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Illegales spanisches Pferdefleisch in Belgien und Deutschland
International 1 01.12.2022
41 Festnahmen

Illegales spanisches Pferdefleisch in Belgien und Deutschland

Die Beamten der Guardia Civil entdeckten ungefähr 80 Pferde in schlechtem Zustand.
41 Festnahmen

Illegales spanisches Pferdefleisch in Belgien und Deutschland

Die Beamten der Guardia Civil entdeckten ungefähr 80 Pferde in schlechtem Zustand.
Foto: Europol
International 1 01.12.2022
41 Festnahmen

Illegales spanisches Pferdefleisch in Belgien und Deutschland

Das Fleisch sei potenziell gesundheitsgefährdend, so die Guardia Civil. Ermittelt wird zudem wegen Geldwäsche.

(dpa) - Die spanische Polizei und die europäische Polizeibehörde Europol haben ein kriminelles Netzwerk ausgehoben, über das potenziell gesundheitsschädliches Pferdefleisch in Spanien, Belgien, Deutschland und Italien verkauft worden sein soll. 41 Tatverdächtige seien festgenommen worden, sechs von ihnen in Belgien, teilte Europol am Donnerstag in Den Haag mit. Bei Durchsuchungen in Spanien sei eine halbe Tonne Pferdefleisch entdeckt worden, das nicht zum Verzehr geeignet gewesen sei.

80 verwahrloste, kranke Pferde

Einheiten der Guardia Civil stürmten den Angaben zufolge geheime Stallanlagen und entdeckten 80 verwahrloste Pferde, die unter verschiedenen Krankheiten litten. Sechs Unternehmen waren laut Europol beim Verkauf des Fleischs involviert. Einzelheiten dazu nannte die Behörde nicht. Das kriminelle Netzwerk habe bereits 2019 mit den Fleischlieferungen begonnen. Zum Zeitraum der Festnahmen und Razzien hieß es auf Anfrage, sie seien „vor einigen Monaten“ erfolgt.

Maximal 100 Euro pro Pferd, hohe Profite

Den Festgenommenen - unter ihnen die Bosse des Netzwerkes sowie Veterinäre, die falsche Bescheinigungen ausgestellt haben sollen - werde Lebensmittelbetrug, Geldwäsche und Urkundenfälschung vorgeworfen. Verkaufsdokumente seien so ausgefertigt worden, dass die wahre Herkunft des Fleisches nicht mehr erkennbar gewesen sei. Laut Europol sollen sich die Kriminellen in ganz Spanien Pferde beschafft haben, die sie kostenlos bekamen oder für maximal 100 Euro aufkauften. Insgesamt seien Profite in Millionenhöhe erzielt worden. 

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