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Großbritannien: Keine Quarantäne für Reisende aus Luxemburg
International 2 Min. 03.07.2020

Großbritannien: Keine Quarantäne für Reisende aus Luxemburg

Großbritannien: Keine Quarantäne für Reisende aus Luxemburg

Foto: dpa-tmn
International 2 Min. 03.07.2020

Großbritannien: Keine Quarantäne für Reisende aus Luxemburg

Mit „Luftbrücken“ will die britische Regierung Sommerurlaube ermöglichen und Quarantänemaßnahmen verhindern. Doch die nur für England geltenden Maßnahmen stoßen auf große Bedenken.

(dpa) - Rechtzeitig zum Sommerurlaub lockert England seine wegen der Corona-Pandemie getroffenen Quarantäne-Vorschriften für Einreisende aus etwa 50 Ländern. Von der neuen Regelung profitierten zudem gut zehn Überseegebiete, sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Freitag dem Nachrichtensender Sky News.

Eine Liste aller Länder, die von der Quarantäne ausgenommen werden, wurde am Freitagnachmittag veröffentlicht. Besucher unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien müssen sich ab 10. Juli bei ihrer Ankunft nicht mehr für 14 Tage isolieren. Angesichts der epidemiologischen Lage steht auch Luxemburg auf der Liste.


A member of staff at a Wetherspoons pub in north London cleans the bar in preparation for pubs to reopen early next month on June 24, 2020. - Prime Minister Boris Johnson yesterday announced a further easing of coronavirus restrictions in England from July 4, as part of plans to kickstart hospitality, culture and tourism. (Photo by Tolga Akmen / AFP)
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Einreisende nach Großbritannien müssen zurzeit an der Grenze ihre Adress- und Kontaktdaten hinterlassen und zwei Wochen lang in Quarantäne gehen. Wer sich nicht an die 14-tägige Pflicht zur Selbstisolation hält, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen.  

Damit können auch Engländer zum Beginn der Sommerferienzeit in andere Länder reisen und müssen bei ihrer Rückkehr nicht in Selbstisolation. Die Regierung gehe davon aus, dass eine Reihe der von der Quarantäne ausgenommenen Länder auch einreisende Briten nicht zur Selbstisolation auffordern werde, hieß es.

Die neue Regelung zu den sogenannten Luftbrücken gilt nur für England - in Wales, Schottland und Nordirland sind weiter die alten Vorschriften in Kraft. Ein schottischer Regierungssprecher kritisierte, dass die Lockerungen für „Staaten mit einem unterschiedlichen (Corona-)Risiko“ gelten. Außerdem wäre es sinnvoller, dass sich zunächst alle britischen Landesteile auf ein gemeinsames Vorgehen einigten.


01.07.2020, Großbritannien, London: Eine Plexiglasscheibe trennt zwei Tische im Pub "The Mossy Well", während die übrigen Tische auf Abstand im Lokal verteilt sind. Die Menschen in England dürfen ab 04.07.2020 erstmals seit über drei Monaten wieder in die Pubs. Wird es ein geselliges Zusammensein oder droht London und anderen Städten ein komplettes Chaos? (zu dpa "Pubs in England öffnen wieder - «Zirkus voller betrunkener Clowns») Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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„Der heutige Tag markiert den nächsten Schritt zur vorsichtigen Wiederöffnung unserer großen Nation“, wurde Shapps in einer Mitteilung seines Ministeriums zitiert. Das seien gute Nachrichten für die Briten und britische Unternehmen. „Wir werden nicht zögern, schnell zu handeln, um uns zu schützen, falls die Infektionsraten in Ländern steigen, mit denen wir uns wieder verbinden.“

Einreisende nach Großbritannien müssen seit dem 8. Juni an der Grenze ihre Adress- und Kontaktdaten hinterlassen und zwei Wochen lang in Quarantäne gehen. Wer sich nicht an die 14-tägige Pflicht zur Selbstisolation hält, muss mit einem hohen Bußgeld rechnen. Mehrere Fluggesellschaften hatten dagegen Klage eingereicht.

Mit der Quarantänepflicht will die Regierung verhindern, dass es in Großbritannien eine zweite Welle an Coronavirus-Infektionen durch eingeschleppte Fälle gibt. Großbritannien ist das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Der Regierung von Premierminister Boris Johnson wird vorgeworfen, zu spät und falsch auf die Corona-Krise reagiert zu haben. Derzeit haben sich laut Johns Hopkins University mehr als 285.000 Menschen in Großbritannien mit dem Virus infiziert, über 44.000 starben im Zusammenhang mit ihm.


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