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In Frankreich: Le Pen lässt Parteivorsitz ruhen
International 24.04.2017

In Frankreich: Le Pen lässt Parteivorsitz ruhen

Marine le Pen will sich auf ihre Kandiatur konzentrieren.

In Frankreich: Le Pen lässt Parteivorsitz ruhen

Marine le Pen will sich auf ihre Kandiatur konzentrieren.
Foto: AFP
International 24.04.2017

In Frankreich: Le Pen lässt Parteivorsitz ruhen

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Marine Le Pen hat vor dem zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahl angekündigt, den Parteivorsitz des Front National vorübergehend niederzulegen. Sie wolle sich auf ihre Kandidatur konzentrieren. Der unterlegene François Fillon zieht sich indessen ganz zurück.

(dpa) - Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat vorübergehend den Vorsitz des rechtsextremen Front National (FN) niedergelegt, um sich auf ihre Präsidentschaftskandidatur zu konzentrieren. „Heute abend bin ich nicht mehr Präsidentin des FN, ich bin Präsidentschaftskandidatin“, sagte die 48-Jährige am Montagabend im TV-Sender France 2.

Sie wolle die Franzosen sammeln für ein „Programm der Hoffnung, des Wohlstands, der Sicherheit“, sagte Le Pen. Sie hatte am Sonntag in der ersten Runde der Präsidentenwahl 21,4 Prozent der Stimmen gewonnen und damit Platz zwei hinter dem sozialliberalen Bewerber Emmanuel Macron erreicht. Die entscheidende Stichwahl findet am 7. Mai statt. Macron gilt das Favorit für das Finale.

„Ich erkenne sehr deutlich, dass man sich dem entscheidenden Augenblick nähert“, sagte Le Pen, die die EU bekämpft und aus dem Euro aussteigen will. Sie griff ihren Kontrahenten Macron direkt an: „Weder bei dem Programm noch beim Verhalten von Herrn Macron lässt sich die geringste Liebe für Frankreich erkennen (...)“, sagte sie. Le Pen vertritt eine nationalistische Linie und will beispielsweise wieder die französischen Grenzen kontrollieren.

Fillon zieht sich zurück

Der gescheiterte Präsidentschaftskandidat François Fillon führt die bürgerliche Rechte Frankreichs nicht in die Parlamentswahlen im Juni. Das kündigte der 63-Jährige am Montag vor dem Leitungsgremium der Republikaner in Paris an.

Fillon galt noch Ende vergangenen Jahres als Favorit für die Nachfolge von Präsident François Hollande. Die Affäre um die angebliche Scheinbeschäftigung seiner Frau im Parlament ließ seine Beliebtheitswerte aber schrumpfen. In der ersten Wahlrunde am Sonntag hatte er mit knapp 20 Prozent Platz drei erreicht.

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