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Helfer sprechen von „Binnenmeeren“ in Mosambik
International 15 20.03.2019

Helfer sprechen von „Binnenmeeren“ in Mosambik

Helfer sprechen von „Binnenmeeren“ in Mosambik

Foto: AFP
International 15 20.03.2019

Helfer sprechen von „Binnenmeeren“ in Mosambik

Das Ausmaß der Katastrophe in Mosambik ist immer noch nicht absehbar. Experten warnen angesichts steigender Flusspegel, dass sich die Lage weiter zuspitzt. Hilfsorganisationen wollen ihre Einsätze ausweiten.

(dpa) - Nach dem schweren Tropensturm „Idai“ sind im Zentrum Mosambiks Helfern zufolge Flüsse so dramatisch über die Ufer getreten, dass „Binnenmeere“ entstanden sind. Bei Flügen über dem Katastrophengebiet zeige sich ein erschreckendes Bild, erklärte das Welternährungsprogramm (WFP). Die größte Herausforderung sei es jetzt, trotz der Überschwemmungen die Hilfsbedürftigen zu erreichen.

Meteorologen warnten, dass es in der Region noch bis Donnerstag stark regnen sollte. Zwei große Flüsse hätten bereits „kilometerlange Binnenmeere“ gebildet, warnte WFP-Sprecher Herve Verhoosel in Genf. Die Organisation will in dem Land im südlichen Afrika in Kürze bis zu 600 000 Menschen unterstützen. In der besonders betroffenen Hafenstadt Beira und deren Umland waren auch am Mittwoch Hunderttausende Menschen weiter ohne elektrischen Strom.


A man stands next to the wreckage a vehicles washed away f March 18, 2019 in Chimanimani, eastern Zimbabwe, after the area was hit by the cyclone Idai. - A cyclone that ripped across Mozambique and Zimbabwe has killed at least 162 people with scores more missing. Cyclone Idai tore into the centre of Mozambique on the night of March 14 before barreling on to neighbouring Zimbabwe, bringing flash floods and ferocious winds, and washing away roads and houses. (Photo by Zinyange AUNTONY / AFP)
Bis zu 1000 Todesopfer nach Sturm in Mosambik befürchtet
Weite Landesteile in Mosambik sind überflutet. Eine Großstadt ist seit Tagen ohne Strom und von der Außenwelt abgeschnitten. Helfer schlagen nach dem tropischen Wirbelsturm „Idai“ Alarm.

Die „massive Katastrophe“ betreffe möglicherweise Millionen Menschen in Mosambik und den Nachbarländern Simbabwe und Malawi, sagte der Leiter des UN-Nothilfebüros (Ocha), Jens Laerke. „Wir brauchen jede logistische Unterstützung, die wir bekommen können“, sagte er. Ein Sprecher des Roten Kreuzes erklärte, Helfer vor Ort sprächen von Orten, die bis zu sechs Meter unter Wasser stünden. Die Organisation warnte, rund 400 000 Menschen könnten zeitweise obdachlos sein.

Der Zyklon „Idai“ mit der Stärke vier von fünf war in der Nacht zum Freitag mit Windböen von bis zu 160 Kilometern pro Stunde vom Indischen Ozean her nahe der mosambikanischen Großstadt Beira auf Land getroffen. Es folgten Sturmfluten und massive Überschwemmungen. Mosambiks Präsident Filipe Nyusi hatte am Montag gesagt, es könnte mindestens 1000 Todesopfer geben.

Mosambik wird immer wieder von schweren Wirbelstürmen getroffen. Der Zyklon „Favio“ etwa hatte 2007 rund 130 000 Häuser beschädigt und Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Im Jahr 2000 waren infolge des Zyklons „Eline“ knapp eine halbe Million Menschen obdachlos, rund 700 starben. Mosambik gehört einem UN-Index zufolge zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Die Regierung dürfte mit der Bewältigung der sich nun abzeichnenden humanitären Katastrophe überfordert sein. Zahlreiche Hilfsorganisationen planen daher, ihre Einsätze vor Ort auszubauen und haben zu Spenden aufgerufen.


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