Guterres: Libyen-Konflikt kann nicht militärisch gelöst werden
Guterres: Libyen-Konflikt kann nicht militärisch gelöst werden
„Ich bin der festen Überzeugung, dass es in Libyen keine militärische Lösung gibt“, sagte Guterres nach Angaben der Vereinten Nationen am Sonntag bei seiner Ansprache auf der Libyen-Konferenz in Berlin.
Eine weitere Verschärfung des Krieges müsse verhindert werden, damit der Konflikt nicht in einem „humanitären Albtraum“ ende und das Land nicht dauerhaft spalte.
Dafür müssten auch die „unverhohlenen“ Verstöße gegen das geltende UN-Waffenembargo aufhören. „Für die unmittelbaren Nachbarn Libyens - insbesondere für den südlichen Mittelmeerraum und die Sahelzone - sind die Folgen (des Konflikts) gravierend und spürbar: mehr Terrorismus, mehr Menschenhandel, mehr Drogen- und Waffenschmuggel“, sagte Guterres laut Mitteilung weiter.
Größte internationale Anstrengung
In Libyen brach nach Sturz und Tötung des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 ein Bürgerkrieg aus. Die Regierung von Ministerpräsident Al-Sarradsch ist international anerkannt, hält aber nur kleine Gebiete rund um die Hauptstadt Tripolis im Westen des Landes. Gegen ihn kämpft der General Chalifa Haftar mit seinen Verbündeten, die weite Teile des ölreichen Landes beherrschen.
Der Berliner Libyen-Gipfel ist die bislang größte internationale Anstrengung für Frieden in dem nordafrikanischen Land. Es soll ein Waffenstillstand mit internationaler Überwachung, eine Verpflichtung zur Einhaltung des Waffenembargos sowie eine Entwaffnung der Milizen in dem Land erreicht werden.
