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Iran bereitet sich auf Ende des Atomdeals vor
International 07.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Iran bereitet sich auf Ende des Atomdeals vor

International 07.06.2018 Aus unserem online-Archiv

Iran bereitet sich auf Ende des Atomdeals vor

Innerhalb eines Monats, so der Atomchef des Landes, könnte man in Natans eine effiziente Zentrifugenfabrik zur Uran-Anreicherung in Betrieb nehmen, sollte der Deal scheitern.

(dpa) - Der Iran bereite sich nach Angaben seines Atomchefs technisch auf ein Scheitern des Wiener Atomabkommens von 2015 vor. Dann würde der Iran innerhalb eines Monats die Zentrifugen-Fabrik Ahmadi-Roschan in Natans im Zentraliran betriebsbereit machen, sagte Ali-Akbar Salehi am Mittwochabend in einem Interview des Staatsfernsehens.

Die Anlage in Natans aus der Vogelperspektive.
Die Anlage in Natans aus der Vogelperspektive.
AP

„Wir hoffen, dass ein Scheitern des Deals nicht eintreffen wird, aber technisch bereiten wir uns trotzdem schon vor“, sagte Salehi, der auch Vizepräsident ist. Er betonte, dass die Vorbereitungen weder gegen den Deal noch gegen die Vorschriften der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA verstießen.

Das Live-Interview wurde direkt aus dem Zentrifugenwerk in Natans übertragen. Dort könnte das Land schnellere Zentrifugen herstellen, die über eine höhere Urananreicherung den Brennstoff für iranische Reaktoren liefern könnten.


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Nach dem Atomabkommen darf der Iran bis 2025 nur etwa 6000 langsame Zentrifugen für eine Urananreicherung unter 4 Prozent nutzen. Es darf zudem nur 300 kg des Urans behalten. Bei einem Scheitern des Deals droht Teheran, diese beiden Begrenzungen nicht mehr einzuhalten.

Salehi versuchte, Sorgen wegen des Atomprogramms zu zerstreuen. „Von Anfang an hatten unsere Atomprojekte lediglich wirtschaftliche und keine militärischen Ziele“, sagte er. Für den Iran mit seinen über 82 Millionen Menschen sei die Energieversorgung strategisch wichtig. Die Herstellung von Massenvernichtungswaffen sei vom Islam wie von einem Dekret des iranischen Führers grundsätzlich verboten. Das gelte unabhängig davon, ob der Iran im Atomabkommen bleibe oder nicht.


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