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"Hunger bis 2030 beseitigen"
International 25.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Nachhaltigkeitsziele von UN verabschiedet

"Hunger bis 2030 beseitigen"

Die Bekämpfung von Hungersnöten ist eines der großen Ziele der UNO.
Nachhaltigkeitsziele von UN verabschiedet

"Hunger bis 2030 beseitigen"

Die Bekämpfung von Hungersnöten ist eines der großen Ziele der UNO.
Foto: Caritas
International 25.09.2015 Aus unserem online-Archiv
Nachhaltigkeitsziele von UN verabschiedet

"Hunger bis 2030 beseitigen"

Kein Hunger mehr auf der Welt? Keine extreme Armut? Jedes Kind darf in die Schule, auch Mädchen? Was heute noch illusorisch klingt, soll in nur 15 Jahren Realität sein.

(dpa) - Die Vereinten Nationen wollen in den nächsten 15 Jahren Hunger und extreme Armut auf der ganzen Welt beseitigen. Die UN-Vollversammlung verabschiedete am Freitag die sogenannten Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die die Millenniumsziele (MDGs) ablösen sollen.

Mit diesen Jahrtausendzielen hatten sich die Mitglieder der Weltgemeinschaft im Jahr 2000 verpflichtet, bis zum Ende dieses Jahres Hunger und Armut drastisch zu reduzieren. In vielen Punkten gelang das. Die in mehr als zwei Jahren ausgehandelten Vorsätze sollen vor allem den Ärmsten der Welt helfen und die Erfolge der Jahrtausendziele sichern.

Bis 2030 sollen extreme Armut und Hunger auf der Welt besiegt werden. Außerdem soll allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser, einer vernünftigen Toilette und einer kostenlosen Grundschulausbildung garantiert werden. Der SDG-Katalog umfasst 17 Ziele, die den in vielen Punkten erreichten Jahrtausendzielen folgen.

«Niemand darf zurückgelassen werden», sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. «Aber der wahre Test kommt noch, nämlich die Umsetzung. Wir brauchen dafür die Hilfe von überall und von jedem.» Die SDG seien die Blaupause zum Erfolg.

«Wir brauchen politische Verpflichtung und Zusammenarbeit mit allen», sagte der Südkoreaner. «Dafür müssen wir uns ändern und über nationale Grenzen hinausgucken.» Zuvor hatten die Vereinten Nationen prominente Unterstützung erhalten.

Neben der in Benin aufgewachsenen Sängerin Angélique Kidjo trat vor den Abgeordneten der 193 UN-Staaten auch ihre kolumbianische Kollegin Shakira auf. Und auch Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die einen Mordanschlag von Islamisten überlebt hatte, richtete Worte an die Abgeordneten. «Bildung ist kein Privileg», sagte die 18-Jährige, «Bildung ist ein Recht».


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