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(dpa) - Die wegen Terrorvorwürfen verurteilte türkische Anwältin Ebru Timtik ist nach 238 Tagen im Hungerstreik in Istanbul gestorben. Das teilte ihre Anwaltskanzlei am Freitag auf Twitter mit. Timtik sei am Donnerstag in einem Krankenhaus eines „Märtyrertodes“ gestorben, hieß es. Die EU-Kommission reagierte bestürzt und verlangte von der Türkei dringend Fortschritte bei Rechtsstaatlichkeit und Schutz von Grundrechten.

Die Anwältin hatte mit dem Hungerstreik einen fairen Prozess erreichen wollen. Sie und ihr ebenfalls wegen Terrorvorwürfen verurteilter Kollege Aytac Ünsal waren im Februar in den Hungerstreik getreten. Ünsal befindet sich derzeit wegen seines Zustandes zur Behandlung in einem Krankenhaus. Noch vor wenigen Tagen hatten mehrere Zusammenschlüsse von Juristen die Freilassung der beiden Menschenrechtsanwälte gefordert. Beide befänden sich in kritischem Zustand, hieß es. Timtiks Anwaltskanzlei rief am Freitag zu einer Solidaritätsversammlung vor der Anwaltskammer in Istanbul auf, bevor sie beerdigt werde.

Timtik gehörte nach Angaben von Unterstützern zu insgesamt 18 Anwälten in der Türkei, die wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Alle seien in Vereinigungen engagiert, die häufig Oppositionelle verträten, hieß es. Ein Gericht in Istanbul hatte Timtik 2019 zu mehr als 13 Jahren und Ünsal zu mehr als zehn Jahren Haft verurteilt. Beiden waren Verbindungen zur linksextremen DHKP-C zur Last gelegt worden, die in der Türkei als Terrororganisation gilt.

Gestern

Kurzmeldungen Lokales 06.02.2023

(dme) – Am vergangenen Wochenende hat die Santé insgesamt 125 Neuinfektionen registriert. Die Positivitätsrate lag bei 3,7 Prozent, der R-Wert wurde mit 1,15 angegeben.

Erneut ist ein Mensch an den Folgen der Infektion verstorben. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesopfer auf 1.212.

In den Krankenhäusern des Landes werden aktuell acht Corona-Patienten behandelt.

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Kurzmeldungen Lokales 06.02.2023

(MS) – Am Montagmorgen wurde eine Polizeistreife in Bergem auf zwei sich verdächtig verhaltende Personen aufmerksam. Bei der Kontrolle entdeckten die Polizeibeamten Einbruchswerkzeug bei den beiden Männern.

Bei darauffolgenden Ermittlungen fanden die Beamten heraus, dass die beiden Männer zuvor für einen Einbruch in der Rue des Fleurs verantwortlich waren. Die mutmaßlichen Einbrecher wurden festgenommen und am Nachmittag einem Untersuchungsrichter vorgeführt.

Am Tatort wurden Spuren gesichert und das sichergestellte Diebesgut wurde den Besitzern zurückgegeben.

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Kurzmeldungen Lokales 06.02.2023

(dpa/lrs) - Ein Mann ist bei einem Arbeitsunfall in der Dillinger Hütte zu Tode gekommen. Der 53-jährige Mitarbeiter des Unternehmens verunglückte am Samstagabend bei Kranarbeiten, wie die Polizei am Montag mitteilte. Zuvor hatten der Saarländische Rundfunk und die „Saarbrücker Zeitung“ darüber berichtet. 

Die Unfallursache sowie der Unfallhergang waren zunächst unklar. Ein technischer Defekt könne derzeit nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Polizeisprecher. Aber auch ein Fehlverhalten seitens des Verstorbenen oder des Kranführers sei denkbar. In der Dillinger Hütte im Kreis Saarlouis werden Grobbleche produziert.

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(dpa/lrs) - Betroffene von Gewalt am ehemaligen bischöflichen Internat Albertinum Gerolstein in der Eifel haben in Anerkennung ihres Leids insgesamt mehr als 650.000 Euro erhalten. Das Geld sei aus Mitteln des Bischöflichen Stuhls an insgesamt 38 ehemalige Schüler geflossen, teilte das Bistum Trier am Montag mit. Damit ende das Verfahren für die Anerkennung des Leids in der bisherigen Form. Wer darüber hinaus eine materielle Anerkennung wünsche, sollte sich bis spätestens zum 31. Dezember 2023 melden.

Vor rund einem Jahr hatte der Bericht eines kirchenunabhängigen Aufarbeitungsprojekts regelmäßige Misshandlungen in dem einstigen katholischen Internat offengelegt. Demnach hatten viele Jungen zwischen 1946 bis zur Schließung des Hauses in 1983 körperliche, sexuelle und psychische Gewalt erlebt. Die ehemaligen Schüler berichteten unter anderem von Stockschlägen, Essenszwang „bis zum Erbrechen“, sexuellen Übergriffen und Einsperren über einen längeren Zeitraum. Die traumatischen Ereignisse belasten viele bis heute.

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann berichtete von Gesprächen mit den Betroffenen. Darin seien ihm „die Leiden der Schüler ergänzend zum sehr detaillierten Abschlussbericht nochmals erschreckend deutlich geworden“, hieß es. Viele hätten aber auch gesagt, dass ihnen die Aufarbeitung und die Anerkennung geholfen hätten. Auch wenn das Verfahren nun beendet werde, könnten sich auch weiterhin ehemalige Schüler zur Aufarbeitung beim Bistum melden.    

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Kurzmeldungen Lokales 06.02.2023

(lm) – Am Freitagabend wurde einem Mann in der Hauptstadt das Handy gestohlen. Als er dies bemerkte, stellte er noch vor Ort zwei Personen zur Rede. Diese ergriffen anschließend die Flucht, konnten aber kurze Zeit später dank Zeugenmeldungen geschnappt werden. Das Diebesgut wurde sichergestellt.

Die zwei Tatverdächtigen wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft festgenommen und am Samstagmorgen dem Untersuchungsrichter vorgeführt.

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Vorgestern

Kurzmeldungen Lokales 05.02.2023

(m.r.) - Kurz vor 20 Uhr hat am Samstagabend in einem Einkaufszentrum in Kirchberg eine Frau eine Person mit einem Messer leicht verletzt. Der Angriff ereignete sich im Kassenbereich - ohne ersichtlichen Grund.  Die mutmaßliche Täterin konnte bis zum Eintreffen der Polizei in Gewahrsam genommen werden. Eine Strafanzeige wurde erstellt und das Messer beschlagnahmt. 

Kurzmeldungen Lokales 05.02.2023

(m.r.)  - Am Samstagabend wurde eine Person in einer Wohnung in Dalheim  verletzt. Der mutmaßliche Angreifer wurde festgenommen und am Sonntag dem Untersuchungsrichter vorgeführt.  Das Opfer wurde nach der Erstversorgung der Rettungsdienste vor Ort zur Kontrolle ins Krankenhaus verbracht.

Am Sonntag traten neue Öl-Sanktionen gegen Russland in Kraft. Damit will die EU Russlands Wirtschaft schwächen und seine Fähigkeit zur Kriegsführung einschränken.

Ölprodukte aus Russland dürfen vom 5. Februar 2023 an nicht mehr in die EU importiert werden. Grundlage der Einfuhrbeschränkung ist eine im vergangenen Juni von den 27 Mitgliedstaaten beschlossene Sanktionsverordnung wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Sie trat bereits kurz nach dem Beschluss in Kraft, sah aber für das Ölprodukte-Embargo eine lange Übergangsfrist vor. Der Import von russischem Rohöl in die EU ist bereits seit dem vergangenen Dezember weitestgehend verboten. Bei dem Ölprodukte-Embargo gibt es lediglich eine Ausnahmeregelung für Kroatien.

Ebenfalls vom 5. Februar 2023 an gilt eine Regelung, die Russland dazu zwingen soll, Erdölprodukte künftig unter Marktpreis an Abnehmer in anderen Staaten zu verkaufen. Sie sieht für Erzeugnisse wie Diesel eine Preisobergrenze von 100 US-Dollar (rund 92 Euro) pro Barrel vor, für weniger hochwertige Erdölprodukte wie Heizöl soll sie bei 45 Dollar (rund 41 Euro) pro Barrel (159 Liter) liegen. Zum Vergleich: An internationalen Börsen wurde ein Barrel Diesel zur Lieferung nach Europa zuletzt zu Preisen von umgerechnet etwa 100 bis 120 Euro gehandelt.

Beide Maßnahmen sollen dazu beitragen, die russischen Handelsgewinne zu begrenzen, und dadurch Russlands Fähigkeiten zur Kriegsführung einschränken.

Kurzmeldungen Lokales 05.02.2023

(C.) - Die Polizei meldet am Sonntagvormittag insgesamt neun Wohnungseinbrüche im Großherzogtum seit dem Vortag: Die Täter schlugen demnach in Luxemburg-Stadt, Howald, Alzingen, Aspelt, Eischen, Tetange, Junglinster, Nommern und Warken zu.