Wählen Sie Ihre Nachrichten​

(dpa) - Das griechische Parlament hat nach einer mehr als 14-stündigen Debatte am frühen Freitagmorgen mit großer Mehrheit eine Verschärfung des Asylgesetzes verabschiedet. Ziel der konservativen Regierung unter Premier Kyriakos Mitsotakis ist es, die Asylverfahren zu beschleunigen und Antragsteller im Rahmen des Flüchtlingspaktes zügiger zurück in die Türkei zu schicken. Zudem sollen bis zum Jahresende rund 20 000 Asylbewerber von den völlig überlasteten griechischen Inseln aufs Festland gebracht werden.

Das griechische Asylsystem sei seit langem gelähmt, sagte Mitsotakis in seiner Rede vor dem Parlament. Es verbreite die Botschaft, jeder könne in Griechenland bleiben. Künftig solle unter anderem „jeder Antrag nach sechs anstatt nach neun Monaten geprüft werden“. Arbeite der Antragssteller nicht mit den Behörden zusammen, werde der Antrag automatisch für unbegründet erklärt.

Mitsotakis appellierte zudem erneut an die EU-Mitgliedstaaten: „Es kann nicht sein, dass ein Land die Freizügigkeit der EU nutzt und sich gleichzeitig weigert, auch nur die kleinste Migrationslast zu teilen.“ Europäische Solidarität gebe es nicht à la carte.

Die Opposition sowie Hilfs- und humanitäre Organisationen hatten die Verschärfung des Gesetzes im Vorfeld kritisiert: Das Recht von Schutzsuchenden auf eine umfassende Prüfung ihres Asylantrags werde damit ausgehöhlt.

Auf den Inseln der Ostägäis harren derzeit fast 35 000 Migranten aus. Das ist die höchste Zahl seit Inkrafttreten des Flüchtlingspaktes im März 2016. Kapazität gibt es nur für rund 7000 Menschen; die Migranten leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.

Heute

Kurzmeldungen Panorama Vor 26 Minuten

(dpa) - US-Schauspieler Harrison Ford („Krieg der Sterne“, „Blade Runner“) im Glück: Auf der italienischen Insel Sizilien hat ein Deutscher die verloren gegangene Kreditkarte des 79-Jährigen gefunden und bei der Polizei abgegeben. Der Hollywood-Star sei derzeit wegen Dreharbeiten auf der beliebten Urlaubsinsel, teilte die italienische Polizei am Samstag auf Facebook mit. Dem Fernsehsender Rai zufolge handelt es sich um Arbeiten für den neuen „Indiana-Jones“-Film.

Der Fund durch den deutschen Touristen, den die Polizei am Samstag auf Nachfrage bestätigte, geschah laut Nachrichtenagentur Ansa bereits am Donnerstagnachmittag. Die Beamten im Badeort Mondello, einem Vorort der sizilianischen Hauptstadt Palermo, machten Ford nach eigenen Angaben rasch ausfindig und gaben ihm die Karte zurück. Er sei überrascht und erleichtert gewesen. Auf einem Foto war der US-Amerikaner mit drei Beamten zu sehen, in der Hand hielt er seine schwarze Kreditkarte.

Kurzmeldungen Lokales Heute um 11:15

(LW) - In der Nacht zum Samstag hat die Luxemburger Polizei zwei betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. 

Kurz nach 2 Uhr morgens war in der Gegend von Bleesbrück ein Autofahrer in Schlangenlinien unterwegs. Bei der Überprüfung des Fahrers erhärtete sich der Verdacht auf Fahrt unter übermäßigem Alkoholeinfluss. Der Alkoholtest fiel positiv aus. Der Führerschein des Mannes wurde eingezogen, zudem wurde ihm die Weiterfahrt untersagt. Die Beamten erstellten Protokoll.

Auch in Monnerich wurde am Freitag gegen 23.30 Uhr ein Führerschein aufgrund von Alkohol am Steuer eingezogen.

Mehr Lokalnachrichten

Kurzmeldungen Lokales Heute um 11:01

(LW) - Bei Unfällen im Straßenverkehr in der Hauptstadt sind am Samstagmorgen drei Personen verletzt worden. Das meldet der CGDIS in seinem Bulletin. 

Der erste Unfall ereignete sich kurz vor 9 Uhr in der Rue Jean-Pierre Beicht in Limpertsberg. Zwei Autos waren hier zusammengestoßen, einer der Fahrer wurde dabei verletzt.

Etwa eine Viertelstunde später kolliderten in der Rue du Cents zwei Autos. Zwei Verletzte wurden von den Rettungskräften versorgt.

Mehr Lokalnachrichten

Kurzmeldungen Lokales Heute um 10:22

(LW) - In Luxemburg ist es am Freitag zu zwei Einbrüchen gekommen. In Buschdorf (Gemeinde Helperknapp) verschafften sich unbekannte Täter über den Balkon Zutritt zu einem Mehrfamilienhaus. Weitere Informationen sind derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen der Polizei laufen.

Ein weiterer Einbruch wurde am Freitagnachmittag in Luxemburg-Belair gemeldet.

Lesen Sie auch:

Vor Gericht: Einbrecher in Panik 

Kurzmeldungen International Heute um 09:08

(dpa) - Italiens Ex-Innenminister Matteo Salvini muss sich an diesem Samstag vor Gericht in Palermo im Fall des blockierten Seenotretter-Schiffs „Open Arms“ verantworten. Der Chef der rechten Partei Lega soll im August 2019 in seiner Zeit als Minister das Schiff der spanischen Hilfsorganisation am Einlaufen in einen Hafen gehindert haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 48-Jährigen Freiheitsberaubung und Amtsmissbrauch vor. Ihm könnten im Falle einer Verurteilung 15 Jahre Haft drohen.

Salvini war von Juni 2018 bis September 2019 Innenminister im ersten Kabinett der Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte, dem Vorgänger des aktuellen Regierungschefs Mario Draghi. Seine Anti-Migrations-Linie galt als hart. Im Laufe des Prozesses will das Gericht auch die damalige Regierungsberaterin und heutige Innenministerin Luciana Lamorgese sowie den damaligen Minister für Arbeits- und Sozialpolitik und heutigen Außenminister Luigi Di Maio hören.

Die „Open Arms“ hatte im August 2019 nach eigenen Angaben auf ihrer 65. Mission insgesamt mehr als 160 Menschen im Mittelmeer aus Seenot gerettet. Der erste Einsatz war am 1. August, zwei weitere folgten. Neun Tage später brachte US-Schauspieler Richard Gere zusammen mit anderen Helfern Vorräte auf das Schiff. Immer wieder evakuierten die Behörden Menschen aus medizinischen Gründen von Bord.

Die „Open Arms“ lag ab etwa Mitte August vor Lampedusa, durfte dort aber nicht im Hafen anlegen. Die sanitäre Lage und Spannung an Bord spitzten sich zu. Immer wieder sprangen verzweifelte Menschen ins Wasser und versuchten, an Land zu schwimmen. Die Staatsanwaltschaft veranlasste am Ende nach einer Bord-Begehung, die „Open Arms“ zu beschlagnahmen, was dazu führte, dass sie mit den verbliebenen Migranten anlegen konnte.

Salvini hatte immer wieder betont, Italien mit seinem Handeln verteidigt und im Interesse der Regierung gehandelt zu haben. Der Prozessauftakt war bereits am 15. September. Wie damals erwartet wurde die Verhandlung allerdings zu Beginn direkt auf diesen Samstag verschoben.

Kurzmeldungen Panorama Heute um 09:03

(dpa) - US-Model Meadow Walker (22), die Tochter des verstorbenen „Fast & Furious“-Stars Paul Walker, hat geheiratet. Am Freitag postete sie auf Instagram Fotos und ein Schwarz-Weiß-Video von der Feier mit dem Kommentar „Wir sind verheiratet“. Walker und der britische Schauspieler Louis Thornton-Allan hatten im August ihre Verlobung bekanntgegeben. Schauspieler Vin Diesel, der Patenonkel der Braut, war unter den Hochzeitsgästen. Laut der Zeitschrift „People“ fand die Trauung an einem Strand in der Dominikanischen Republik statt.

Paul Walker war 2013 im Alter von 40 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Meadow ist die Tochter von ihm und seiner früheren Freundin Rebecca Soteros.

Im Juni nahm das Model in Los Angeles an der Premiere des neunten Teils der „Fast & Furious“-Reihe um illegale Straßenrennen teil. Hauptdarsteller Diesel erinnerte dabei an seinen Kollegen und guten Freund Walker, den er als „Bruder Pablo“ bezeichnete.

Gestern

 (dpa) - US-Präsident Joe Biden will Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron Ende diesen Monats in Rom treffen. Er freue sich auf die Zusammenkunft, hieß es am Freitag aus dem Weißen Haus nach einem Telefonat der beiden Männer. Nach dem schweren Zerwürfnis im U-Boot-Streit zwischen den USA und Frankreich hatten Biden und Macron zuletzt angekündigt, sich Ende Oktober in Europa zu treffen.

Es war bisher offen, ob das Gespräch am Rande des G20-Gipfels in Rom stattfinden wird, oder ob ein Treffen in anderer Form geplant ist. Zum G20-Gipfel kommen die Staats- und Regierungschefs der Top-Wirtschaftsmächte am 30. und 31. Oktober zusammen. Biden tauschte sich in dem Telefonat mit Macron außerdem über eine „stärkere und leistungsfähigere europäische Verteidigung“ aus, wie es weiter hieß.    

Lesen Sie auch: Biden bekennt sich zu Taiwan

 

(dpa) - Der Chef der deutschen Christdemokraten, Armin Laschet, will nach dpa-Informationen am Montagmorgen beim Landesparlamentspräsidenten seinen Rücktritt als Ministerpräsident des Bundeslands Nordrhein-Westfalen einreichen.

Anschließend möchte er seine Entlassungsurkunde entgegennehmen und seinen Ministern nach dpa-Informationen persönlich deren Entlassungsurkunden überreichen.

Laschet und Landtagspräsident André Kuper müssen den Rücktrittswunsch protokollieren und unterschreiben. Danach soll der scheidende Ministerpräsident seine Entlassungsurkunde bekommen. Die - den rechtlichen Vorgaben entsprechend - mit ihrem Regierungschef ebenfalls entlassenen übrigen Kabinettsmitglieder bleiben geschäftsführend im Amt. Der neue Ministerpräsident ernennt nach seiner Wahl sein eigenes Kabinett.

Auch Laschet bleibt geschäftsführend im Amt, bis er am Dienstagmorgen Bundestagsabgeordneter wird. In diesem Moment darf er laut Landesverfassung nicht mehr Ministerpräsident sein. Sein Stellvertreter, Familienminister Joachim Stamp, übernimmt.

Stamp wird jedoch nur für einen Tag die Regierung leiten - bereits am Mittwoch soll nach aktueller Planung Noch-Verkehrsminister und Laschets Parteikollege Hendrik Wüst in einer Sondersitzung des Landtags zum neuen Ministerpräsidenten gewählt werden.

Die CDU und CSU hatten mit Laschet als Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl vor knapp vier Wochen ein historisch schlechtes Ergebnis eingefahren.     

Kurzmeldungen Lokales 22.10.2021

(TJ) - Sechs Fahrzeuge waren gegen 15.15 Uhr in einen Unfall auf der A6 zwischen Strassen und Helfent verwickelt. Die Unfallwagen blockieren beide Spuren, der Verkehr wird über den Pannenstreifen geleitet. In Richtung Gaspericher Kreuz staut sich der an der Zufahrt Bridel. In der Gegenrichtug fließt der Verkehs ab dem Gaspericher Kreuz nur sehr zäh. 

Auch die Ausweichstrecken in Bartringen und Strassen sind aktuell überlastet. Es wird geraten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Autofahrer im Stau sollen eine Rettungsgasse für die Notfallfahrzeuge bilden.

Verkehrsinfos auf unserer Service-Seite.        

(dpa) - Bei einer Explosion in einer Schießpulver-Fabrik in Russland sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 17 Menschen seien bei dem Unglück in einer Werkshalle am Freitag verletzt worden, teilten die Behörden mit. Zunächst galten neun Menschen als vermisst. 

Das Werk liegt nahe der Stadt Rjasan etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Die Ursache für Explosion war zunächst unklar. Nach Angaben des Zivilschutzministeriums bestand zunächst keine Gefahr für die Bevölkerung. 

Lesen Sie auch:

Russland: Sechstklässler feuert zwei Schüsse in Schule ab

Kurzmeldungen Lokales 22.10.2021

(LW) - Ein Fahrer eines schwarzen BMW mit luxemburgischen Kennzeichen war am Donnerstagnachmittag in Diekirch in gleich zwei Unfälle verwickelt. In beiden Fällen beging der Mann Fahrerflucht.

Beim ersten Unfall gegen 17 Uhr in der Rue Guillaume war Materialschaden entstanden. Später fuhr der Mann im Bamertal eine Fußgängerin an. Die Frau musste daraufhin verletzt ins Krankenhaus. 

Laut Polizei konnte der Unfallverursacher ermittelt werden. Allerdings werden noch Zeugen gesucht. Diese werden gebeten, sich bei der Polizeidienststelle in Diekirch zu melden. Tel.: (+352) 244 80 1000 oder E-Mail: police.diekirchvianden(at)police.etat.lu. 

Lesen Sie auch:

Bewaffneter Überfall auf Tankstelle in Remerschen  

(dpa) - Bei einer Schießerei in einer Bar im mexikanischen Urlaubsort Tulum sind zwei Frauen aus Deutschland und Indien getötet worden. Zwei Männer aus Deutschland und eine Frau aus den Niederlanden wurden verletzt, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Quintana Roo der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag auf Nachfrage mitteilte. Zwei rivalisierende Drogenbanden hätten in der Bar „La Malquerida“ in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit) aufeinander geschossen.

Die Behörden nahmen Kontakt mit den entsprechenden Konsulaten auf, wie die Generalstaatsanwaltschaft weiter mitteilte. Eines der Opfer sei vor Ort gestorben, die zweite Frau starb später im Krankenhaus an ihren Verletzungen. Die Polizei habe eine Untersuchung und die Fahndung nach den Tätern eingeleitet. Ein Täter sei später verletzt in einem Krankenhaus gefunden worden.

Tulum, südlich von Cancún, ist ein beliebtes Urlaubsziel an der Karibikküste. Schöne Strände, archäologische Stätten und Partys locken Touristen aus der ganzen Welt an. Allerdings kommt es immer wieder zu Gewalttaten in Verbindung mit dem Drogenhandel. Zudem sind in der Region verschiedene Kartelle in Schutzgelderpressung verwickelt.

Lesen Sie auch:

Auseinandersetzung an Nationalfeiertag: Anklage gegen Polizisten erhoben   

Vorgestern

 (dpa) - Das US-Repräsentantenhaus hat den Weg für strafrechtliche Schritte gegen den Rechtspopulisten Steve Bannon wegen Missachtung des Kongresses freigemacht. Hintergrund ist die Aufarbeitung des Angriffs auf das US-Kapitol am 6. Januar. Die Parlamentskammer stimmte am Donnerstag dafür, den Fall an die Staatsanwalt zu verweisen. 229 Abgeordnete votierten dafür, 202 dagegen. Kaum ein Republikaner schloss sich den Demokraten von US-Präsident Joe Biden an und stimmte dafür.

Der Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Attacke hatte bereits am Dienstag einstimmig einen Bericht angenommen, der die Missachtung des Kongresses durch Bannon feststellt. Damit wurde die erste Hürde genommen, Bannon vor Gericht zu bringen. Nun muss sich das Justizministerium mit dem Fall befassen. 


(dpa) - Nach fast fünf Stunden haben die Staats- und Regierungschefs ihre Diskussion zu den drastisch gestiegenen Energiepreisen beim EU-Gipfel in Brüssel zunächst unterbrochen. Wann die Beratungen fortgesetzt werden sollten, war zunächst unklar. Als nächstes Thema stehe der Streit um Polens Rechtsstaat auf der Tagesordnung, hieß es aus EU-Kreisen. Zunächst werde der polnische Regierungschef Mateusz Morawiecki sprechen.

Damit hingen die Staats- und Regierungschefs dem ursprünglichen Zeitplan bereits deutlich hinterher. Bei einem Abendessen wollte der Gipfel eigentlich auch noch eine Strategiedebatte über die Handelspolitik führen und außenpolitische Fragen erörtern. Am Freitag soll es bei dem zweitägigen Treffen unter anderem um Migration und Digitales gehen.     

 (dpa) - Ein Gericht in Italien hat den früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi in einem Prozess im Zusammenhang mit seinen „Bunga-Bunga-Partys“ freigesprochen. Das berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos am Donnerstag. Demnach sah das Gericht in Siena den Sachverhalt als nicht bewiesen an. Dem 85 Jahre alten Chef der konservativen Partei Forza Italia wurde vorgeworfen, Zeugen für Falschaussagen zu den Partys mit jungen Frauen bestochen zu haben. Auch ein mitangeklagter Musiker wurde den Agenturberichten zufolge freigesprochen.

Ansa zitierte Berlusconis Anwälte, die von einem großartigen Ergebnis sprachen. Der Parteichef sei zufrieden. Berlusconi reiste am Donnerstag nach Brüssel. Dort traf er am Rande des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs auch Bundeskanzlerin Angela Merkel , wie er auf Facebook schrieb.

Der in Italien oft nur „Cavaliere“ (Ritter) genannte Berlusconi ist auch in Mailand wegen Bestechung angeklagt. Das Gericht in der norditalienischen Metropole wollte zuletzt ein Gutachten zu Berlusconis psychischem und physischem Zustand erstellen lassen, der 85-Jährige weigerte sich aber. Der Fortgang des Prozesses dort war zunächst unklar.

Berlusconis Partei ist seit Mitte Februar Teil des Regierungsbündnisses von Ministerpräsident Mario Draghi in Rom.     

Kurzmeldungen Lokales 21.10.2021

(LW) - An der Mosel in Remich kam es am Mittwoch zu einem gewalttätigen Überfall. Während der Mann auf einer Bank an der Esplanade saß, näherte sich ein Unbekannter und griff nach dessen Umhängetasche, schreibt die Polizei. Als das Opfer dies bemerkte und noch versuchte, die Tasche festzuhalten, entriss der Täter diese gewaltsam und lief in Richtung Rue Dicks davon.

Beim Täter soll es sich um einen 30-jährigen Mann mit sportlicher Statur und grüner Arbeiterhose gehandelt haben. Bei der Fahndung konnte keine tatverdächtige Person ermittelt werden, heißt es. 

Hier gibt es viele weitere Artikel aus dem Lokalen.

Kurzmeldungen Kultur 21.10.2021

Das 43. Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) kehrt in Deutschland in die Kinos zurück: Wie die Veranstalter auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mitteilten, wird es vom 16. bis 23. Januar 2022 als Präsenzfestival in den Kinos in Saarbrücken sowie ausgesuchten Orten des Saarlandes stattfinden.

Die im vergangenen Jahr entwickelte VoD-Plattform mit Filmen zum Herunterladen werde ausschließlich im Bereich des akkreditierten Fachpublikums zum Einsatz kommen.

„Unser Auftrag, das Filmfestival als sozialen Ort zu gestalten, macht es zur logischen Konsequenz, nun endlich wieder alle Möglichkeiten der Kinonutzung auszuschöpfen“, erklärten Festivalleiterin Svenja Böttger und der künstlerische Leiter Oliver Baumgarten.

Das MOP gilt als wichtigstes Festival für den jungen deutschsprachigen Film und steht für die Entdeckung junger Talente aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Zur letzten Präsenzveranstaltung im Januar 2020 waren rund 45.500 Besucher gekommen.

(dpa) - Nach einem Zwischenfall in einem Atomkraftwerk im Süden Russlands ist ein Reaktorblock für Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden. In dem Kraftwerk rund 120 Kilometer von der Stadt Rostow am Don entfernt sei in der Nacht zum Donnerstag ein Austritt von Dampf aus einem defekten Rohr festgestellt worden, teilte der Betreiber Rosenergoatom im sozialen Netzwerk Telegram mit. Das Rohr sei allerdings Teil eines Kraftwerksystems, in dem kein radioaktiv belastetes Wasser fließe.

Der Reaktorblock Nummer zwei müsse vorübergehend abgeschaltet werden, da die notwendigen Reparaturen nicht möglich seien, solange die Technik erhitzt sei.

Das Kernkraftwerk Rostow besteht aus insgesamt vier Blöcken und ist seit 2001 in Betrieb. Neben dem nun abgeschalteten Teil wird laut Betreiber noch ein weiterer Block seit September gewartet. Die beiden anderen Blöcke sind demnach planmäßig in Betrieb.

Lesen Sie auch:

Übung in Cattenom: Im Schatten von Fukushima 
35 Jahre Tschernobyl: Die Last der Zeitzeugen  
Tschernobyl 1986: „Wir tranken Rotwein gegen die Strahlung“  

(dpa) - Ein New Yorker Transplantationsteam hat eigenen Angaben zufolge eine Schweineniere für mehr als zwei Tage an einen Menschen angeschlossen. Das Organ sei für 54 Stunden außerhalb des Körpers am Bein einer hirntoten Person mit dem Blutkreislauf verbunden worden und habe dort „fast sofort“ angefangen zu arbeiten und das Stoffwechselprodukt Kreatinin zu bilden. Das berichteten die Zeitungen „USA Today“ sowie die „New York Times“ unter Berufung auf die Klinikgruppe Langone in New York. Das Schwein war demnach gentechnisch verändert, um die Wahrscheinlichkeit eines Abstoßens der Niere zu verringern.

Die aufsehenerregende Transplantation könnte Hoffnung für viele Menschen nähren, die auf Spenderorgane angewiesen sind. Wissenschaftler versuchen seit geraumer Zeit, Organe in Schweinen zu züchten, die für Menschen nutzbar sind - neben Nieren auch Herzen oder Lungen. Die im September in New York von einem Team um Robert Montgomery durchgeführte Operation lässt allerdings einige Fragen offen, vor allem die nach der Langlebigkeit des Organs. Die Erkenntnisse sind zudem noch in keinem Fachmagazin veröffentlicht worden. Experte Joachim Denner von der Freien Universität Berlin sprach von einem „weiteren Schritt“ auf dem Gebiet der Xenotransplantation, also der Übertragung von Zellen oder Organen von einer Spezies auf eine andere. Er machte aber auch klar, dass 54 Stunden zu kurz sei, „um Aussagen zur immunologischen Abstoßung oder zur möglichen Übertragung von Schweineviren zu treffen“.

Die Geschichte der Entwicklung von Xenotransplantationen ist lang und von Niederschlägen gekennzeichnet. Spektakulär war vor allem der Fall von Baby Fae, das 1984 in Kalifornien ein Pavianherz bekam. Es starb drei Wochen nach der Operation.

Lesen Sie auch:

Nach Corona-Infektion: Immunschwäche durch Krebs war Hauptgrund für Tod von Powell