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Iran deckt angeblich CIA-Netzwerk auf
International 2 Min. 22.07.2019

Iran deckt angeblich CIA-Netzwerk auf

US-Präsident Donald Trump streitet die Existenz eines CIA-Netzwerks in Iran ab.

Iran deckt angeblich CIA-Netzwerk auf

US-Präsident Donald Trump streitet die Existenz eines CIA-Netzwerks in Iran ab.
AFP
International 2 Min. 22.07.2019

Iran deckt angeblich CIA-Netzwerk auf

Der Iran will der Welt beweisen, dass er sich von den USA nicht einschüchtern lässt. Der Geheimdienst meldet die Festnahme angeblicher CIA-Agenten. Aber Donald Trump dementiert.

(dpa) – Der Iran hat nach eigenen Angaben ein Netzwerk des US-Geheimdienstes CIA im Land aufgedeckt. In diesem Zusammenhang seien 17 Agenten verhaftet worden, sagte der Leiter der Spionageabwehr des iranischen Geheimdienstes am Montag. Alle seien Iraner. Einigen von ihnen droht die Todesstrafe. US-Präsident Donald Trump wies die Angaben zurück. Es handele sich um Lügen und Propaganda eines „religiösen Regimes“, das versage und keine Ahnung habe, was es machen solle, schrieb Trump auf Twitter. „Ihre Wirtschaft ist tot, und es wird noch viel schlimmer werden. Der Iran ist ein totales Chaos!“ Die CIA wollte sich auf Anfrage nicht äußern.


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Den Angaben aus Teheran zufolge sollen auch einige europäische und asiatische Länder bei den CIA-Einsätzen gegen den Iran mitgewirkt haben. Mehr Details zu dem Fall sollten demnächst öffentlich gemacht werden, sagte der Offizielle in einem Presse-Briefing im Kultusministerium.

Die CIA habe bewusst Iraner gewählt, weil sie die Landessprache beherrschten und auch Zugang zu verschieden Organisationen hätten, so der Offizielle. Mit gefälschten Dokumenten sollten sie nicht in den Fokus der iranischen Sicherheitsbeamten rücken. Den angeblichen Agenten seien im Gegenzug US-Visa, Greencards, die amerikanische Staatsangehörigkeit und lukrative Jobs in den Staaten versprochen worden. Diese Versprechen seien jedoch nicht eingehalten worden, fügte der Iraner hinzu.


HANDOUT - 17.06.2019, ---, --: Ein F/A-18E Super Hornet Kampflugzeug startet vom Deck des Flugzeugträgers der Nimitz-Klasse Abraham Lincoln (CVN 72). (zu "Bericht: Trump soll Luftangriffe auf den Iran freigegeben haben") Foto: MCSN Dan Snow/Navy Office of Information/CENTCOM/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
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Wie vielen der 17 Verhafteten die Todesstrafe droht, wurde nicht gesagt. Unklar war zudem, ob es sich bei den angeblichen Agenten auch um Regierungsangestellte handelt. Letzten Monat wurde ein Angestellter der Raumfahrtabteilung im iranischen Verteidigungsministerium wegen angeblicher Spionage für die CIA hingerichtet. Seine Frau wurde zu einer 15-jährigen Haftstrafe verurteilt. 

Presse-Briefings des Geheimdienstes finden im Iran sehr selten statt. Diesmal wurden überraschenderweise sogar ausländische Medien eingeladen. Der Offizielle gab jedoch weder seinen Namen an noch durfte das Briefing gefilmt oder aufgenommen werden. Den Medien wurden am Ende Dokumente in verschieden Sprachen sowie eine Video-CD über angebliche Operationen der CIA im Iran mitgegeben. Die Aussagen sowie die Dokumente können jedoch nicht unabhängig verifiziert werden.


This grab taken from a video released by the US Central Command (USCENTCOM) on June 14, 2019, reportedly shows an Iranian navy patrol boat in the Gulf of Oman approaching the Japanese operated methanol tanker Kokuka Courageous and removing an unexploded mine. (Photo by - / US Central Command (CENTCOM) / AFP)
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Die EU äußerte sich zunächst nicht zu den Angaben des iranischen Geheimdienstes. Ein Sprecher wies lediglich auf eine Stellungnahme vom Wochenende hin. In dieser war das iranische Vorgehen gegen einen unter britischer Flagge fahrenden Öltanker scharf verurteilt worden. Das Festsetzen des Schiffes berge die Gefahr einer weiteren Eskalation und untergrabe die derzeitigen Bemühungen um einen Abbau der Spannungen, hieß es dort. Die EU fordere die sofortige Freigabe des Schiffes und der Besatzung und rufe zur Zurückhaltung auf, um weitere Spannungen zu vermeiden. Die aktuelle Situation bereite große Sorgen.


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