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Hunderte Häuser beschädigt nach Beben in Frankreich
International 5 1 2 Min. 12.11.2019

Hunderte Häuser beschädigt nach Beben in Frankreich

In der Ortschaft Le Teil d'Ardèche liegen zahlreiche Häuser in Trümmern.

Hunderte Häuser beschädigt nach Beben in Frankreich

In der Ortschaft Le Teil d'Ardèche liegen zahlreiche Häuser in Trümmern.
Foto: AFP/Jeff Pachoud
International 5 1 2 Min. 12.11.2019

Hunderte Häuser beschädigt nach Beben in Frankreich

Im Zentrum des Erdbebens in Südfrankreich lag die kleine Gemeinde Le Teil d'Ardèche – die Schäden sind beträchtlich. Nahe der Stadt Montélimar mussten drei Atomreaktoren abgeschaltet werden.

(dpa/jt) - In der Nähe von Montélimar im Südosten Frankreichs bebte am Montagmittag die Erde. Mindestens vier Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Das berichteten die Präfekturen der Départements Ardèche und Drôme via Twitter.

In dem Ort Le Teil d'Ardèche westlich von Montélimar im Rhône-Tal wurden Hunderte Häuser beschädigt, wie der Radionachrichtensender Franceinfo unter Berufung auf den Bürgermeister berichtete.

Das Beben mit Epizentrum in der Nähe von Montélimar habe rund zehn Sekunden gedauert, berichteten Franceinfo und andere Medien. Der amerikanischen Erdbebenwarte USGS zufolge, deren Daten als weltweit verlässlich gelten, hatte es eine Stärke von 4,8. 

Das Bureau central sismologique français meldete hingegen eine Stärke von 5,4. Es sei das stärkste Erdbeben seit 16 Jahren gewesen, schrieb "Le Parisien".

Der Energiekonzern EDF teilte am Abend mit, dass drei Reaktoren des Atomkraftwerks Cruas-Meysse rund zehn Kilometer nördlich von Montélimar vorübergehend für Kontrollen heruntergefahren werden. Es habe keine Beschädigungen gegeben, doch es seien Vibrationen gemessen worden. 

Wie lange die Kontrollen dauern werden, blieb offen. Die anderen Atomkraftwerke in der Region würden weiterlaufen.

Ein Schwerverletzter

Beim Atomkraftwerk Tricastin rund 30 Kilometer südlich von Montélimar habe es keine Beschädigungen gegeben, berichtete die Präfektur des Départements Drôme. Ein Mensch sei in Montélimar von einem herabgefallenen Gerüst schwer verletzt worden. Drei weitere Menschen erlitten im westlich gelegenen Verwaltungsbezirk Ardèche leichte Verletzungen.


A woman waits in a gymnasium in Le Teil, southeastern France, on November 11, 2019, after an earthquake with a magnitude of 5.4 hit the area. - An unusually strong earthquake hit southeastern France on November 11, 2019, injuring four people, one of them seriously, authorities said. The quake, with a magnitude of 5.4, was felt in a vast area between the cities of Lyon and Montelimar which are about 150 kilometres (93 miles) apart, the national seismological office said. (Photo by JEFF PACHOUD / AFP)
Erdbeben in Südfrankreich: Vier Verletzte
In Südfrankreich hat am Montagmorgen die Erde gebebt. Vier Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. Die EDF hat örtliche Atomreaktoren heruntergefahren.

Bewohner wurden in Le Teil aufgefordert, zunächst außerhalb ihrer Wohngebäude zu bleiben. Laut Franceinfo wurden in dem 8000-Einwohner-Ort rund 200 bis 250 Häuser beschädigt. "Wir können nicht mehr in unserem Haus wohnen, alles hat sich verschoben, die Möbel sind umgefallen", erzählt eine betroffene Bewohnerin. "Unser Haus ist kaputt."

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Der Bürgermeister Olivier Pévérelli sagte dem Sender, die Türme von zwei Kirchen drohten zusammenzustürzen. Drei Sporthallen seien für Bewohner geöffnet worden. „Wir hatten den Eindruck, dass es im Garten eine Explosion gab(...)“, sagte eine Augenzeugin aus Teil dem Sender.

Die Erde bebte den Behörden zufolge gegen 11.52 Uhr MEZ, Medien hatten zuvor von 11.51 Uhr gesprochen. Das Beben sei im Tal des großen Flusses Rhône zu spüren gewesen. Er mündet westlich von Marseille im Mittelmeer.



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