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Iran stoppt ausländischen Öltanker im Golf
International 18.07.2019

Iran stoppt ausländischen Öltanker im Golf

Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter der Flagge Panamas fahrenden Supertanker „Grace 1“ vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen nach Syrien festgesetzt.

Iran stoppt ausländischen Öltanker im Golf

Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter der Flagge Panamas fahrenden Supertanker „Grace 1“ vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen nach Syrien festgesetzt.
Foto: AFP
International 18.07.2019

Iran stoppt ausländischen Öltanker im Golf

Erneuter Zwischenfall im Golf von Oman: Revolutionsgarden haben am Donnerstag einen Tanker gestoppt und die Crew festgesetzt.

(dpa) – Der Iran hat nach eigenen Angaben einen ausländischen Öltanker im Persischen Golf gestoppt und die Crew-Mitglieder festgenommen. Die Revolutionsgarden (IRGC) hätten am Donnerstag den Tanker mit angeblich einer Million Liter geschmuggeltem Öl in der Nähe der Straße von Hormus gestoppt und die zwölf ausländischen Crew-Mitglieder verhaftet, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Weitere Details wollten die Revolutionsgarden in Kürze mitteilen.


Die HMS Montrose (F236), eine Fregatte des Typ 23.
Britische Regierung bestätigt Tankervorfall in Straße von Hormus
„Entgegen internationalem Recht versuchten drei iranische Schiffe, die Durchfahrt eines Handelsschiffes, der "British Heritage", in der Straße von Hormus zu behindern“, teilte ein Sprecher am Donnerstagmorgen mit.

Vergangene Woche hatte ein Zwischenfall mit einem britischen Tanker in der Straße von Hormus international Besorgnis ausgelöst. Britischen Angaben zufolge hatten dort drei iranische Boote versucht, ein britisches Handelsschiff an der Durchfahrt zu hindern. Eine Fregatte zwang sie jedoch zum Abdrehen. Teheran bestritt, in den Vorfall verwickelt zu sein. 

Zudem gibt es Streit zwischen London und Teheran über einen in Gibraltar festgesetzten iranischen Öltanker. Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter der Flagge Panamas fahrenden Supertanker „Grace 1“ vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen nach Syrien festgesetzt. Der Kapitän und drei weitere Mitglieder der Besatzung wurden vorübergehend festgenommen, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß. Der Iran protestierte, bestellte mehrmals den britischen Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen. Der Oberste Gerichtshof in Gibraltar ordnete jedoch an, dass das Schiff mindestens bis zum 21. Juli nicht wieder auslaufen darf.


CORRECTION - This grab taken from a video released by the US Central Command (USCENTCOM) on June 13, 2019, reportedly shows an Iranian navy patrol boat in the Gulf of Oman approaching the Japanese operated methanol tanker Kokuka Courageous and removing an unexploded mine. (Photo by - / US Central Command (CENTCOM) / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / USCENTCOM" - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS / �The erroneous mention[s] appearing in the metadata of this photo by - has been modified in AFP systems in the following manner: [June 13] instead of [June 14]. Please immediately remove the erroneous mention[s] from all your online services and delete it (them) from your servers. If you have been authorized by AFP to distribute it (them) to third parties, please ensure that the same actions are carried out by them. Failure to promptly comply with these instructions will entail liability on your part for any continued or post notification usage. Therefore we thank you very much for all your attention and prompt action. We are sorry for the inconvenience this notification may cause and remain at your disposal for any further information you may require.�
EU folgt US-Vorwürfen gegen Iran nicht
Kann man den USA blind vertrauen, wenn sie den Iran für die Angriffe auf Tanker im Golf von Oman verantwortlich machen? Mehrere europäische Außenminister verweigern hier vorerst die Gefolgschaft.

Am Wochenende gab es aber erste Anzeichen von Entspannung. Der britische Außenminister Jeremy Hunt stellte eine Freigabe des Schiffes durch die Behörden in dem britischen Überseegebiet in Aussicht, sollte der Iran zusichern, dass die Ladung nicht für Syrien bestimmt ist. Auch sein iranischer Amtskollege Mohammed Dschawad Sarif betonte, dass Teheran den Konflikt diplomatisch lösen wolle.


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