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Gorbatschow wirft dem Westen "Siegergehabe" vor

(dpa) - Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow hat dem Westen vorgeworfen, sich zum "Sieger des Kalten Krieges" aufgeschwungen zu haben. Es sei ein Fehler gewesen, dass Europa nach dem Ende der Konfrontation zwischen Ost und West keine eigene, moderne Sicherheitsarchitektur geschaffen habe, sagte Gorbatschow den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag) anlässlich des 30. Jahrestags des Falls der Berliner Mauer.

Eine solche Sicherheitsinfrastruktur sei mit dem damaligen französischen Präsidenten François Mitterrand, dem deutschen Außenminister Hans-Dietrich Genscher und US-Sicherheitsberater Brent Scowcroft abgesprochen gewesen, dann aber in Vergessenheit geraten.

"Stattdessen erklärte der Westen, er habe den Kalten Krieg gewonnen. Dieses Siegergehabe war ein großer Fehler des Westens", betonte Gorbatschow. Russland und die USA müssten sich wieder an den Verhandlungstisch setzen, forderte Gorbatschow.

In Deutschland genießt Gorbatschow, der einst mit seiner Politik von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) Reformen anstieß und damit die Voraussetzungen für die Wiedervereinigung schuf, bis heute großen Respekt. In Russland jedoch gilt er vielen als Totengräber der Sowjetunion.

Gestern

Hohe Temperaturen: Waldbrände in Russland breiten sich aus

(dpa) - Begleitet von ungewöhnlich hohen Temperaturen breiten sich Waldbrände in Sibirien und im Fernen Osten Russlands weiter aus. In Jakutsk seien Rekordwerte von mehr als 38 Grad festgestellt worden, teilte der Forstschutzdienst Avialesochrana am Donnerstag mit. Im Juli könne man Prognosen von Meteorologen zufolge nicht auf Regen oder mildere Temperaturen hoffen, hieß es. Viele Gewitter sorgten demnach für Brände in entfernten und schwer erreichbaren Gegenden. Für die gesamte Teilrepublik Jakutsk gelte der Ausnahmezustand.

Die Waldbrände hatten in ganz Russland im vergangenen Jahr geschätzt 150.000 Quadratkilometer zerstört. Das ist eine Fläche mehr als doppelt so groß wie Bayern. Auch in diesem Jahr wüten seit Wochen die Flammen in vielen Teilen des Landes. Alleine am Donnerstag registrierte die Behörde 259 Brände. Tausende Mitarbeiter seien täglich bei den Löschaktionen im Einsatz.

Die Umweltorganisation Greenpeace startete eine Unterschriftenaktion, mit der die russische Regierung zu weiteren Maßnahmen aufgefordert werden soll. „Aus der Brandkatastrophe 2019 haben die Behörden keine Lehren gezogen“, teilten die Aktivisten mit. Die Mittel zur Verwaltung und Rettung der Wälder müssten neu verteilt und aufgestockt werden. Die Situation entwickle sich rasant und die Brände seien im Jahresvergleich um ein Vielfaches stärker.

WHO: Tests an Menschen mit 17 möglichen Corona-Impfstoffen

(dpa) - Im weltweiten Kampf gegen das Coronavirus werden inzwischen 17 Impfstoffkandidaten an Menschen getestet. Am weitesten fortgeschritten ist ein Impfstoff, den die Universität Oxford entwickelt hat, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Donnerstag nach einer zweitägigen Corona-Forschungskonferenz berichtete. Selbst, wenn diese Kandidaten nicht erfolgreich sind, ist die WHO optimistisch: „Wir haben eine breite Pipeline mit vier verschiedenen Impfstofftypen“, sagte Ana Maria Henao Restrepo, bei der WHO für Forschung und Entwicklung zuständig. Es werde an mehr als 150 Wirkstoffen geforscht.

Der Impfstoff AZD1222 aus Oxford gehe als erster in die Phase III einer klinischen Studie. Damit sind große Tests an vielen Menschen zu Wirksamkeit und Sicherheit gemeint. Fünf weitere Kandidaten seien in Phase II. Dabei wird eine kleinere Zahl von Patienten behandelt, bei denen aufgrund ihrer Gesundheit eine Wirkung angenommen wird. In Phase I werden Wirkstoffe in der Regel an gesunden Menschen getestet, um die Verträglichkeit zu prüfen.

Ob ein Impfstoff bereits Ende des Jahres vorliegt, könne nicht vorhergesagt werden. Diese Hoffnung hatte die Chefwissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan, im Juni geäußert. Normalerweise dauert die Entwicklung eines Impfstoffs 10 bis 15 Jahre. Die weltweite Verbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 hat aber unzählige Forscher, Pharmafirmen und Regulierungsbehörden zu beispiellosen Anstrengungen gebracht, um die Entwicklung zu beschleunigen.

Kurzmeldungen Lokales 02.07.2020

Polizei verhaftet zwei Männer nach Raubüberfall

Polizisten haben am Donnerstag in der Rue de Strasbourg zwei Männer verhaftet. Sie sollen kurz zuvor gegen 7 Uhr einer Person eine Kette vom Hals gerissen haben. Sie warfen eine Glasflasche nach ihrem Opfer und flüchteten. Die anschließende Fahndung war erfolgreich, die Männer waren allerdings nicht mehr im Besitz des Diebesguts.

New York plant mit Schul-Unterricht von September an

(dpa) - Die Schulen in der besonders schlimm von der Corona-Krise getroffenen Metropole New York sollen nach dem Willen von Bürgermeister Bill de Blasio nach den US-Sommerferien wieder öffnen. Derzeit plane die Stadt, dass der Unterricht im September wieder startet, sagte de Blasio am Donnerstag. 

Schüler sollten dabei Masken tragen und auf Abstandsregeln achten, zusätzliche Möglichkeiten zum Händewaschen und zur antibakteriellen Tiefenreinigung der Schulen würden geschaffen. Rund 450.000 Familien hätten an einer Umfrage teilgenommen und 75 Prozent hätten sich darin für eine Wiederaufnahme des Unterrichts ab September ausgesprochen, sagte de Blasio weiter.

New York war lange das Zentrum der Pandemie in den USA und weltweit gewesen, hatte zuletzt aber seine Fallzahlen nach strengen Beschränkungen und Hygieneregeln in den vergangenen Wochen deutlich gesenkt.

Aussagen über Homosexuelle: Deutscher Pastor angeklagt

(dpa) - Ein evangelischer Pastor ist in Deutschland wegen seiner Aussagen über Homosexualität wegen Volksverhetzung angeklagt worden. Der Mann habe bei einem Eheseminar im Oktober 2019 Homosexuelle pauschal als Verbrecher und Homosexualität als „Degenerationsform der Gesellschaft“ bezeichnet, teilte die Staatsanwaltschaft Bremen am Donnerstag mit. Seine Äußerungen habe er später auch bei YouTube hochgeladen.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sind einzelne Ausschnitte daraus volksverhetzend, da sie den öffentlichen Frieden störten und zu Hass gegen einen Teil der Bevölkerung aufgrund sexueller Orientierung anstachelten. Zudem liege ein Angriff auf die Menschenwürde der betroffenen Menschen vor.

Der Pastor selbst hatte erklärt, er habe sich nicht auf Homosexuelle bezogen, als er während des Eheseminars von Verbrechern gesprochen habe, sondern auf „Aggressoren“, die die Gemeinde immer wieder diffamiert hätten. Der Kirchenausschuss der Bremischen Evangelischen Kirche hatte wegen der umstrittenen Äußerungen im Mai bereits ein Disziplinarverfahren gegen den Pastor eingeleitet.

Eine neue Corona-Infektion in Rheinland-Pfalz

(dpa/lrs) - Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist am Donnerstag in Rheinland-Pfalz um eine auf 7.028 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle von infizierten Menschen blieb unverändert bei 235 (Stand 10.30 Uhr), wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Aktuell sind 180 Menschen im Bundesland mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Die meisten Neuinfektionen gibt es regional begrenzt in der südlichen Pfalz. Für den Kreis Germersheim registrierten die Gesundheitsämter in den vergangenen sieben Tagen 18 neue Fälle pro 100.000 Einwohner, in der Stadt Speyer waren es 8. In 20 der insgesamt 36 Kreise und kreisfreien Städten - also in gut der Hälfte des Landes - ist in der zurückliegenden Woche keine einzige Infektion bekannt geworden.

Landesweit sind mehr als neun von zehn Menschen, bei denen eine Infektion mit dem Virus bestätigt wurde, bisher nach Angaben des Gesundheitsministeriums wieder genesen - 6.613 oder 94,1 Prozent der bestätigten Infizierten.    

Wi , Covid-19 , Coronakrise , Sars-Cov-2 , Restaurants und Cafes , Place d`Armes  Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort

Luxemburg: Gastronomen fürchten zweiten Shutdown

Der Gastronomie-Verband Horesca warnt seine Mitglieder über Facebook vor einem möglichen zweiten Shutdown. In dem Beitrag erinnert die Branchenvertretung noch einmal an die gültigen Hygiene- und Abstandsregeln. 

  • An jedem Tisch dürfen maximal 10 Personen Platz nehmen, es sei denn, die Personen stammen aus demselben Haushalt.
  • Gäste werden nur an Sitzplätzen bedient. 
  • Um das Infektionsrisiko zu begrenzen, müssen nebeneinander aufgestellte Tische durch einen Abstand von mindestens 1,5 Metern getrennt sein. Wenn der Abstand geringer ist, muss eine physische Barriere oder eine andere Abtrennung installiert werden.
  • Gäste müssen Mundschutz tragen, wenn sie vom Tisch aufstehen oder zum Tisch gehen. 
  • Das Tragen der Maske ist für Personal, das in direktem Kontakt mit dem Kunden steht, verpflichtend. 
  • Die Lokale müssen ohne Ausnahme bis spätestens Mitternacht schließen.

Einige Lokalbetreiber in Luxemburg hatten es mit den Corona-Vorschriften zuletzt nicht allzu genau genommen. Doch auch private Feiern zogen offenbar mehrere Dutzend Ansteckungen nach sich. Mit Stand 30. Juni gingen die Behörden von 237 aktiven Corona-Infektionsfällen in Luxemburg aus. Auf einem derart hohen Wert war man zuletzt am 8. Mai gewesen.

Kurzmeldungen Lokales 02.07.2020

Reichlingen: Mehrere Verletzte nach Unfall mit vier Fahrzeugen

(SH/m.r.) - In der Rue de Saeul in Reichlingen kam es am Donnerstag kurz vor 8 Uhr zu einer Kollision zwischen vier Fahrzeugen. Vier Personen mussten anschließend ins Krankenhaus gebracht werden - drei erlitten der Polizei zufolge schwere Verletzungen. 

Eine Verkehrsteilnehmerin war auf das letzte Fahrzeug einer Reihe von Autos aufgefahren. Dadurch wurde der Wagen gegen das vorherige Auto geschleudert, das wiederum gegen das vor ihm stehende Fahrzeug drückte. 

Eine Fahrerin wurde eingeklemmt und musste geborgen werden. Während der Rettungsarbeiten war die Strecke zeitweilig gesperrt. 

Im Einsatz war ein Notarzt sowie der Hubschrauber der Air Rescue. Zudem waren Sanitäter aus Redingen, Ettelbrück und Lintgen vor Ort sowie die Rettungsdienste aus Redingen und Pratzerthal.

Ehrliche Finderin gibt 8.000 Euro Bargeld bei Polizei ab

(dpa/lrs) - Eine 50 Jahre alte Frau hat in einem Einkaufswagen auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Ludwigshafen (D) einen Geldbeutel mit mindestens 8.000 Euro Bargeld gefunden. Die ehrliche Finderin brachte die Brieftasche zur Polizei, wie diese am Donnerstag mitteilte. Das Portemonnaie ging am Mittwoch an das Fundbüro der Stadt Ludwigshafen. Ob der Besitzer oder die Besitzerin sich bereits gemeldet hat, war der Polizei nicht bekannt.

Kurzmeldungen Lokales 02.07.2020

Motorradfahrer bei Sturz verletzt

(SH) - Bei einem Überholmanöver am Kayler Poteau in Richtung Kayl hatte ein Motorradfahrer am Mittwoch gegen 22.30 Uhr die Kontrolle über seine Maschine verloren und war daraufhin gegen die Leitplanke geprallt. Während das Motorrad in das Gebüsch geschleudert wurde, blieb der Fahrer regungslos auf der Fahrbahn liegen.

Der verletzte Fahrer wurde vor Ort vom Notarzt aus Esch/Alzette behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht. Während der Rettungsarbeiten blieb der Kayler Poteau für rund eine Stunde gesperrt. Im Einsatz waren neben dem Notarzt und den Sanitätern aus Esch/Alzette auch die Rettungsdienste aus Kayl und Rümelingen.

Kurzmeldungen Lokales 02.07.2020

Mülleimer in Brand

(SH) - In der Rue de la Forêt in Crauthem geriet gegen 23 Uhr in der Nacht zum Donnerstag ein Mülleimer in Brand. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr aus dem Roeserbann war im Einsatz.

Vorgestern

Kurzmeldungen Politik 01.07.2020

Berichte: Rede zur Lage der Nation erst im Herbst

(SC) - Eigentlich sollte die Rede zur Lade der Nation, die bereits im Frühling durch den Corona-Ausbruch in Luxemburg verschoben worden war, kommenden Dienstag stattfinden. RTL-Informationen zufolge soll diese nun jedoch erneut verschoben werden. Sie solle erst im Herbst stattfinden, wenn eine eventuelle zweite Welle überstanden ist, und die Chamber wieder wie gewohnt zusammen kommen könne. Am Dienstag solle stattdessen die Auswirkungen der Corona-Krise in Luxemburg thematisiert werden.

Kurzmeldungen Panorama 01.07.2020

Kautionstrick: Rentnerin in Wien wirft Geld aus dem Fenster

(dpa) - Eine Rentnerin in Wien hat buchstäblich Geld aus dem Fenster geworfen. Unbekannte hätten bei einem Telefonat der 84-Jährigen weisgemacht, dass einem Verwandten von ihr nach einem Unfall die Festnahme drohe, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Sie müsse deshalb eine Kaution für den Angehörigen stellen. Die Rentnerin packte daraufhin einen laut Polizei fünfstelligen Betrag in eine Plastiktüte und warf diese wie erbeten aus dem Fenster auf die Straße. Die Täter nahmen den Betrag an sich und verschwanden. 

Die Polizei nahm den Fall zum Anlass, erneut vor dieser Art von Betrügern zu warnen. In vielen Fällen würden sich die Täter als Polizisten ausgeben und nach Geld sowie Wertgegenständen fragen.

Kurzmeldungen Lokales 01.07.2020

Belgien: Sozialversicherungsregelung für Pendler verlängert

(SC) - Dass in Belgien wohnende Luxemburg-Pendler noch mindestens bis zum 31. August von zu Hause aus arbeiten können, ohne doppelt besteuert zu werden, steht bereits länger fest. Doch nun wurde auch die Aussetzung europäischen Sozialversicherungsregelung bis zum 31. August verlängert.

Ob das auch in Frankreich und Deutschland der Fall sein wird, steht bisher noch nicht fest, so Minister Romain Schneider in einer Mitteilung am Mittwoch. Normalerweise müssten Beschäftigte, die mehr als 25 Prozent ihrer Arbeitszeit in ihrem Heimatland verbringen, nämlich auch dort sozialversichert sein.

Kurzmeldungen Kultur 01.07.2020

CNL: Pierre Marson neuer Interimsdirektor

(SC) - Wie das Kulturministerium am Mittwochabend mitteilt, wird Pierre Marson der neue Interimsdirektor des Centre national de littérature (CNL). Seinen Posten wird er vom 3. Juli bis zum 30. September innehaben. Marson tritt damit - zumindest für ein paar Monate - in die Fußstapfen seines Vorgängers Claude Conter, der Ende Mai zum Direktor der Nationalbibliothek in Luxemburg ernannt worden ist.

Marson begann seine Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centre national de littérature in Mersch im Jahr 2000, bevor er 2011 am CNL zum Konservator wurde.

Kurzmeldungen Lokales 01.07.2020

Zeugenaufruf nach Raubüberfall

Am Mittwoch ist gegen 13 Uhr ein Jugendlicher am Busbahnhof in der Avenue de la Gare in Diekirch von zwei unbekannten Männern ausgeraubt worden. Die Täter bedrohten ihr Opfer und schlugen es ins Gesicht. Anschließenden stahlen sie die Kopfhörer des jungen Mannes und flüchteten. 

Die Polizei bittet die Bevölkerung nun um Mithilfe und veröffentlicht eine Täterbeschreibung. 

Einer der Männer hat ein südländisches Aussehen, ist von schlanker Statur, eine längliche Gesichtsform und dunkle Haare. Zum Tatzeitpunkt trug er einen Dreitagebart, ein rotes Adidas T-Shirt, eine grau-schwarze Kapuzenjacke und eine Umhängetasche mit Karomuster. 

Der zweite Täter hat ebenfalls ein südländisches Aussehen, war allerdings deutlich korpulenter als sein Komplize. Er hat eine rundliche Gesichtsform und schwarze Haare. Er trug einen Oberlippenbart und eine schwarze Nike-Kapuzenjacke. 

Hinweise nimmt die Polizeidienststelle Diekirch/Vianden telefonisch unter der 44-801000  oder per E-Mail police.diekirchvianden@police.etat.lu entgegen.  

Tote auf Beifahrersitz: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

(dpa/lrs) - Weil er seine Lebensgefährtin vor knapp fünf Monaten in seinem Auto erschossen haben soll, hat die Landauer Justiz Anklage gegen einen 32-Jährigen erhoben. Dem Mann wird Mord vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Er soll seine damals 33 Jahre alte Freundin mit mehreren Schüssen heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet haben. Die Pistole habe er sich zuvor illegal beschafft. 

Polizisten hatten die Tote bei einer Verkehrskontrolle nahe Minfeld (Kreis Germersheim) im Auto des Mannes gefunden. Sie starb den Angaben nach noch auf dem Beifahrersitz. Der Kosovare war zuvor mit der Waffe in der Hand ausgestiegen und hatte diese zur Seite geworfen. Die Beamten nahmen ihn daraufhin fest.

Der Beschuldigte soll den Ermittlern zufolge aus "verletzter Ehre" gehandelt haben. Seine Partnerin wollte sich von ihm trennen und ihm nicht die gemeinsamen Kinder überlassen. Bei seiner Festnahme hat der 32-Jährige die Tat demnach spontan eingeräumt. Später habe er aber von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Der Verdächtige sitzt seit der Tat Anfang Februar in Untersuchungshaft.

Kurzmeldungen Lokales 01.07.2020

Verkehrsunfälle fordern mehrere Verletzte

Im Laufe des Mittwochs sind mehrere Personen bei Verkehrsunfällen verletzt worden:

  • In Simmern sind gegen 11.15 Uhr zwei Fahrzeuge miteinander kollidiert. Zwei Personen wurden dabei verletzt. Der Notarzt war mithilfe des Rettungshelikopters der Luxembourg Air Rescue im Einsatz. 
  • Auf dem Boulevard Joseph II in Luxemburg-Stadt sind gegen 13 Uhr ein Motorrad und ein Fahrzeug zusammengestoßen. Eine Person wurde verletzt.
  • In Pratz kam es indes gegen 15 Uhr zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen. Auch hier erlitt eine Person Verletzungen. 
Kurzmeldungen Panorama 01.07.2020

Start von Vega-Rakete auf August verschoben

(dpa) - Nach mehreren Startverschiebungen soll die europäische Vega-Rakete mit Satelliten an Bord nun erst im August abheben. "Da kurzfristig keine Verbesserung der Wettersituation zu erwarten ist, hat Arianespace beschlossen, den Flug VV16 auf den 17. August 2020 zu verschieben", teilte Arianespace am Mittwoch mit. An Bord wird auch ein Satellit aus Luxemburg sein. Die Zwischenzeit werde genutzt, um die Batterien der Trägerrakete und der Satelliten unter allen erforderlichen Sicherheitsbedingungen aufzuladen.

Trotz der Verzögerung hält Arianespace an dem Ziel fest, im Jahr 2020 drei Vega-Starts durchzuführen, hieß es weiter. Der Start war zuvor im Juni mehrfach wegen ungünstiger Höhenwinde über dem Weltraumbahnhof Kourou verschoben worden. Ursprünglich sollte die Vega VV16 mit 53 Satelliten bereits im März in Kourou abheben, das im südamerikanischen Französisch-Guayana liegt. Der Start wurde wegen der Corona-Krise verschoben.

Mit 30 Metern Höhe ist die Rakete der kleinste Lastenträger im Arsenal des europäischen Unternehmens. Im vergangenen Sommer war es zu einem Fehlstart einer Vega gekommen. Wahrscheinlicher Grund war ein Defekt im vorderen Teil des Triebwerks in der zweiten Raketenstufe. Die Rakete zerbrach in zwei große Teile. Ihren Erstflug absolvierte die Vega am 13. Februar 2012.

Ergebnisse zu Impfstoffkandidat "ermutigend"

(dpa) - Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und der US-Konzern Pfizer haben erste Ergebnisse ihrer Tests in den USA für einen Impfstoff gegen das neue Coronavirus als „ermutigend“ bezeichnet. Bei allen 24 Probanden, denen bei jeweils zwei Injektionen der Wirkstoffkandidat verabreicht worden war, seien nach vier Wochen Antikörper gegen Sars-CoV-2 festgestellt worden, teilten die Unternehmen am Mittwoch mit. Schwerwiegende Nebenwirkungen seien bei dem Wirkstoff nicht festgestellt worden. Biontech-Mitbegründer und -chef Ugur Sahin nannte die vorläufigen Daten sehr ermutigend. Sie zeigten, dass der Impfstoffkandidat „eine Immunantwort mit neutralisierenden Antikörpern im Menschen induzieren kann“.

Außer in den USA testet Biontech auch potenzielle Impfstoffe in Deutschland. Es hatte hierzulande als erstes Unternehmen die Genehmigung des Paul-Ehrlich-Instituts bekommen.     

Kurzmeldungen Politik 01.07.2020

Landesverband tritt provisorisch dem OGBL bei

(jt) - Seit Mittwoch ist es offiziell: Die Gewerkschaft FNCTTFEL-Landesverband schlüpft unter das Dach des OGBL. Wie bereits im Dezember beschlossen wurde, wird sich der Landesverband per 1. Juli provisorisch der größten Gewerkschaft des Landes anschließen. Die Übergangsphase läuft bis Ende 2024. Die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten seien erfolgreich abgeschlossen werden, hieß es am Mittwoch in einem Kommuniqué.

Das Syndicat Chemins de fer FNCTTFEL/Landesverband wird somit der 16. Berufsverband des OGBL. Bestimmte Beschäftigte aus dem Bildungssektor ("Chargés de cours"), die Mitglieder im Landesverband sind, schließen sich dem Syndicat Education et Sciences (SEW) an und bilden dort ein neues Komitee. Andere Landesverbands-Mitglieder, die im Staatsdienst arbeiten, wechseln in die Sparte Services publics des OGBL.

Der bisherige Präsident des Landesverbandes, Georges Merenz, wird sich am 7. Juli einer Wahl zum Vizepräsidenten des OGBL stellen.

 

Kurzmeldungen Lokales 01.07.2020

Alkohol am Steuer: Führerscheinentzug

(SH) - Durch seine Fahrweise war ein Fahrer der Polizei gegen 1.15 Uhr in der Nacht zum Mittwoch in der Rue de Muhlenbach in der Hauptstadt aufgefallen. Er hatte zu viel Alkohol getrunken und musste seinen Führerschein abgeben.


Kurzmeldungen Lokales 01.07.2020

Brand auf einer Baustelle

(SH) - Auf einer Baustelle in der Hauptstraße in Lieler kam es am Mittwoch kurz vor 8 Uhr zu einem Brand. Verletzt wurde niemand.

Im Einsatz waren Sanitäter aus Hosingen und Ettelbrück sowie die Feuerwehren aus Clerf, Ulflingen und Weiswampach.

Kurzmeldungen Lokales 01.07.2020

Unfall beim Pont Adolphe: ein Verletzter

(SH) - An der Kreuzung der Place de Metz mit dem Pont Adolphe in der Hauptstadt kam es am Mittwoch kurz nach 5 Uhr zu einer Kollision zwischen zwei Fahrzeugen. Ein Wagen wurde dabei auf eine provisorische Leitplanke geschleudert.

Eine Fahrerin wurde bei dem Unfall in ihrem Wagen eingeklemmt und musste von den Rettungsdiensten befreit werden. Sie wurde anschließend zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des anderen Wagens blieb unverletzt. 

Die Zufahrt zum Pont Adolphe musste während der Rettungsarbeiten gesperrt werden. Im Einsatz waren die hauptstädtischen Rettungsdienste. 

Erste Festnahme in Hongkong nach neuem Sicherheitsgesetz

(dpa) - Die Hongkonger Polizei hat die erste Festnahme nach dem neuen Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in der chinesischen Sonderverwaltungsregion gemacht. Ein Mann sei am Dienstag im Stadtviertel Causeway Bay abgeführt worden, weil er eine Flagge mit der Forderung nach einer Unabhängigkeit Hongkongs gezeigt habe, berichtete die Polizei auf Twitter.

Nach dem Inkrafttreten des umstrittenen Gesetzes zogen trotz des geltenden Demonstrationsverbotes viele Menschen auf die Straßen, um zu protestieren. Viele strömten vom Victoria Park nach Causeway Bay. Der Mittwoch ist zugleich der 23. Jahrestag der Rückgabe der britischen Kronkolonie am 1. Juli 1997 an China. Die Polizei hat ein Großaufgebot von Sicherheitskräften mobilisiert.

Nach dem neuen Gesetz ist in Hongkong seit Mittwoch vieles verboten, was vorher durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt war. So richtet es sich unter anderem gegen „Untergrabung der nationalen Einigung“. Gemeint sind Bemühungen, eine Unabhängigkeit Hongkongs oder anderer Gebiete anzustreben, die Peking als Teil der Volksrepublik ansieht. Auch wendet es sich gegen „Untergrabung der Staatsgewalt“, „Terrorismus“ oder „geheime Absprachen“ mit Kräften im Ausland.