu zivilen Zwecken einsetzt. Im Gegenzug hebt der Westen seine Wirtschaftssanktionen auf.

Zuvor hatten der auf nationale Sicherheit spezialisierte US-amerikanische Thinktank „The Soufan Center“ und die „New York Times“ berichtet, das Trump versuchen könnte, das Atomabkommen gegen die nahezu einmütige Meinung seiner engsten außenpolitischen Berater zu Fall zu bringen.

Sarif hatte letzte Woche gesagt, dass Trump den Iran dazu bringen wolle, aus dem Atomdeal auszusteigen. Teheran werde sich aber nicht vom amerikanischen Präsidenten provozieren lassen. Dennoch wolle das Land laut Sarif von allen Privilegien des Abkommens, insbesondere den wirtschaftlichen, profitieren. Falls dies längerfristig nicht gewährleistet werde, wäre auch ein iranischer Ausstieg nicht mehr ausgeschlossen, warnte der Außenminister.


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