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G20-Staaten einigen sich auf Klima-Kompromiss
International 29.06.2019 Aus unserem online-Archiv

G20-Staaten einigen sich auf Klima-Kompromiss

Am Samstag endete das Treffen der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen.

G20-Staaten einigen sich auf Klima-Kompromiss

Am Samstag endete das Treffen der Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen.
Foto: AFP
International 29.06.2019 Aus unserem online-Archiv

G20-Staaten einigen sich auf Klima-Kompromiss

Präsident Trump erspart dem G20-Gipfel eine schwere Niederlage. Dafür darf er seine von allen kritisierte Klima-Politik feiern.

(dpa) - Die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen der Welt haben sich beim G20-Gipfel in Japan trotz tiefgreifender Meinungsunterschiede auf eine gemeinsame Abschlusserklärung verständigt. Die USA akzeptierten am Samstag kurz vor Ende des Spitzentreffens in Japan, dass die übrigen G20-Staaten ihr Festhalten an weitreichenden Klimaschutz-Zielen in dem Text bekräftigen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel bestätigte.


28.06.2019, Japan, Osaka: Bundeskanzlerin Angela Merkel (r, CDU) und Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (USA), treffen sich am Rande des G20-Gipfels zu einem bilateralen Gespräch. Die Staats- und Regierungschefs der 19 führenden Industrie- und Schwellenländer sowie der Europäischen Union treffen sich am 28. und 29.06.2019 beim G20-Gipfel in Osaka (Japan). Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Konfliktbeladener G20-Gipfel hat begonnen
Die Differenzen sind enorm, die Aussichten auf Fortschritte in wichtigen globalen Fragen ziemlich gering: Der G20-Gipfel in Osaka beginnt unter keinen besonders guten Vorzeichen.

Im Gegenzug mussten die anderen Staaten hinnehmen, dass sich die USA in der Erklärung trotz ihres Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen als „Führungsnation“ bei der Reduzierung von CO2-Emissionen darstellen können.

Klimaschutz sollte keine Erwähnung finden

Unterhändler der Staats- und Regierungschefs hatten zuvor stundenlang verhandelt. Streit gab es vor allem deswegen, weil die USA zunächst forderten, das Thema Klimaschutz in der Abschlusserklärung gar nicht zu erwähnen. Die Europäische Union bestand jedoch darauf.

„Ich denke, dass wir eine starke Erklärung zum Klimawandel brauchen“, hatte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bereits am ersten Gipfeltag gesagt. Er könne deswegen keine Verwässerung der Gipfelerklärung aus dem vergangenen Dezember akzeptieren.


Bolsonaro selbst habe aber in einem anderen Flugzeug gesessen.
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In Argentinien hatte man sich damals - mit Ausnahme von US-Präsident Donald Trump - zur „uneingeschränkten Umsetzung“ des Pariser Klimaabkommens zur Begrenzung der Erderwärmung bekannt und festgehalten, dass der Vertrag „unumkehrbar“ sei. Zugleich wurde bereits damals festgehalten, dass die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen wollen.

US-Präsident Donald Trump ist der Ansicht, dass die Vereinbarung die Vereinigten Staaten „zum ausschließlichen Vorteil anderer Länder“ benachteilige. In der Gipfelerklärung von Osaka heißt es nun erneut, dass das Pariser Abkommen aus US-Sicht Nachteile für amerikanische Arbeitnehmer und Steuerzahler bringe.



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