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Gute Ergebnisse für Macrons Minister
International 11.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Französische Parlamentswahl

Gute Ergebnisse für Macrons Minister

Richard Ferrand Affäre hat ihm jedoch offensichtlich nicht geschadet. In seinem Wahlkreis liegt er klar vorn.
Französische Parlamentswahl

Gute Ergebnisse für Macrons Minister

Richard Ferrand Affäre hat ihm jedoch offensichtlich nicht geschadet. In seinem Wahlkreis liegt er klar vorn.
Foto AFP
International 11.06.2017 Aus unserem online-Archiv
Französische Parlamentswahl

Gute Ergebnisse für Macrons Minister

Bei der französischen Parlamentswahl haben auch fünf Politiker kandidiert, die Präsident Emmanuel Macron vor wenigen Wochen zu Ministern der neuen Regierung ernannt hatte. Sie konnten im ersten Wahlgang gute Ergebnisse einfahren.

(dpa) - Besonders im Fokus stand Wohnungsbauminister Richard Ferrand, der wegen eines Immobiliengeschäfts in der Kritik stand. Die Affäre hat ihm jedoch offensichtlich nicht geschadet; er lag in seinem Wahlkreis in der Bretagne am Sonntag mit 33,9 Prozent klar vorn. Er trifft in der Stichwahl auf die Konservative Gaëlle Nicolas (18,1 Prozent).

Wirtschaftsminister Bruno Le Maire lag mit rund 44,5 Prozent in Führung. Er kandidiert in der zweiten Runde gegen die Front-National-Kandidatin Fabienne Delacour (rund 22,1 Prozent). Le Maire kommt von den Konservativen, seine Ernennung war ein Schachzug des sozialliberalen Präsidenten mit Blick auf das bürgerliche Lager. Er trat im Département Eure an, das zur Region Normandie gehört.

Der Minister für Beziehungen zum Parlament und Regierungssprecher Christophe Castaner kam in seinem Wahlkreis in Südfrankreich auf 44 Prozent. Er tritt in der Stichwahl auf den Linkspolitiker Léo Walter (rund 16,6 Prozent). Die Übersee-Ministerin Annick Girardin steht ebenfalls in der entscheidenden zweiten Runde. Sie kandidierte auf der kleinen französischen Inselgruppe Saint-Pierre und Miquelon vor der kanadischen Ostküste - dort gab es ein Unentschieden mit Stéphane Lenormand, der wie Girardin rund 41,6 Prozent der Stimmen erhielt.

Europa-Ministerin Marielle de Sarnez trat in Paris an, dort lagen am Sonntagabend noch keine Ergebnisse vor.

Wenn die Politiker in der Regierung bleiben, können sie ihr Abgeordnetenmandat nicht wahrnehmen. Dann übernimmt ein vorab festgelegter Ersatzmann den Sitz. Wenn sie während der Legislaturperiode aus der Regierung ausscheiden, können sie das Mandat aber wieder übernehmen.