Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Im Nordkorea-Konflikt: USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf
International 26.04.2017

Im Nordkorea-Konflikt: USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf

Die Nordkoreanischen Streitkräfte geben immer wieder Demonstrationen ihrer Kriegsbereitschaft ab.

Im Nordkorea-Konflikt: USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf

Die Nordkoreanischen Streitkräfte geben immer wieder Demonstrationen ihrer Kriegsbereitschaft ab.
AFP
International 26.04.2017

Im Nordkorea-Konflikt: USA bauen Raketenabwehr in Südkorea auf

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der Nordkorea-Konflikt gehört zu den größten Krisenherden weltweit. Die USA haben nun mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems begonnen. Ein atomgetriebenes Raketen-U-Boot legte bereits in Südkorea an.

(dpa) - Inmitten wachsender Spannungen im Konflikt mit Nordkorea haben die US-Streitkräfte früher als erwartet mit dem Aufbau eines umstrittenen Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. Die ersten Container mit Bauteilen des Systems THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) seien am Mittwochmorgen auf ein Gelände in der östlichen Provinz Nord-Gyeongsang gebracht worden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit.

Bei Protesten von Hunderten von Anwohnern und Mitgliedern von Bürgergruppen gegen den unangekündigten THAAD-Transport habe es Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, berichteten südkoreanische Sender. Nach Angaben der Gruppen gab es etwa zehn Verletzte.

Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington sagte, die USA arbeiteten mit Südkorea zusammen, um die Aufstellung des „defensiven“ THAAD-Systems so schnell wie möglich abzuschließen. Dessen Einsatz diene dazu, Südkorea vor Bedrohungen durch nordkoreanische Raketen zu verteidigen. Das System solle wie ursprünglich geplant bis Ende des Jahres einsatzbereit sein, sagte ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums. Nach Berichten der Nachrichtenagentur Yonhap wurden ein Radar, mobile Raketenwerfer und andere Elemente in eine abgeschirmte Zone gebracht.

Nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch Nordkorea seit dem vergangenen Jahr ist die Lage in der Region sehr angespannt.

Die US-Regierung wollte am Mittwoch in Washington den gesamten Senat über den Konflikt mit Nordkorea informieren. Die Teilnahme von Präsident Donald Trump wurde nach Berichten des Nachrichtensenders CNN zunächst nicht bestätigt. Trump hatte bereits mehrfach mit Alleingängen im Atomstreit mit der Führung in Pjöngjang gedroht, setzt aber auf eine Zusammenarbeit mit China.

Die USA hatten die geplante Stationierung einer THAAD-Batterie in Südkorea bereits angekündigt. Trotz Protesten Chinas hatten sie im März die ersten Elemente geliefert. Peking sieht durch THAAD seine Sicherheitsinteressen bedroht.

Auch in Südkorea wehren sich Anwohner gegen die Aufstellung. Sie kritisieren unter anderem, bei den Planungen übergangen worden zu sein und erstes Ziel möglicher nordkoreanischer Raketenangriffe werden zu können.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Atomstreit: Nordkorea misslingt erneut Raketentest
Nordkorea hat trotz mehrerer Verbote durch die Vereinten Nationen erneut eine Rakete gestartet. US-Präsident Trump, der am Samstag seinen 100. Tag im Amt begeht, stuft das Verhalten Pjöngjangs als eine Missachtung der Wünsche Pekings ein.
Die Menschen in Südkorea sehen sich den Raketenstart auf dem Fernseher an.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.