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Großer Klimamarsch in Madrid: Gipfel geht in entscheidende Woche
International 6 1 07.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Großer Klimamarsch in Madrid: Gipfel geht in entscheidende Woche

Demonstrators hold a banner reading "Climate Justice" during a mass climate march to demand urgent action on the climate crisis from world leaders attending the COP25 summit, in Madrid, on December 6, 2019. - The main march takes place in Madrid on the sidelines of the UN climate conference, with a simultaneous rally in the Chilean capital, which had been due to host the 12-day gathering but was forced to pull out due to deadly anti-government protests. (Photo by GABRIEL BOUYS / AFP)

Großer Klimamarsch in Madrid: Gipfel geht in entscheidende Woche

Demonstrators hold a banner reading "Climate Justice" during a mass climate march to demand urgent action on the climate crisis from world leaders attending the COP25 summit, in Madrid, on December 6, 2019. - The main march takes place in Madrid on the sidelines of the UN climate conference, with a simultaneous rally in the Chilean capital, which had been due to host the 12-day gathering but was forced to pull out due to deadly anti-government protests. (Photo by GABRIEL BOUYS / AFP)
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International 6 1 07.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Großer Klimamarsch in Madrid: Gipfel geht in entscheidende Woche

Nach den wortgewaltigen Appellen ist nun Handeln gefragt. In der spanischen Hauptstadt richten sich alle Blicke auf den Klimagipfel, bei dem es ab nächster Woche zur Sache geht.

(dpa) - Mit einem großen Marsch für mehr Klimaschutz haben Zehntausende Demonstranten eine der bekanntesten Straßen Madrids lahmgelegt. Die Organisatoren sprachen von 500.000 Teilnehmern am Freitagabend, die Polizei hingegen von lediglich 15.000 Demonstranten. An der Kundgebung auf der Flaniermeile Paseo del Prado nahm zunächst auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teil. Die 16-Jährige musste den Marsch jedoch wegen des riesigen Rummels um ihre Person später verlassen und wurde mit einem Elektroauto zu der großen Bühne gefahren, auf der die Abschlusskundgebung stattfand.

Bei der Großdemo war auch der spanische Filmstar Javier Bardem dabei, ebenso wie zahlreiche Indigene aus Lateinamerika, die ganz besonders unter der Umweltzerstörung und Abholzung der Regenwälder leiden. Die Politiker müssten jetzt "auf der Höhe dieses historischen Moments" sein, erklärte Bardem mit Blick auf die anhaltenden internationalen Klimaproteste. Auch Thunberg forderte die Politiker bei einer kurzen Rede unter dem Jubel der Anwesenden erneut auf, beim derzeitigen UN-Klimagipfel konkrete Fortschritte im Kampf gegen die Erderwärmung zu erzielen.

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Zuvor hatte sie bei einer Pressekonferenz eingeräumt, dass die weltweiten Klimaproteste junger Aktivisten bisher noch nicht viel Konkretes dazu beigetragen hätten, den Klimawandel aufzuhalten. "Wir haben das Bewusstsein für Klimafragen geweckt, aber das reicht noch lange nicht aus", sagte sie. "Somit kann man sagen, dass wir viel, aber dann auch wieder nichts erreicht haben." Sie selbst sehe sich dabei nur als "einen kleinen Teil einer sehr großen Bewegung", die weiter für eine bessere Zukunft kämpfen werde.


ACHTUNG: SPERRFRIST 4. DEZEMBER 00:01 UHR. ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR DER SPERRFRIST, 4. DEZEMBER 00.01 UHR, VERÖFFENTLICHT WERDEN! EIN BRUCH DES EMBARGOS KÖNNTE DIE BERICHTERSTATTUNG ÜBER STUDIEN EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN. - ARCHIV - 25.07.2019, Hessen, Frankfurt/Main: Die einige Kilometer entfernt stehenden Frankfurter Hochhäuser erscheinen in der Mittagshitze flimmernd hinter einem Maisfeld. (Zu dpa: «Umweltagentur: Europa muss Kurs bei Klima und Umwelt dringend ändern») Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Bei der zweiwöchigen Weltklimakonferenz, die ursprünglich in Santiago de Chile stattfinden sollte und wegen der dortigen Unruhen kurzfristig nach Madrid verlegt wurde, ist nun fast Halbzeit. Die Hilfsorganisation Care monierte am Freitag, die Industrienationen spielten in Madrid bislang auf Zeit, und auch die EU-Kommission bleibe weiter hinter den Erwartungen zurück.

Ab der nächsten Woche wird auf Ministerebene verhandelt. Im Mittelpunkt der Treffen stehen ehrgeizigere Ziele als bisher, was die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens angeht. Dieses sieht vor, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Jedoch müssen die ambitionierteren Pläne erst bei der nächsten Klimakonferenz im kommenden Jahr vorgelegt werden. Thunberg sagte dazu: "Halbe Gipfeltreffen können wir uns gar nicht leisten, wir müssen jede Chance nutzen."



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