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Genua: weitere 28,5 Millionen Euro versprochen
International 18.08.2018

Genua: weitere 28,5 Millionen Euro versprochen

Italiens Präsident Sergio Mattarella (r.) dankt den Rettungskräften.

Genua: weitere 28,5 Millionen Euro versprochen

Italiens Präsident Sergio Mattarella (r.) dankt den Rettungskräften.
Foto: AFP
International 18.08.2018

Genua: weitere 28,5 Millionen Euro versprochen

Die Zahl der Todesopfer in Genua erhöht sich auf 43. Autobahnbetreiber weist Schuld von sich. Weitere Gelder bewilligt.

(dpa) - Ein bei dem Brückeneinsturz in Genua verletzter Mann ist im Krankenhaus gestorben. Dies bestätigte ein Sprecher des San Martino Hospitals in der norditalienischen Stadt. Damit erhöht sich die inoffizielle Zahl der Todesopfer am Samstagabend auf 43.

40 davon sind offiziell bestätigt, drei Leichen müssen über forensische Untersuchungen zunächst identifiziert werden. Ansa hatte am Samstagmorgen berichtet, es handle sich um ein 9-jähriges Mädchen und seine Eltern. Die drei seien am Dienstag mit dem Auto auf der Morandi-Brücke unterwegs gewesen, als die Straße unter ihnen nachgab.


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Unterdessen weist die private Betreibergesellschaft Autostrade per l'Italia die Verantwortung für den verheerenden Brückeneinsturz von sich. „Wir denken nicht, dass die Voraussetzungen vorliegen, Verantwortung für ein Ereignis zu übernehmen, dessen Ursache zunächst noch ermittelt werden muss“, sagte Hauptgeschäftsführer Giovanni Castellucci auf einer Pressekonferenz am Samstag. Experten vermuten, dass der Einsturz durch den Riss eines Tragseils verursacht worden sein könnte. Premierminister Giuseppe Conte hatte bereits am Freitag einen Prozess eingeleitet, um der Betreibergesellschaft ihre Lizenz zu entziehen.

Der Samstag wurde zum nationalen Trauertag erklärt. Am späten Vormittag fand eine Trauerfeier für die Todesopfer statt.

Nach der Trauerfeier kündigte die italienische Regierung an, weitere 28,5 Millionen Euro Soforthilfe bereitzustellen, zusätzlich zu den am Mittwoch angekündigten 5 Millionen Euro.


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