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„Gelbwesten“ protestieren wieder in Frankreich: Spannung in Metz
„Gelbe Westen“ in Nantes.

„Gelbwesten“ protestieren wieder in Frankreich: Spannung in Metz

Foto: AFP
„Gelbe Westen“ in Nantes.
International 2 Min. 30.12.2018

„Gelbwesten“ protestieren wieder in Frankreich: Spannung in Metz

Am siebten Wochenende in Folge haben am Samstag an zahlreichen Orten in Frankreich wieder „Gelbwesten“ gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron demonstriert. In Metz kam es zu Auseinandersetzungen mit den Einsatzkräften.

(dpa/SW/mbb) - Siebte Folge der „Gelbwesten“: Vor allem in Paris, Marseille, Lyon, Toulouse und Bordeaux gab es wieder am Samstag Proteste, wie der Sender France Info berichtete. Auch Straßensperren wurden demnach wieder errichtet. Mancherorts gab es Auseinandersetzungen mit der Polizei - wie in Metz. Etwa 1200 „Gelbe Westen“ haben sich nach Angaben der Polizei im Stadtzentrum versammelt.

Die Situation hat sich dort im Laufe des Nachmittags angespannt: Bei der Demonstration kam es zu Vorfällen zwischen Polizei und „Gelbe Westen“, berichtet die Polizei. Bis zu 400 Menschen, von denen einige mit Ski- und Schwimmbrille und mit Eisenstangen ausgestattet waren, versuchten, eine Straßensperre in der Nähe der Präfektur durchzubrechen, berichtet die französische Presse-Agentur. Die Polizei musste Tränengas einsetzen, um sich gegen die Demonstranten, die sie mit Pflastersteinen bombardierten, zu wehren, heißt es weiter.

Die „Gelbe Westen“ gingen dann in Richtung Autobahn A31, die Metz durchquert, und blockierten den Verkehr in beide Richtungen.

Kurz nach 19.00 Uhr wurden Zusammenstöße und mehrere Brände - insbesondere um den Place St Jacques und die Rue Serpenoise - über soziale Netzwerke gemeldet; der Centre St Jacques musste evakuiert werden.

Am Samstagabend meldete sich der Bürgermeister der Stadt Metz, Dominique Gros, zu Wort: In einer Pressemitteilung bedauert er die Zwischenfälle und beschreibt die vielen Schäden, die durch die Protestaktion entstanden sind. Seinen Angaben zufolge haben die Randalierer Verkehrsschilder, Fahrradbügel, Blumenkästen und Papierkörbe zerstört.

Zusammenstöße auch in anderen Städten

Nach Angaben von France Info kam es in Paris in der Nähe der Studios des Senders BFMTV am Samstag zu Zusammenstößen mit den Einsatzkräften. Dort protestierten einige Hundert „Gelbe Westen“ gegen angebliche Falschinformationen, die der Sender verbreiten würde.

Insgesamt demonstrierten in der Hauptstadt bis zum Abend nach Angaben der Polizeipräfektur 800 Menschen, erneut wurden Dutzende Menschen festgenommen.

Erneut versammelten sich in Straßburg regionalen Medien zufolge rund hundert Menschen auf der Europabrücke, die nach Deutschland führt. In Marseille gingen, der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge, etwa 900 Menschen auf die Straße, in Bordeaux 2400.


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