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Heiße Phase ist angelaufen
International 2 Min. 09.05.2016 Aus unserem online-Archiv
EU-Referendum

Heiße Phase ist angelaufen

David Cameron hatte für seinen Auftritt das "British Museum" ausgewählt.
EU-Referendum

Heiße Phase ist angelaufen

David Cameron hatte für seinen Auftritt das "British Museum" ausgewählt.
Foto: REUTERS
International 2 Min. 09.05.2016 Aus unserem online-Archiv
EU-Referendum

Heiße Phase ist angelaufen

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der Wahlkampf für das EU-Referendum in Großbritannien nimmt Fahrt auf. Premierminister Cameron warnt sein Land vor Sicherheitsrisiken. EU-Gegner Johnson stürzt sich auf das Thema Migration.

(dpa) - Gut sechs Wochen vor dem Referendum über einen EU-Austritt Großbritanniens haben die prominentesten Vertreter beider Lager die heiße Phase des Wahlkampfs eröffnet. Premierminister David Cameron warnte seine Landsleute in einer Rede am Montag eindringlich vor Sicherheitsrisiken, sollten sie bei der Volksabstimmung am 23. Juni für ein Nein Großbritanniens zur EU votieren.

Londons Ex-Bürgermeister Boris Johnson, der prominenteste Befürworter eines britischen EU-Ausstiegs, ließ wenig später durchblicken, dass Migration eines der zentralen Themen des Wahlkampfs werden soll.

Cameron wählte für seine Rede einen symbolträchtigen Ort: das British Museum. Passend dazu stellte er die Volksabstimmung in eine Reihe mit historischen Ereignissen wie den Sieg über Napoleon bei der Schlacht von Waterloo oder die Zerstörung der spanischen Armada. Das Ergebnis der Volksabstimmung entscheide über das Schicksal des Landes und habe „echte, dauerhafte und unmittelbare Folgen für jeden in Großbritannien“.

"EU ist unverzichtbar"

Boris Johnson fuhr werbewirksam mit dem Fahrrad vor.
Boris Johnson fuhr werbewirksam mit dem Fahrrad vor.
Foto: AFP

Angesichts eines aggressiv auftretenden Russlands und der Terrororganisation IS sei die EU unverzichtbar, um Großbritanniens Sicherheit zu gewährleisten, sagte Cameron. Hinsichtlich der Gefahr von Terroranschlägen betonte Cameron die Bedeutung der Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden innerhalb der EU. Der Austausch von Informationen könne nicht mehr im selben Ausmaß gewährleistet werden, sollte Großbritannien die EU verlassen.

Boris Johnson gab sich kaum weniger pathetisch als der Premierminister. Während seiner Rede sang er Teile aus der von Beethoven vertonten „Ode an die Freude“, um zu beweisen, dass er ein begeisterter Europäer ist. „Wenn wir die EU verlassen, verlassen wir keineswegs Europa“, sagte Johnson, der sich damit nach eigener Aussage gegen Kritik wehrte, er gehöre einer fremdenfeindlichen Gruppe von EU-Gegnern an.

Dauerthema Einwanderung

Camerons Befürchtungen um die Sicherheit Großbritanniens wies Johnson zurück. Man könne die Zusammenarbeit mit den EU-Staaten im Sicherheitsbereich auch auf anderem Wege regeln, sagte er. Auch für Großbritanniens Wirtschaft sieht Johnson bei einem EU-Austritt keine Gefahr.

Johnson legte dafür viel Wert auf das Thema Migration. Drei von fünf Fragen, die Johnson am Montag als zentral ankündigte, drehen sich darum, wie Einwanderer aus Großbritannien ferngehalten werden können. „Ich denke, es befremdet die Menschen, dass die grundlegendste Kompetenz eines Staates, zu bestimmen, wer im Land lebt und arbeitet, jetzt in Brüssel liegt“, sagte Johnson.


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