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Handelskrieg: USA und China reden miteinander
International 2 Min. 10.07.2019

Handelskrieg: USA und China reden miteinander

Huawei war besonders stark von dem Streit getroffen worden.

Handelskrieg: USA und China reden miteinander

Huawei war besonders stark von dem Streit getroffen worden.
Foto: AFP
International 2 Min. 10.07.2019

Handelskrieg: USA und China reden miteinander

Nur langsam kommen die USA und China wieder an den Verhandlungstisch. Chinas Telekomriese Huawei kann wieder auf Geschäfte mit US-Firmen hoffen, bleibt aber auf der schwarzen Liste. Wie geht es weiter?

(dpa) - Die USA und China wollen einen neuen Anlauf unternehmen, um nach einer Lösung für ihren anhaltenden Handelskrieg zu suchen. Nach der Einigung von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping auf eine Wiederaufnahme der Handelsgespräche am Rande des Gipfels der großen Industrienationen (G20) Ende Juni in Osaka, in Japan, telefonierten die Unterhändler beider Seiten am Dienstagabend wieder miteinander, wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete.


This photo taken on May 11, 2019 shows a worker on the production line of a factory in Jinan, in east China's Shandong province, which produces construction machinery for export to many countries, including the US. - China warned on May 13 that it will "never surrender to external pressure" after the United States ordered tariffs on almost all Chinese exports. (Photo by STR / AFP) / China OUT
China erhöht Zölle auf US-Waren
China schlägt im Handelskrieg mit den USA zurück. US-Präsident Trump hatte vor Gegenmaßnahmen gewarnt.

An dem Gespräch hätten Chinas Vizepremier Liu He und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sowie Finanzminister Steven Mnuchin teilgenommen. Wann die Unterhändler wieder persönlich zusammentreffen, blieb aber unklar. Nach Presseberichten soll eine neue Verhandlungsrunde in diesem Monat in Peking geplant sein. Die amerikanische Seite hat aber deutlich gemacht, dass sie keine Eile hat, sondern vielmehr ein gutes Ergebnis für die USA sucht.

Nach dem Versprechen von Trump, US-Unternehmen wieder Geschäfte mit Chinas Telekomriesen Huawei zu erlauben, kündigte Handelsminister Wilbur Ross laut „New York Times“ an, dass dafür Lizenzen vergeben werden, „wo es keine Bedrohung für die nationale Sicherheit“ gebe. „Wir öffnen es für eine begrenzte Zeit.“ Doch wird der führende Netzwerkausrüster und zweitgrößte Smartphone-Hersteller weiter aus Sicherheitsgründen auf einer schwarzen Liste bleiben.

Mit den Lizenzen werden große amerikanische Chiphersteller wie Qualcomm und Intel oder auch Google voraussichtlich wieder an Huawei liefern können. Somit könnte auch wieder die Versorgung der Huawei-Smartphones mit neuen Versionen des Android-Betriebssystems gesichert werden, was Verbraucher in Deutschland und anderswo schwer verunsichert hatte. Wann die Lizenzen vergeben werden und welche Technologie geliefert werden darf, muss sich aber noch zeigen.

Die beiden größten Volkswirtschaften liefern sich seit einem Jahr einen erbitterten Handelskrieg, der das Wachstum in beiden Staaten bremst und auch der globalen Konjunktur schadet. Auslöser war die Verärgerung Trumps darüber, dass China weit mehr in die USA exportiert als umgekehrt. Er fordert eine Beseitigung von Marktschranken, kritisiert die Verletzung von Urheberrechten, zwangsweisen Technologietransfer und staatliche Subventionen.


WASHINGTON, DC - MAY 17: U.S. President Donald Trump helps broker of Southern Properties in Memphis, Tennessee, Bob Turner to adjust the microphone during the National Association of Realtors Legislative Meetings & Trade Expo May 17, 2019 in Washington, DC. President Trump announced that the U.S. will lift its tariffs on steel and aluminum from Canada and Mexico.   Alex Wong/Getty Images/AFP
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Handelsstreit kühlt ab: Trump lässt bei Zöllen locker
Am Freitag schaffte US-Präsident Trump seine selbst verhängten Zölle teils wieder ab - und verschaffte den Autobauern in Europa und Japan etwas Luft.

Seither hat Trump die Hälfte der Importe aus China mit 25-prozentigen Sonderzöllen überzogen. China reagierte mit Gegenzöllen. Bei dem Treffen mit Xi Jinping am 29. Juni in Osaka sagte Trump aber zu, eine geplante Ausweitung der Sonderzölle vorerst zu verschieben. So hatte der US-Präsident damit gedroht, die Sonderabgaben auf die restlichen China-Einfuhren im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar auszuweiten. Im Raum standen Zölle in Höhe von 10 bis 25 Prozent.


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(FILES) In this file photo taken on May 09, 2019, US President Donald Trump speaks during event on ending surprise medical billing at the White House in Washington, DC. - President Donald Trump on Monday, May 13, 2019 warned China not to retaliate after Washington raised punitive duties on $200 billion worth of Chinese imports to 25 percent from 10 percent. "China should not retaliate-will only get worse!" Trump wrote in a flurry of tweets on trade. The tariffs were imposed on Friday, May 10, 2019 after two days of talks to resolve the US-China trade battle ended with no deal, however negotiations will continue. Trump also addressed Chinese President Xi Jinping and warned that companies would leave China if a trade deal was not reached. (Photo by Jim WATSON / AFP)