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Hitzige TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber
International 1 31.07.2019

Hitzige TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber

Zehn demokratische Präsidentschaftskandidaten lieferten sich am Dienstagabend einen inhaltlichen Schlagabtausch.

Hitzige TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber

Zehn demokratische Präsidentschaftskandidaten lieferten sich am Dienstagabend einen inhaltlichen Schlagabtausch.
AFP
International 1 31.07.2019

Hitzige TV-Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber

Die live TV-Debatten der demokratischen Präsidentschaftskandidaten gehen in die zweite Runde.

(dpa) - Beim Kräftemessen der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in den USA haben sich zehn der Kandidaten einen intensiven inhaltlichen Schlagabtausch geliefert. Während der live im US-Fernsehen übertragenen Debatte wurden am Dienstagabend (Ortszeit) auch die inhaltlichen Unterschiede zwischen den sehr linken und den eher moderaten Kandidaten deutlich. Auf persönliche Angriffe schienen die Kandidaten dabei bewusst zu verzichten.

"Ich weiß, wie man kämpft - und ich weiß, wie man gewinnt", versprach Senatorin Elizabeth Warren (70), die zu den aussichtsreichsten Kandidaten zählt. Sie werde sich mit Konzernen und Lobbyisten anlegen, um das Leben der Bürger im Land zu verbessern. "Wir haben ein korruptes System, das die Wohlhabenden bevorzugt", erklärte die linke Senatorin.

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Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders (77) gab sich kämpferisch. Er warb für die von ihm vorgeschlagene universelle Krankenversicherung. "Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht, kein Privileg", sagte er. Zudem forderte der gerade bei jungen Wählern beliebte linke Senator "super-aggressives" Handeln, um den Klimawandel zu bremsen. Dazu gebe es "keine Alternative", sagte er.


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Ein weiterer Favorit im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten für die Wahl 2020, der aufstrebende Bürgermeister Pete Buttigieg (37), gab sich als gemäßigter und pragmatischer Kandidat. Er verurteilte die jüngsten als rassistisch angesehenen Bemerkungen von US-Präsident Donald Trump. Buttigieg versprach, sich für Aussöhnung einzusetzen, räumte aber auch ein, dass es keine schnelle Patentlösung gebe. "Wenn heute ein Schwarzer in die Notaufnahme kommt, werden seine Klagen über Schmerzen weniger erst genommen", sagte er. Auch auf dem Arbeitsmarkt seien Schwarze weiter benachteiligt.

Von links nach rechts: Marianne Williamson, Rep. Tim Ryan, Sen. Amy Klobuchar, Bürgermeister von Indiana Pete Buttigieg, Sen. Bernie Sanders, Sen. Elizabeth Warren, der frühere Texanische Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der frühere Gouverneur von Colorado John Hickenlooper, der frühere Kongressabgeordnete von Maryland John Delaney, und der Gouverneur von Montana Steve Bullock.
Von links nach rechts: Marianne Williamson, Rep. Tim Ryan, Sen. Amy Klobuchar, Bürgermeister von Indiana Pete Buttigieg, Sen. Bernie Sanders, Sen. Elizabeth Warren, der frühere Texanische Kongressabgeordnete Beto O'Rourke, der frühere Gouverneur von Colorado John Hickenlooper, der frühere Kongressabgeordnete von Maryland John Delaney, und der Gouverneur von Montana Steve Bullock.
Foto: AFP

Angesichts des großen Bewerberfeldes bei den Demokraten sind für die TV-Debatte zwei Abende angesetzt mit jeweils zehn Bewerbern. In der Nacht zum Donnerstag folgt die zweite Runde: Dann werden, unter anderen, Ex-Vizepräsident Joe Biden und die Senatorin Kamala Harris aufeinandertreffen, deren Duell nach der ersten großen Debatte Ende Juni viel Aufmerksamkeit erhalten hatte.

Biden führt die Umfragen zu den demokratischen Bewerbern seit Wochen an. Derzeit liegen Warren, Sanders und Harris auf den Plätzen hinter ihm - allerdings mit einigem Abstand. Für die Republikaner will Präsident Trump erneut antreten.


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