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Gedenktafeln für Opfer enthüllt
International 05.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Pariser Terrorangriffe

Gedenktafeln für Opfer enthüllt

präsident Francois Hollande, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und Premierminister Manuel Valls beim Enthüllen einer der Gedenktafeln.
Pariser Terrorangriffe

Gedenktafeln für Opfer enthüllt

präsident Francois Hollande, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und Premierminister Manuel Valls beim Enthüllen einer der Gedenktafeln.
Foto: REUTERS
International 05.01.2016 Aus unserem online-Archiv
Pariser Terrorangriffe

Gedenktafeln für Opfer enthüllt

Der Überfall auf „Charlie Hebdo“ markiert den Auftakt zu einem Jahr des Terrors in Frankreich. Ein Jahr danach enthüllt Präsident Hollande an drei Anschlagsorten Gedenktafeln für die ersten Opfer. Dabei passiert eine Panne.

(dpa) - Ein Jahr nach den Mordanschlägen unter anderem auf „Charlie Hebdo“ in Paris hat der französische Präsident François Hollande Gedenktafeln für die Opfer an drei der Anschlagsorte enthüllt. Gemeinsam mit der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo gedachte Hollande jeweils für einige Minuten der Opfer.

Zunächst enhüllten Hollande und Hidalgo eine Gedenktafel für einen Polizisten, der in der Nähe der Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ auf der Straße erschossen worden war. Anschließend gingen sie zu dem damaligen Redaktionssitz.

Auf der Gedenktafel dort sind die Namen der von islamistischen Terroristen Getöteten festgehalten. Beim Anschlag auf „Charlie Hebdo“ wurden auch die Zeichner Stéphane Charbonnier (Charb), Jean Cabut (Cabu), Bernard Verlhac (Tignous), Philippe Honoré und Georges Wolinski ermordet. Die Tafel wurde allerdings kurz nach der Zeremonie wieder verhüllt, weil Wolinskis Name falsch geschrieben war.

Der Name Wolinski war irrtümlicherweise mit einem "y" geschrieben - deshalb wurde die Tafel nach der Zeremonie wieder verhüllt.
Der Name Wolinski war irrtümlicherweise mit einem "y" geschrieben - deshalb wurde die Tafel nach der Zeremonie wieder verhüllt.
Foto: AFP

Im Osten von Paris enthüllten Hollande und Hidalgo schließlich eine Gedenktafel für die vier Opfer in einem Supermarkt für koschere Lebensmittel. Eine weitere Zeremonie ist für Samstag in Montrouge bei Paris geplant, wo eine Polizistin erschossen worden war.

Anzeige gegen Unbekannt

Die Frau eines bei dem Anschlag auf „Charlie Hebdo“ getöteten Polizisten, der für den Schutz Charbonniers eingeteilt war, reichte unterdessen eine Anzeige gegen Unbekannt ein. Sie wirft dem Inlandsgeheimdienst Versäumnisse beim Schutz Charbonniers vor, wie die Zeitung „L'Éveil Normand“ berichtete. Die Witwe Ingrid Brinsolaro ist Chefredakteurin des Blattes. „Ein Jahr nach den Taten habe ich immer noch keine Antwort“, sagte Brinsolaro.

Beim Überfall auf „Charlie Hebdo“ und den Folgeanschlägen starben im Januar 2015 in Paris 17 Menschen durch die islamistischen Terroristen. Eine Sonderausgabe des Magazins mit einer Auflage von einer Million Exemplaren erinnert an diesem Mittwoch auch mit Arbeiten der ermordeten „Charlie-Hebdo“-Zeichner an die Attacken.

Die Welle des Terrors setzte sich in Frankreich den Sommer über fort - bis zu den Anschlägen am 13. November, bei denen im Pariser Musikclub „Bataclan“, in Cafés und Restaurants der Stadt sowie vor dem Stade de France im Vorort Saint-Denis 130 Menschen von drei islamistischen Terrorkommandos getötet wurden.


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Attentäter haben am Abend des 13. November an mehreren Stellen in Paris Menschen erschossen oder durch Selbstmordattentate mit in den Tod gerissen. Im Musiksaal Bataclan starben mehr als 80 Besucher eines Konzerts.
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A French flag flutters over candles and flowers as people gather at Place de la Republique (Republic Square) in Paris on November 22, 2015 to pay tribute for the victims of the November 13 terror attacks. A coordinated wave of attacks on Parisian nightspots claimed by Islamic State group (IS) jihadists killed 130 people. AFP PHOTO / LOIC VENANCE
Viereinhalb Monate nach dem blutigen Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat dessen Zeichner Luz seinen Ausstieg aus der Redaktion angekündigt.
Luz ist eins der bekanntesten überlebenden Redaktionsmitglieder.
„Charlie-Hebdo“
Eine neue Mohammed-Zeichnung auf dem Titel und drei Millionen Exemplare Auflage: Das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ will am Mittwoch beweisen, dass es sich vom Terror nicht kleinkriegen lässt.