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In den USA: "Hermine" zieht über Florida
Der Sturm entwurzelte auf seinem Weg landeinwärts zahlreiche Bäume und verursachte hohen Sachschaden.

In den USA: "Hermine" zieht über Florida

Foto: AFP
Der Sturm entwurzelte auf seinem Weg landeinwärts zahlreiche Bäume und verursachte hohen Sachschaden.
International 6 02.09.2016

In den USA: "Hermine" zieht über Florida

Es war Floridas erster Hurrikan seit mehr als zehn Jahren: In der Nacht traf "Hermine"auf die US-Küste. Der Sturm bringt jede Menge Wind und Wasser mit sich - und zieht nun landeinwärts.

(dpa) - Überschwemmungen, überflutete Straßen und Zehntausende ohne Strom: Der US-Bundesstaat Florida ringt mit den Folgen des Sturms "Hermine". Als Hurrikan der Kategorie 1 traf "Hermine" um kurz vor 2 Uhr morgens (Ortszeit) am Freitag mit Böen bis zu 130 Kilometern pro Stunde in St. Marks in der Nähe von Tallahassee auf Land.

Nach Angaben des National Hurricane Center wurde "Hermine" kurz danach zum tropischen Sturm heruntergestuft. Trotz dieser Herabstufung bleibt der Sturm nach Angaben der Behörden gefährlich, vor allem, weil er so viel Wasser mit sich führt.

Ein Obdachloser wurde bei Gainesville (Marion County) von einem umstürzenden Baum erschlagen, bestätigte Floridas Gouverneur Rick Scott. Nach Angaben der Feuerwehr kamen einige Menschen ins Krankenhaus, aber keine der Verletzungen sei lebensbedrohlich.

In Florida regnet es bereits seit Mittwoch sehr stark. Die Hurrikanexperten stufen aber auch die mit dem Sturm eintreffenden Wellen als gefährlich ein. Das Sturmsystem könne zudem die Bildung von Tornados in Florida begünstigen, berichtete CNN.

Warnungen zum Labor Day

Vor dem langen Feiertagswochenende in den USA warnte der Wetterdienst vor Sturmböen, Starkregen, Überschwemmungen und starkem Wellengang in Florida und weiten Teilen der Ostküste. Am Montag feiern die USA den "Labor Day" (Tag der Arbeit). Das lange Wochenende gilt traditionell als Ende des Sommers, viele Menschen genießen noch einmal ein paar Tage am Strand oder bei Grillfesten.

In der Stadt Tallahassee waren nach Angaben des Bürgermeisters 100.000 Menschen ohne Strom. In vielen Bezirken waren Straßen und große Flächen überflutet, auch einige Häuser standen unter Wasser. Die befürchtete größere Katastrophe nach dem Anlanden des Hurrikans blieb am Morgen aber aus.

Der Gouverneur hatte bereits vorsorglich für 51 der 67 Bezirke des Bundesstaates den Notstand ausgerufen. Fast alle Behörden und sehr viele Schulen blieben am Freitag geschlossen.

Von einem Hurrikan spricht man, wenn der Tropensturm Böen von 119 Kilometern pro Stunde auslöst. "Hermine" hatte den Meteorologen zufolge bereits am Donnerstagmittag Böen von etwa 100 Kilometern pro Stunde verursacht und wurde zu einem Hurrikan hochgestuft, als die Windgeschwindigkeiten noch stärker wurden.

Der bislang letzte Hurrikan in Florida war "Wilma" im Jahr 2005. Damals kamen fünf Menschen ums Leben.


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