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Hongkong: Mit Pfeil und Bogen gegen Polizei
International 17.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Hongkong: Mit Pfeil und Bogen gegen Polizei

Kollegen untersuchen einen Polizisten in Hongkong, der von einem Pfeil getroffen wurde.

Hongkong: Mit Pfeil und Bogen gegen Polizei

Kollegen untersuchen einen Polizisten in Hongkong, der von einem Pfeil getroffen wurde.
Foto: AFP
International 17.11.2019 Aus unserem online-Archiv

Hongkong: Mit Pfeil und Bogen gegen Polizei

In der chinesischen Sonderverwaltungsregion kommt es erneut zu schweren Zusammenstößen. Polizisten feuern mit Gummigeschossen und Tränengas, Demonstranten mit Pfeilen und Brandsätzen.

(dpa) – Bei den Anti-Regierungs-Protesten in Hongkong ist die Gewalt erneut eskaliert: Die Polizei setzte am Sonntag Tränengas, Gummigeschosse und Wasserwerfer gegen Demonstranten ein. Radikale Demonstranten schossen mit Pfeil und Bogen, ein Polizist wurde ins Bein getroffen. Andere bauten Katapulte, mit denen sie Brandsätze abfeuerten.

Für zusätzliche Unruhe sorgte ein Auftritt chinesischer Soldaten auf den Straßen Hongkongs. Zum ersten Mal seit Beginn der Proteste im Juni verließen die Soldaten ihre Kaserne am Samstag für einen Einsatz. 


Police conduct a clearence operation after office workers and pro-democracy protesters held a demonstration in Central in Hong Kong on November 15, 2019. - Thousands of pro-democracy protesters took to Hong Kong's streets, defying a warning by Chinese President Xi Jinping, as a campaign of mass disruption extended into a fifth straight day. (Photo by ISAAC LAWRENCE / AFP)
Weiteres Todesopfer nach Zusammenstößen in Hongkong
Innerhalb einer Woche sterben bei den sich zuspitzenden Protesten in Hongkong zwei Menschen. Die Regierung macht „Randalierer“ verantwortlich.

Bilder zeigten, wie sie Steine und andere Objekte von einer Straße räumten. Die Aktion fand große Beachtung, weil es unter einigen Hongkongern Befürchtungen gibt, dass China sein Militär anweisen könnte, um die Proteste in der Stadt niederzuschlagen. 

Nach den monatelangen Demonstrationen in Hongkong hatte Chinas kommunistische Führung zuletzt angedeutet, die Gangart zu verschärfen. Eine militärische Niederschlagung der Proteste halten die meisten Beobachter dennoch für unwahrscheinlich, weil China dafür international geächtet würde.



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