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Greta Thunberg bricht zu großer Segelreise über den Atlantik auf
International 2 Min. 14.08.2019

Greta Thunberg bricht zu großer Segelreise über den Atlantik auf

Die Rennyacht Malizia II.

Greta Thunberg bricht zu großer Segelreise über den Atlantik auf

Die Rennyacht Malizia II.
Foto: Andreas Lindlahr/Team Malizia/dp
International 2 Min. 14.08.2019

Greta Thunberg bricht zu großer Segelreise über den Atlantik auf

Leinen los für die große Überfahrt: Läuft alles nach Plan, macht sich Greta Thunberg am Mittwoch auf den Weg über den Atlantik - mit einem Segelschiff. Vor ihr liegen zwei anspruchsvolle Wochen auf See.

(dpa) - Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg will am Mittwoch von Großbritannien aus per Hochseejacht in Richtung New York aufbrechen. Die beiden Profisegler Boris Herrmann und Pierre Casiraghi wollen die 16-Jährige mit dem Spezialboot „Malizia“ über den Atlantik bringen. An Bord befinden sich auch Thunbergs Vater Svante und ein Filmemacher, der eine Dokumentation plant. Die Reise über den Ozean dürfte rund zwei Wochen dauern.


HANDOUT - 07.11.2018, ---: Die vom Team Malizia herausgegebene undatierte Aufnahme zeigt die emissionsfreie Rennyacht «Malizia II». Das 2015 gebaute 18-Meter-Boot der IMOCA-Klasse erzeugt die notwendige elektrische Energie an Bord für Navigation und Kommunikation mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen, Propellern am Heck. Die schwedische Umweltaktivistin G. Thunberg will Mitte August mit der Hochseejacht nach Amerika segeln. Wie die 16-Jährige am Montag mitteilte, wird die Reisezeit von Großbritannien nach New York circa zwei Wochen betragen. Die beiden Skipper sind Herrmann und Casiraghi vom Team Malizia. Foto: Andreas Lindlahr/Team Malizia/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Profisegler bringen Greta Thunberg nach Amerika
Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg will Mitte August mit einer emissionsfreien Hochseejacht nach Amerika segeln.

Wenn alles nach Plan läuft, sticht das Team um Thunberg am frühen Nachmittag (gegen 15.00 Uhr MESZ) im südenglischen Plymouth in See. „Morgen geht es los“, schrieb Herrmann am Dienstag während der Vorbereitungen der Deutschen Presse-Agentur. Der genaue Startpunkt in dem Hafen etwa drei Zugstunden südwestlich von London ist aber vom Wetter abhängig - und die Vorhersagen sind derzeit nicht optimal. Für die Mittagsstunden ist zu kräftiger Wind vorhergesagt, was das Ablegen um mehrere Stunden verzögern könnte. Am späten Nachmittag könnte Herrmann eine kleine Lücke zur Abfahrt nutzen, bevor eine weitere Front durchkommen soll.

Thunberg schippert nicht aus Lust und Laune über den Atlantik: Die Schwedin will ihren Kampf für einen beherzteren Einsatz der Politik gegen die Klimakrise und die Erderhitzung auf der anderen Seite des Ozeans auf eine neue Ebene heben. Im September wird sie unter anderem am UN-Klimagipfel vieler Staats- und Regierungschefs in New York teilnehmen, im Dezember steht dann in Chile die alljährliche Weltklimakonferenz an. Rund um diese beiden zentralen Termine will sie an Klimaprotesten teilnehmen, Betroffene der Klimakrise sowie andere Aktivisten und Entscheidungsträger treffen. Auch Besuche in Kanada und Mexiko sind vorgesehen.

Thunberg fliegt nicht, weil Flugzeuge immense Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen ausstoßen. Deshalb hatte sie länger nach einer klimaschonenderen Alternative für die Reise nach Amerika Ausschau gehalten. Ende Juli hatte sie dann bekannt gegeben, mit der „Malizia“ über den Atlantik reisen zu wollen. Das Boot ist mit Solarpaneelen und Unterwasserturbinen ausgestattet, mit denen die für Navigation und Kommunikation erforderliche Energie erzeugt wird. Komfort gibt es dagegen kaum an Bord der „Malizia“: Das Boot ist für Hochseerennen ausgestattet. Unter Deck ist gerade genug Raum für zwei Rohrkojen.

Der Start der Reise fällt fast genau auf den Jahrestag des Beginns von Thunbergs Protestaktion: Am 20. August 2018 hatte sich die damals 15-Jährige vor den Stockholmer Reichstag gesetzt, um eine ehrgeizigere Klimaschutzpolitik Schwedens sowie ein Einhalten der Pariser Klimaziele einzufordern. Aus der Protestaktion hat sich die internationale Klimaschutzbewegung Fridays for Future entwickelt, Abertausende vor allem junge Menschen protestieren seit Monaten regelmäßig freitags für mehr Klimaschutz.

Thunberg geht es darum, die weltweiten Treibhausgasemissionen rapide zu senken, damit der Anstieg der globalen Erdtemperatur noch auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzt werden kann. Bis heute hat sich die Temperatur um knapp 1 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erhöht. Die Welt müsse auf die Wissenschaft hören und dementsprechend im Kampf gegen die Klimakrise handeln, fordert sie.


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