Theresa May wollte die Wahl vorziehen, um ihr Mandat für den Brexit zu stärken. Nach der Wahl am 8. Juni war das Gegenteil der Fall - die Tories verloren die absolute Mehrheit im Parlament. Und Labour triumphiert.
Es ist für sie ein Wahldesaster, dennoch will Theresa May weitermachen. Die britische Premierministerin setzt auf eine Minderheitsregierung mit der konservativen Democratic Unionist Party der nordirischen Protestanten. Die nötige Zustimmung der Queen hat sie bereits eingeholt.
Theresa May versprach eine „starke und stabile“ Führung in Zeiten von Brexit und Terror - aber bei den britischen Wählern zog das nicht. Nun stehen die Konservativen ohne Regierungsmehrheit da. May wird sich um 11 Uhr (Luxemburger Zeit) äußern.
Nach der Unterhaus-Wahl hat Großbritannien ein "hung parliament", also ein "Parlament in der Schwebe" ohne die absolute Mehrheit für eine Partei. Das ist im Unterhaus sehr selten.
Im Wahlkampf konnte Labour-Chef Jeremy Corbyn mächtig zulegen. Reicht das aber, um Theresa May vom Thron zu stürzen? Ihren Rücktritt forderte der Alt-Linke bereits.
Theresa May hat mit den vorgezogenen Neuwahlen hoch gepokert - und verloren. Sie wollte ein starkes Mandat für die Brexit-Verhandlungen und büßte dabei die absolute Mehrheit ein. Jetzt droht dem Land eine Hängepartie.
Unter dem Eindruck der jüngsten Terroranschläge war die Sicherheit im britischen Wahlkampf ein größeres Thema als der Brexit. Doch der Ausgang entscheidet auch über die Richtung beim EU-Austritt.
In Großbritannien haben Umfragen bei Wahlen viel weniger Bedeutung als in anderen europäischen Staaten - denn das Wahlrecht dort bringt manchmal überraschende Ergebnisse hervor. Was heißt das genau?
Ein Jahr nach dem Brexit-Votum sollen die EU-Austrittsverhandlungen mit Großbritannien nun endlich anfangen. Man wartet nur noch auf die britische Wahl. Aber hat ein Kompromiss überhaupt noch eine Chance?
Das Flügelschlagen der Parteien ist kurz vor der Neuwahl des britischen Parlaments besonders laut. Die Top-Protagonisten können unterschiedlicher kaum sein.
Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn wird von seinen Anhängern als Gegenentwurf zum opportunistischen Berufspolitiker gefeiert. Doch seine Prinzipientreue ist auch sein größtes Problem.
Die Briten wählen an diesem Donnerstag schon wieder. Theresa May will sich damit mehr Rückendeckung für die Brexit-Verhandlungen holen. Doch die Labour-Partei ist ihr dicht auf den Fersen.